Duisburger Regatta

19.05.2014

Ulmer lieben den Achter

Hat das Ticket zur Ruder-Europameisterschaft schon in der Tasche: der Ulmer Max Reinelt (rechts).
Bild: Hansjörg Käufer

Bei der Ruderregatta in Duisburg gab es für die Teilnehmer des Ulmer Ruderclubs vier Siege in einer Achterkategorie.

Der Achter scheint das Lieblingsboot der Ulmer Ruderer zu sein. Auf der Duisburger Wedau-Regattabahn wurden vier der fünf Siege im Großboot erzielt. Kerstin Hartmann landete mit dem Frauenachter an beiden Renntagen ganz vorne, Max Reinelt ließ mit dem Deutschlandachter den Gegnern keine Chance. Lena Müller setzte sich mit Anja Noske (Saarbrücken) im leichten Doppelzweier durch. Im deutschen U23-Achter schließlich ruderte Meike Dütsch zum Erfolg. Kerstin Hartmann und Maximilian Reinelt sind damit für die Europameisterschaft (EM) in Belgrad (30. Mai bis 1. Juni) nominiert. Mit zehn Sekunden und mehr siegten die deutschen Damen um Kerstin Hartmann an beiden Tagen. Der Wert dieser Leistung wird sich aber erst in Belgrad zeigen, denn ein echter internationaler Prüfstein fehlte in Duisburg. Die Bilanz der Ulmerin fiel dennoch positiv aus: „Wir fahren nun mit einem guten Gefühl nach Belgrad.“ Ähnlich dominant präsentierte sich der Deutschlandachter. An Bord: vier Mitglieder aus der Londoner Goldcrew inklusive Maximilian Reinelt plus vier Jungspunde. Bereits nach 500 Metern lagen die Deutschen eine Länge vor dem Weltmeisterschafts-Fünften Polen. Das bis in die Haarspitzen motivierte Team von Bundestrainer Ralf Holtmeyer (Dortmund) kannte keine Gnade. Mit knapp zwei Längen mussten die Polen, die tags zuvor in Abwesenheit der Deutschen siegten, eine klare Niederlage einstecken. Es folgten England, die Niederlande und die Schweiz. „Es war ein gutes Rennen“, so Reinelt. „Ich sitze dieses Jahr hinter dem Schlagmann, das war eine neue Erfahrung. Dort muss ich seinen Rhythmus haarscharf übernehmen.“ Lena Müller und Urs Käufer müssen um ihr EM-Ticket bangen Bis morgen müssen die Verantwortlichen die EM-Mannschaft benennen. Reinelt und Hartmann sind sicher dabei. Leichtgewicht Lena Müller und Urs Käufer hingegen müssen bangen. Müller wie Käufer ruderten an beiden Tagen mit verschiedenen Partnern, dabei kristallisierte sich in beiden Fällen keine zwingende Besetzung heraus. Zwar landete Lena Müller mit ihrer letztjährigen Partnerin Anja Noske (Saarbrücken) am Samstag einen klaren Sieg, weniger empfehlenswert war aber ihr Auftritt mit Marie-Louise Dräger (Rostock). Das Duo kam nicht einmal ins Finale. Im Vierer ruderte Urs Käufer am Samstag zusammen mit Kristof Wilke (Krefeld), Toni Seifert (Leverkusen) und Björn Birkner (Rheinfelden). Hinter zwei aus dem Deutschlandachter gebildeten Vierern belegte dieses Quartett Rang drei. Die Achterhälfte mit Maximilian Reinelt wurde Zweiter. Am Sonntag belegte die Formation Käufer/Birkner/Dzambasevic/Munski in Abwesenheit der Achter-Recken den zweiten Platz. Für den einzigen Ulmer Sieg in der U23 sorgte Meike Dütsch im deutschen Achter. Gegen zwei weitere deutsche Boote gelang ein überzeugender Sieg. Steuerfrau war die Ulmerin Inga Thöne. Pia Patzwaldt erreichte im U23-Einer hinter den Booten aus Utrecht, Luzern, Bremen und Amsterdam Rang fünf. Sie, Meike Dütsch und Inga Thöne dürfen sich weiter Hoffnungen auf eine Nominierung zur U23-WM Ende Juli in Varese machen. Im leichten Zweier ohne wurden Robert Reinelt und Julian Tietze Sechste. Der Ausflug von Junior Mahni Fatahi in die U23 endete im leichten Einer im B-Finale.

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