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Überblick

01.07.2016

Wohin beim Donaufest?

Mit dem Musik- und Tanztheaterstück „Treibgut“ (hier ein Probenfoto) feiert das Internationale Donaufest seine zehnte Auflage. Die Musik dafür schrieb der Geiger Alexander Balanescu.
Bild: Hermann Posch

Theater, Musik und Kunst: Auf beiden Seiten des Flusses ist in den kommenden zehn Tagen einiges geboten. Hier ein unverbindlicher Überblick über die interessantes Angebote

Das Internationale Donaufest, das heute eröffnet, feiert den großen europäischen Strom und die Menschen, die an ihm leben. Vor allem aber ist es ein Festival der Kultur: An den kommenden zehn Tagen gibt es auf mehreren Bühnen in Ulm und Neu-Ulm, aber auch in den bekannten Kulturinstitutionen der Doppelstadt wieder ein breites Programm von Theater über Musik bis Kunst. Hier ein kleiner Überblick über einige wichtige Termine:

Theater und Litera tur

In Sachen Hochkultur überragt eine Veranstaltung in diesem Jahr alle: „Treibgut“, die choreografierte Musiktheater-Produktion, die heute, Freitag, um 20 Uhr im Großen Haus des Theaters Ulm Uraufführung hat. Der aus Rumänien stammende Geiger und Komponist Alexander Balanescu schrieb dazu die Musik und wirkt mit seinem Streichquartett an allen fünf Vorstellungen mit. Das Ensemble wurde durch Zusammenarbeiten mit so unterschiedlichen Künstlern wie den Pet Shop Boys und Philip Glass bekannt.

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Gleich zweimal gibt es beim Donaufest „Weltliteratur im Stadthaus“, jeweils vorgetragen von prominenten Schauspielern: August Zirner liest aus Werken des jugoslawischen Schriftstellers Danilo Kis (Samstag, 2. Juli, 20 Uhr), Ulrike Kriener präsentiert Passagen aus Alexanders Tismas Roman „Der Gebrauch des Menschen“ (Sonntag, 10. Juli, 19 Uhr). Eine Nummer kleiner fällt der „Literarische Absacker“ aus, der von Sonntag bis Freitag täglich um 23 Uhr in der Galerie Tobias Schrade kredenzt wird: Sechs Ulmer Schauspielerinnen lesen dann jeweils 30 Minuten lang aus aktuellen Werken von Autorinnen aus den Donauländern.

„Herzschlag“ ist der Titel einer Musik- und Tanzperformance, die junge Theaterschaffende zusammen mit Roma-Jugendlichen aus der ungarischen Stadt Pécs erarbeitet haben. Die Gesamtleitung hat der Ulmer Komponist und Musiker Uli Hahnel (Donnerstag, 20 Uhr, Großes Zelt auf der Spatzenwiese in der Friedrichsau).

Klassik und Jazz

Der Donau-Musikpreis geht in die dritte Runde – und stellt diesmal die Violine ins Zentrum: Rund 20 junge Studenten renommierter Musikakademien aus zehn Donauländern messen sich an zwei Tagen in der Musikschule (Montag 10-20 Uhr, Dienstag 10-14 Uhr). Den Abschluss bildet das Preisträgerkonzert am Mittwoch um 20 Uhr, bei dem es auch ein Wiederhören mit der Gewinnerin von 2014 gibt: Pianistin Polina Sasko spielt mit dem Donau-Streichquintett Mozarts Klavierkonzert Nr. 13 in C-Dur.

Von Beethoven über Strauss bis Bartók reicht das Programm beim Auftritt des Donau-Jugendorchesters im Münster (Samstag, 9. Juli, 19 Uhr). Dieses 2011 gegründete Ensemble bringt einmal jährlich etwa 50 junge Musiker aus den Donauländern zu einer einwöchigen Arbeitsphase mit anschließender Tournee zusammen.

Auch ein bisschen Jazz hat es ins Festprogramm geschafft – immerhin drei Konzertprogramme. Das wohl ungewöhnlichste bietet die Ariana Group Inc. aus Kroatien, die aktuelle Dance- und R’n’B-Hits verjazzt (Samstag, 2. Juli, 18, Bühne Weindorf; Sonntag, 3. Juli, 12 Uhr, Donausalon)•

Rock und Pop

Das Pop-Programm kann sich wieder einmal sehen und hören lassen – und bietet neben bewährter Balkan-Ware auch ein paar musikalische Facetten, die man zuerst nicht unbedingt mit dem Donauraum in Verbindung bringen würde. So etwa das deutsch-österreichische 80er-Pop-Duo Fijuka aus Wien (heute, 21 Uhr, Donausalon) oder die rumänische Reggae-Alternative-Crossover Band Blue Nipple Boy (Dienstag, 21 Uhr, Donausalon; Mittwoch, 14 Uhr, unplugged, Schachtelbühne Neu-Ulm). Einen Abend rund um die Musik der österreichischen Hauptstadt bietet die „Wiener Melange“, unter anderem mit Ernst Molden und „Der Nino aus Wien“ (Mittwoch, 19 Uhr, Donausalon).

Ein neues Konzept beim Donaufest bietet die „IDF Factory“. Die Idee: Jeweils zwei Bands verkriechen sich für drei Tage gemeinsam in den Proberaum und präsentieren danach die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit. Die Vöhringer Hip-Hop-Crew von Qunstwerk trifft auf die Wiener Spoken-Word-Aktivistin Yasmo und ihre Band Klangkantine (Donnerstag, 20.30 Uhr, Donausalon), das Reggae-Swing-Duo Savages Y Suefo auf die Wiener Julian und der Fux (Samstag, 9. Juli, 23 Uhr, Donauturm).

Bewährt hat sich bereits das „Donau.Pop.Camp“ als Ort der Begegnung zwischen je drei Bands aus Deutschland (darunter die Liffey Looms aus Ulm) und aus Balkanländern. Das Abschlusskonzert findet auf der Neu-Ulmer Bühne statt (Donnerstag, 18 Uhr).

Folklore und Liedermacher

Gefiedelt und getrötet wird beim Donaufest an praktisch allen Tagen: die Volksmusik Südosteuropas ist nicht nur dort populär. Doch auch in diesem traditionellen Genre gibt es Neues zu entdecken: So etwa bei der Wiener Blasmusik-Formation Federspiel (morgen, Samstag, 14.30 Uhr, Gelände Ulm; 19 Uhr Bühne Neu-Ulm) oder bei der schrägen Frauen-Combo Madame Baheux (Dienstag, 16 Uhr, Bühne Neu-Ulm). Eine Begegnung „Ulm – Wien – Oberpfalz“ steht ebenfalls auf dem Programm: Walter Spira trifft auf die Wiener Tschuschenkapelle sowie D’Raith Schwestern & Da Blaimer (heute, 18 Uhr, Bühne Neu-Ulm).

Kunst und Ausstellungen

Für sein Projekt „Under the Bridge“ hat der Ulmer Fotograf Udo Eberl Obdachlose in sechs Donaustädten besucht. Die bei diesen Reisen entstandenen Aufnahmen (wir berichteten) sind im Edwin-Scharff-Haus (Vernissage am Montag um 19 Uhr) und an verschiedenen Stellen auf dem Festgelände zu sehen.

„Am Anfang der Kunst“ setzt eine Ausstellung im Ulmer Museum an, die bis September im Lichthof Repliken der wichtigsten Funde von Eiszeitkunst an der Donau zeigt – und natürlich den originalen Löwenmenschen (Vernissage am Mittwoch um 18 Uhr).

www.donaufest.de

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