19.01.2013

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Zweimal „Herr Landrat“ – Roland Weigert und Sepp Egerers Hund.

Wer hätte gedacht, dass es gleich zwei Landräte in Neuburg-Schrobenhausen gibt? „Boulevard Barbara“ deckt das Geheimnis auf. Außerdem geht es heute um einen weiß-blauen Musikwettbewerb, um einen 70. Geburtstag, Prinzessinnenbesuch in Ehekirchen und um Sepp Egerer, der eine städtische Auszeichnung bekommen hat.

Vom „Herrn Landrat“ und einer Monatsapanage

Wenn Schauspieler, Humorist, Lach-Experte und Juze-Chef Sepp Egerer beim Spazierengehen lautstark „Herr Landrat“ ruft – manchmal streng und befehlend, manchmal in einem liebevollen Tonfall –, dann heißt das nicht zwingend, dass Roland Weigert in der Nähe ist. Vielmehr könnte diesem Ruf auch der Zusatz „bei Fuß“ folgen oder „sitz!“. Gemeint ist dann also sein vierbeiniger Freund, der nun mal eben „Herr Landrat“ heißt. Jetzt kam es im Jugendzentrum zu einer Begegnung der beiden Namensvettern. Und während Roland Weigert den zwölf Wochen alten Welpen von Sepp Egerer freundlich auf den Arm nahm, schien das Zamperl wenig Ahnung davon zu haben, wer sich da seiner annahm.

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Und noch mehr Neues gibt es über Sepp Egerer zu berichten: Der Spaßmacher feierte in diesen Tagen seinen 40. Geburtstag und durfte eine ganz besondere Auszeichnung entgegennehmen. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling verlieh ihm nämlich per Urkunde und Mini-Festakt den Titel „Stadthumorist“, der bislang einmalig sein dürfte in der Geschichte der Ottheinrichstadt. Zwar handelt es sich dabei um einen Titel ohne Mittel und Ländereien, aber immerhin ist er verbunden mit einer besonderen Gabe: Sepp Egerer erhält nämlich künftig als Apanage eine Leberkässemmel monatlich.

Die Weißwürste im Himmel haben überzeugt

Er hat es geschafft: Liedermacher Kurt Schwarzbauer aus Schrobenhausen steht im Finale des Musikwettbewerbs „Dein Lied für Bayern“, den die Bayerische Staatskanzlei ausgerufen hat. Überzeugt haben die rund 9000 Internetnutzer, die für ihren Favoriten abgestimmt haben, Zeilen wie „Der ganze Himmel hängt voller Weißwürst“ oder „schee der Schaum“, die die geliebte bayerische Heimat beschreiben. „Schlaraffenland“ lautet folgerichtig der Titel des Finalsongs. Das Lied entstand im Frühjahr 2012 nach einer Radtour durchs Schrobenhausener Land. Die Apfelbäume blühten, das Wetter war sonnig und mild. Schwarzbauer fiel kein anderer Ort ein, der noch schöner sein könnte als seine Heimat. Jetzt heißt es Daumen drücken: Gemeinsam mit den beiden anderen Finalisten, der Band „Charmebereich“ aus Schönberg in Niederbayern und „Zoaddndrazza“ aus Bad Heilbrunn, präsentiert sich Schwarzbauer am 22. Februar in der Endausscheidung in der Münchner Residenz. Vor Ministerpräsident Horst Seehofer wird er dann das „Schlaraffenland“ besingen. Sollte der Schrobenhausener gewinnen, gehören 2000 Euro Preisgeld ihm. Zuvor aber muss sich Kurt Schwarzbauer noch mal so richtig erholen. Er ist gestern aus dem kalten Deutschland auf die Kanaren geflogen, um Sonne zu tanken.

Prinzessin in München mit Herzklopfen für Ehekirchen

Zwei Prinzessinnen bei ein und demselben Auftritt? Kann das gut gehen? Es kann, wenn die Herzen beider charmanter Regentinnen für Ehekirchen schlagen. So trafen die Weidorfer Faschingsrepräsentanten Isabella I. (Fischer) und Ludwig I. (Schimmel) von Euphoria mit Astrid I. (Dengler) und Manuel I. (Di Nardo) von der Münchner Narhalla zusammen. Ehekirchens Gemeindechef Günter Gamisch und seine Stellvertreterin Maria Lang hatten eingeladen. Für Astrid Dengler war es ein ganz besonderer Termin, denn sie ist gebürtige Ehekirchenerin. Seit vielen Jahren ist Astrid Dengler Mitglied der Münchener Narrhalla und startete ihre Karriere dort als Hofdame. Der Heimat aber ist sie weiter verbunden, deshalb durfte sie sich auch ins Goldene Buch im Rathaus eintragen. Selbstverständlich durften sich auch die anderen närrischen Regenten nach einem fulminanten Auftritt dort verewigen.

Hans Bößhenz feiert in der Wichtelhütte

Wenn Metallbauer Hans Bößhenz zum „Tag der offenen Werkstatt“ in seine Neuburger Firma einlädt, dann muss es sich nicht zwingend um eine Betriebsbesichtigung handeln. Es kann dort auch die Wichtelhütte vom Hofgarten aufgestellt sein. Es können sich dort auch 200 Gäste zum Feiern versammeln. Und es kann auch sein, dass es Glückwünsche und Gratulationen hagelt. So war es denn auch am vergangenen Dienstag, als Hans Bößhenz seinen 70. Geburtstag eben in seiner Werkstatt feierte, die zum Festsaal umfunktioniert war. Viele Freunde, Bekannte, Stammtischbrüder vom Göbel und vom Assmann-Kreil, OB Bernhard Gmehling und Bürgermeister Heinz Enghuber, Vereinskameraden der Wasserwacht, des Schützenvereins Auerhahn-Ried und der Burgfunken waren dabei und natürlich die Familie: allen voran die ihm angetraute Stadträtin Brigitte Bößhenz, Sohn Hans Jörg mit Familie und Tochter Bettina. Sie hatten keine Kosten und Mühen gescheut, ein rundum gelungenes Fest zu organisieren. Gattin Brigitte hatte sich beispielsweise um das Festmahl gekümmert und bodenständige Bayerische Küche bestellt: Bauernwürste, Bratkartoffeln, Schnitzel, Sauerkraut, Griebenschmalz und so manches mehr gab es da. Tochter Bettina hatte einen Computer aufgestellt, der – per Hammerschlag auf einen Amboss – immer wechselnde Fotos aus der Jugendzeit des Geburtstagskinds zeigte. Und als Gemeinschaftsgeschenk der Gäste gab es für Hans Bößhenz eine große Überraschung: Den Gutschein für eine Reise in die Pfalz zur familiären Ahnenforschung.

Natürlich ließen es sich die Burgfunken nicht nehmen, für eine prächtige Show zu sorgen: Nach einem kräftigen „Happy Birthday“ zeigte das Prinzenpaar Tom I. und Anja II. seinen Prinzenwalzer. Hans Bößhenz durfte ihre Lieblichkeit im Walzertakt über die Tanzfläche schwenken, während Prinz Tom I. Brigitte Bößhenz zum Tanz aufforderte.

(Mitarbeit: Daniela Fischer, Doris Bednarz/Fotos: bed, privat (4))

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