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Basketball-Pokal

17.02.2015

Die Hoffnung auf den Befreiungsschlag

Adam Hess hat mit Ulm und Roanne erlebt, wie sich Siege gegen Bamberg anfühlen.
Bild: Horst Hörger

Auf Ulm wartet eine Riesen-Herausforderung. Aber einige Spieler wissen, wie sich Siege gegen Bamberg anfühlen

Ulm Es gibt einige Ulmer, die ganz genau wissen, wie sich ein Sieg gegen Bamberg anfühlt. Per Günther, Philipp Schwethelm, Adam Hess und Will Clyburn waren schon am 15. Dezember 2013 dabei, als die Mannschaft in der Arena mit einem 72:59 eine mehr als vierjährige Durststrecke mit zwölf Niederlagen am Stück gegen die Oberfranken beendete. Der Ulmer Neuzugang Brion Rush wird sich zumindest noch dunkel an die Euroleague-Saison 2007/2008 erinnern, als er mit einem Dreier mit der Sirene den Sieg von Chorale Roanne über Bamberg sicherte. Zum Kader der Franzosen gehörte damals übrigens auch Adam Hess.

Im Prinzip geht es also. Aber Siege gegen Bamberg bedürfen immer einer außergewöhnlich guten Leistung und am vergangenen Sonntag bei der 63:84-Niederlage gegen den MBC haben die Ulmer das genaue Gegenteil einer solchen geboten. In so einer Verfassung wird es im Viertelfinale des Pokals am Mittwoch (Spielbeginn 20 Uhr) ganz sicher nicht reichen gegen den neuen Tabellenführer der Basketball-Bundesliga, der zuletzt zwölf Spiele in Serie gewonnen hat und der sich unbedingt zum elften Mal die Teilnahme am Top-Four-Turnier und damit die Chance auf den fünften Pokalsieg in der Vereinsgeschichte sichern will. Der Bamberger Trainer Andrea Trinchieri hat seine Schützlinge auf einen schweren Kampf eingestellt: „Wir haben ein sehr hartes Spiel in einer pikanten Atmosphäre vor uns.“

Verzichten muss Trinchieri möglicherweise erneut auf Josh Duncan, der schon am Sonntag beim 84:44-Kantersieg gegen Trier wegen einer Knieverletzung fehlte. Auf Ulmer Seite wird dagegen vermutlich Tim Ohlbrecht wieder dabei sein. Die Niederlagen gegen Bayreuth und den MBC kamen ohne ihn zustande und seitdem ist endgültig klar, wie wichtig der Center mit NBA-Erfahrung für das Spiel seiner Mannschaft ist. Trainer Thorsten Leibenath hält sich bei dieser Personalie zwar erwartungsgemäß bedeckt. Aber natürlich will er den Bambergern den vom Kollegen Trinchieri befürchteten harten Kampf liefern: „Wir gehen mit der nötigen Portion Selbstvertrauen in dieses Spiel.“

In der Bundesliga können sich die Ulmer dieses Selbstvertrauen zuletzt kaum geholt haben. Für Zuversicht sorgt somit am ehesten die jüngere Pokalhistorie. In den vergangenen drei Jahren war genau eine Mannschaft immer beim Top-Four dabei und das war Ratiopharm Ulm. Der vierte Einzug in das Finalturnier, das diesmal am 11. und 12. April in Oldenburg ausgespielt wird, wäre ein gewaltiger Befreiungsschlag für ein Team, das in dieser Saison noch nicht wirklich in die Gänge gekommen ist und gegen den MBC den bisherigen Tiefpunkt der Spielzeit erlebt hat. Leibenath kann nicht genau sagen, ob er momentan in der schwierigsten Lage seiner Amtszeit ist. Nur so viel: „Es ist eine herausfordernde Situation und ich mag Herausforderungen.“ Wahrscheinlich freut sich des Trainer auch deswegen auf das heutige Spiel. Eine größere Herausforderung als Bamberg hat der deutsche Basketball schließlich derzeit nicht zu bieten. (pim)

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