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TSV Holzheim

09.01.2017

Erinnerung an viel bessere Zeiten

Aufstieg in die Bezirksliga und Bezirkspokalsieger in einem Jahr: Uwe Bachner mit seinem Foto-Tableau vom Sommer 2008.
Bild: Willi Baur

Bei seinem Wiedereinstieg als Trainer setzt sich Uwe Bachner deutlich bescheidenere Ziele

Der stark abstiegsgefährdete Fußball-Bezirksligist TSV Holzheim versucht es nach der Winterpause mit einem neuen Trainer. Kurz vor Weihnachten hat mit Uwe Bachner ein alter Bekannter die Aufgabe übernommen, von einer „Mission Klassenerhalt“ will der 57-Jährige aber nicht reden. „Man muss doch realistisch bleiben“, sagt er mit Blick auf die Tabelle. Es ist weniger der vorletzte Platz, der dem neuen Trainer Kopfzerbrechen bereitet. Deutlich mehr Sorgen machen ihm die jeweils neun Punkte Rückstand auf die Mitaufsteiger Burlafingen und Tiefenbach.

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„Das ist schon viel“, rechnet Bachner: „Westerstetten und Jungingen haben auf uns erst recht schöne Puffer.“ Ins Grübeln bringt ihn auch die Torstatistik: Gerade mal 13 Treffer hat Holzheim in 16 Spielen erzielt, dafür schon 51 kassiert. Überrascht hat Bachner diese Entwicklung aber angesichts der Abgänge vor der Saison nicht: „Spieler wie Michael Hornung oder Thomas Schwer sind von ihrer Qualität her nicht zu ersetzen.“ Insofern sei nach dem Aufstieg klar gewesen, „dass es ein steiniger Weg wird“. Zumal neben den genannten Leistungsträgern weitere wichtige Spieler ausgefallen seien. Verletzungsbedingt oder weil sie aus diversen Gründen die Kickstiefel ausgezogen haben.

Gleichzeitig sieht der neue Trainer hier den einen oder anderen Ansatz zur Besserung: „Vielleicht können einige Langzeitverletzte zurückholen.“ Zudem will er ältere Spieler zu einem Comeback überreden. Schließlich möchte Bachner junge Spieler näher an die erste Mannschaft bringen und nach Möglichkeit einbauen. Denn so viel ist dem neuen Mann auf der Bank fraglos bewusst: Trainingsarbeit allein wird selbst für eine halbwegs erfolgreiche Aufholjagd nicht reichen. Zumal Bachner weiß: „Ein Seiteneinstieg in der Winterpause ist für jeden Trainer schwierig.“ Schließlich verknüpft sich zu diesem Zeitpunkt die Frage nach schnell wirksamen Lösungsansätzen mit jener, wie es auf Dauer weitergehen soll.

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Auf ein paar grob umrissene Zielsetzungen jedenfalls will er die beiden Holzheimer Mannschaften beim Trainingsauftakt Ende Januar l einschwören. „Natürlich wollen wir nicht jede Woche abgewatscht werden“, macht Bachner deutlich. Ziel sei vielmehr eine möglichst gute Rückrunde. „Und dann schauen, was wir machen können.“

Dabei wäre aus Sicht des Trainers „ein Abstieg kein Beinbruch“. Wichtig ist ihm in diesem Fall die Art und Weise, auch als Basis für die Zukunft: „Dann heißt es für uns, sich früh Richtung Kreisliga A aufzustellen, um hier wieder eine gute Rolle zu spielen.“ Dazu will er seinen Teil beitragen. Dass er das kann, hat er vor geraumer Zeit schon bewiesen. In den Jahren bis 2008 führte Bachner Holzheim von der Kreisliga B auf direktem Weg in die Bezirksliga und krönte den Durchmarsch zudem mit dem Sieg im Bezirkspokal. Für den B-Lizenz-Inhaber war es das erfolgreichste Jahr seiner Trainerlaufbahn. Vergleichbares dürfte sich so schnell nicht wiederholen. Aber Mut machen für die Zukunft könnte die Vergangenheit allemal.

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