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Politik

10.01.2019

„Alle Welt erwartet den grünen Gutmenschen“

Beate Walter-Rosenheimer

Bundestagsabgeordnete Beate Walter-Rosenheimer zeigt mit einem Regionalbüro Gesicht. Stammtische geplant

Ökofanatiker, Sozialromantiker, Weltfremde – Vorurteile gegen Grüne gibt es viele. Die will Beate Walter-Rosenheimer aus dem Weg räumen. Von Angesicht zu Angesicht. Die Bundestagsabgeordnete der Grünen betreut die Region 10 und hat vor einem Jahr ihr Regionalbüro in Ingolstadt eröffnet. Sie will weg vom abgehobenen Politi-kerimage, hin zu mehr Bürgernähe. Geplant sind Bürgerstammtische, unter anderem in Neuburg.

„Alle Welt erwartet den grünen Gutmenschen“, sagt Walter-Rosenheimer – doch dieses Bild treffe nicht zu. Konsequent leben sei das Eine, aber Grünenpolitiker seien keine Übermenschen. Um dieses Vorurteil aus der Welt zu räumen, will sie zusammen mit der Leiterin ihres Regionalbüros in Ingolstadt, Steffi Kürten, neue Wege gehen und anstelle von Bürgersprechstunden offene Stammtische in verschiedenen Städten in der Region anbieten.

„Wir haben mit diesem Format in Pfaffenhofen gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Kürten. Es sei niederschwelliger und weniger förmlich als Bürgersprechstunden, vor denen viele Menschen zurückschrecken würden. Gleichwohl sei das Interesse an der Arbeit einer Bundestagsabgeordneten groß. „Viele wollen sich einfach mal unverbindlich erkundigen und ihre Anliegen vorbringen“, sagt Walter-Rosenheimer. Themen, die die Menschen besonders interessiert hätten, waren in der Vergangenheit die Asylpolitik, der Öffentliche Nahverkehr oder Schulthemen. Wo immer es ihr möglich sei, nehme sie Themen auf, leite sie weiter oder vermittele Kontakte zu Ansprechpartnern.

„Wir regieren leider nicht mit, daher sind unsere Hebel begrenzt“, sagt Walter-Rosenheimer. Das solle sich mittelfristig ändern – auch auf Kommunalebene. Ein weiterer Grund, warum sie mit ihrem Regionalbüro in der Region Präsenz zeigt. Die Zusammenarbeit mit den Orts- und Kreisverbänden laufe gut, aber die Partei sei noch nicht so stark wie sie sein könnte. Bei den Landratswahlen hoffe sie auf ein gutes Ergebnis ihres Parteikollegen Norbert Mages. Als Rückenwind für die Kommunalwahlen.

Bis dahin will Walter-Rosenheimer der Politikverdrossenheit entgegenwirken, der Politik ein Gesicht geben und mit Inhalten punkten. Bezogen auf die Region macht sie sich etwa für weniger Flächenfraß – Beispiel Scherm – einen dritten Nationalpark und den Ausbau der B16 stark. „Die Verkehrsströme müssen gelenkt werden – wir sind ja nicht realitätsfern.“

Das Regionalbüro von Beate Walter-Rosenheimer ist immer montags von 10 bis 12 Uhr und freitags von 17 bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 0841-14262587 erreichbar. Alternativ unter der E-Mail-Adresse beate.walter-rosenheimer.ma72@bundestag.de

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