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11.07.2010

Ein Weltrekord und eine Distanz-Bestmarke

Langstreckler und Rekordhalter Alexander Frey lässt sich in einer Schwimmpause von Physiotherapeutin Claudia Bosch auflockern. Foto: kmd
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Langstreckler und Rekordhalter Alexander Frey lässt sich in einer Schwimmpause von Physiotherapeutin Claudia Bosch auflockern. Foto: kmd
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Ulm Die Schwimmabteilung des SSV Ulm 1846 feierte beim 24-Stunden-Schwimmen im Lothar-Schultheiß-Bad zwei neue Rekorde. Die angepeilte Gesamtstrecke von 2584 Kilometern vom SSV-Bad zur Mündung der Donau in das Schwarze Meer wurde mit 1910 Kilometern allerdings recht deutlich verpasst. "Die Hitze hat wohl doch einige ausgebremst", vermutete Cheforganisator Klaus-Udo Adolph.

Dafür gab es sogar einen echten Weltrekord: Mit 9:02:38 Stunden unterbot die 100-mal 400-Meter-Freistil-Staffel die alte Marke um mehr als 1:20 Stunden. Und eine neue Distanz-Bestmarke stellte der 23 Jahre alte Alexander Frey auf: 60,2 Kilometer spulte er herunter, knapp zwei Kilometer mehr als der bisherige Rekordhalter Gerrit Dürre, der von einer Erkältung geschwächt schon nach acht Kilometern die Segel strich. Die klassische Marathon-Distanz von 42,2 Kilometern erreichten zwei Schwimmer: Jeanette Seitz war mit dieser Marke einmal mehr die beste weibliche Starterin, Dauerbrenner Steffen Thum war damit unter den Distanzschwimmern der zweite Platz sicher. Gerrit Dürre blieb immerhin die Ehre des Startschwimmers der Weltrekord-Staffel. Nachts um 4 Uhr erreichte er mit 4:21,00 Minuten die beste Zeit aller Staffelschwimmer.

Der Rekordversuch, obgleich er eher unauffällig auf Bahn eins in der Halle ausgetragen wurde, war unter den vielen Gästen und Teilnehmern ohnehin der Hit: Immer wieder kamen sie bei Rekord-Wächter Günther Ahlemann vorbei, erkundigten sich nach dem aktuellen Stand und inspizierten die Zeittafel.

Derweil versuchte zwei Bahnen weiter ein zwölfjähriger Bub die Marke seines Vaters zu übertreffen: "10 000 Meter habe ich schon", rief er seinem Kumpel zu: "Mein Vater hat 11 000, die pack' ich auch noch."

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Von der Rekordjagd unbeeindruckt sammelten die meisten Starter ganz gemächlich und doch mit Ehrgeiz ihre Bahnen und unterstrichen damit den Charakter des 24-Stunden-Schwimmens. "Das ist eine Breitensportveranstaltung, und wir freuen uns, dass so viele Menschen in Ulm und Neu-Ulm dieses Angebot angenommen haben", erklärte SSV-Schwimm-Abteilungsleiter Dr. Peter Dürre.

War das Wetter vielleicht tagsüber zu heiß, das gesellige Beisammensein am Freitag bis in den späten Abend an den Ständen des Lions-Club Ulm/Neu-Ulm/Alb-Donau und der Gustav-Werner-Schule hat der Spendenkasse gut getan. Wie hoch der Erlös für den guten Zweck schließlich ist, ergibt sich nach der Komplettabrechnung im Laufe der kommenden Woche. (kmd)

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