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Basketball-Bundesliga
01.05.2022

Ratiopharm Ulm kommt fast aus dem Tritt

Was Sean Evans macht, das sieht selten elegant aus. Aber auch der amerikanische Arbeiter hatte am Sonntag mit sieben Punkten, vier Rebounds und zwei Korbvorlagen seinen Anteil daran, dass es für Ulm noch zum Sieg gegen Crailsheim reichte.
Foto: Horst Hörger

Niederlage gegen Bonn und ein mühsamer Sieg in der Verlängerung gegen Crailsheim. Zudem hat sich ein weiterer wichtiger Spieler wohl schwer verletzt.

Ratiopharm Ulm bleibt in der Basketball-Bundesliga dabei im Kampf um Tabellenplatz vier und damit das Heimrecht im Viertelfinale der Play-offs. Ihr erstes Heimspiel an diesem Wochenende gegen Tabellenführer Bonn verloren die Ulmer zwar mit 74:85, das zweite gewannen sie aber gegen den württembergischen Rivalen Crailsheim mit 100:90 nach Verlängerung.

Allerdings gehen Ratiopharm Ulm zum Ende der Hauptrunde hin die Spieler aus. Cristiano Felicio ist sowieso raus und Philipp Herkenhoff geht wegen seiner Knieverletzung derzeit an Krücken. Eine Rückkehr noch in dieser Saison ist kaum vorstellbar. Gegen Bonn erwischte es dann auch noch Karim Jallow und damit einen Mann, der zur Not auf den großen (Problem-)Positionen aushelfen kann. Kurz vor der Halbzeit ging der Nationalspieler ohne erkennbaren Einfluss eines Gegenspielers zu Boden und krümmte sich vor Schmerzen. Jallow wurde mit Handtüchern vor neugierigen Blicken abgeschirmt und lange an der lädierten Schulter behandelt. Irgendwann schleppte er sich dann zwar selbst vom Feld, aber Jallow kam nicht zurück und er war am Sonntag gegen Crailsheim nicht im Kader. Auch für ihn könnte es das gewesen sein in dieser Saison.

Nach einem Dreier von Jaron Blossomgame aus etwa acht Metern führte Ulm dennoch im Derby gegen personell ebenfalls geschwächte Crailsheimer bereits im ersten Viertel zweistellig (28:19). Überhaupt funktionierte es von draußen zunächst ganz prima. Nachdem die Gäste sich zwischendurch ein bisschen rangepirscht hatten, stellten Thomas Klepeisz und wieder Blossomgame mit ihren Dreiern auf 45:29 und das roch schon vor der Mitte des zweiten Viertels nach einer Entscheidung. Mit der wollten sich die um die Teilnahme an den Play-offs kämpfenden Crailsheimer aber natürlich noch nicht abfinden und verkürzten den Rückstand auf sieben Punkte. Ein Dreier von Per Günther zur Pausenführung von 57:44 sorgte wieder für allerdings erneut nur scheinbar klare Verhältnisse. Crailsheim startete nämlich mit einem 10:0-Lauf in die zweite Halbzeit und der vermeintlich so klare Ulmer Vorsprung war auf drei Pünktchen geschmolzen. Die Führung hielt zwar bis zum 77:71 vor dem letzten Viertel, aber nicht sehr viel länger. Kurz vor dem Ende hatte Crailsheim die Partie gedreht und lag seinerseits mit 86:81 vorne. Nico Bretzel rettete seine Ulmer mit einem Korbleger 13 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit wenigstens in die Verlängerung. Zuvor war in Halbzeit zwei bei Ulm vorne fast nichts gegangen, jetzt hatte Crailsheim Probleme in der Offensive. Neun Punkte der Ulmer nacheinander zum Start in diese Zusatzschicht und sie hatten dieses Spiel mit Hängen und Würgen zu einem erfolgreichen Ende gebracht.

Dass die Ulmer am Freitag gegen Bonn verloren, das lag nicht nur an der Klasse des Tabellenführers und an dessen 17 Dreiern. Sondern auch daran, dass etwa der sonst aus der Mitteldistanz so sichere Semaj Christon nur einen seiner elf Würfe aus dem Zweierbereich traf. Auch insgesamt wirkte die Ulmer Mannschaft nach dem großen Kampf in Bologna und dem unglücklichen Aus im Viertelfinale des Eurocups körperlich und mental platt.

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