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Jubiläum

05.09.2018

Alte Musik vor Industriekulisse

Diesen Sonntag beginnen die 10. Barocktage Schrobenhausen der Freunde der Alten Musik mit der Barockoper „Diana amante“. Weitere Veranstaltungen finden am Wochenende 15. und 16. September statt. <b>Foto: Kulturbüro/Sabine Beck</b>
Bild: Kulturbüro/Sabine Beck

Die 10. Schrobenhausener Barocktage stehen unter dem Motto „bayern!“

Schrobenhausen 2018 feiern die Barocktage Schrobenhausen ihr zehnjähriges Jubiläum und widmen sich, auch im Rahmen von 100 Jahre Freistaat Bayern und unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Markus Söder, ganz der Barockmusik. Die Schrobenhausener Barocktage stehen unter dem Motto „bayern!“ und wollen damit ein Ausrufezeichen für diese musikalische Epoche im Freistaat setzen.

Mit einem einzelnen Konzert starteten die Barocktage vor zehn Jahren. Inzwischen hat sich das Festival zu einem Leuchtturmprojekt für sogenannte Alte Musik entwickelt, das vom Land Bayern, dem Bezirk Oberbayern, dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, der Stadt Schrobenhausen sowie zahlreichen Unternehmen gefördert und gesponsert wird. Internationale Stars der Barockmusikszene kommen gerne in die Stadt und genießen die ungezwungene Atmosphäre und den persönlichen Kontakt zum Publikum.

Zum Jubiläum rückt der künstlerische Leiter Jakob Rattinger die bayerische Barockmusik in den Fokus. Den Auftakt des Festivals am Sonntag, 9. September, um 19.30 Uhr bildet eine besondere Inszenierung eines selten gehörten Werks: die Münchner Oper „Diana amante“ von Giuseppe Bernabei. Unter der Regie von Ann Allen kommen für die halbszenische Inszenierung virtuose Barockmusiker und Sänger sowie Tänzer des Münchner Ensembles „La Danza“ zusammen. Die Oper findet im ungewöhnlichen Ambiente der Alten Schweißerei der Bauer AG in Schrobenhausen statt. Alte Musik und Tanz in industrieller Kulisse schlagen einen Bogen in die Gegenwart.

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In einem Konzert für Maximilian II. Emanuel von Bayern gehen die Barocktage am Samstag, 15. September, um 19.30 Uhr im Konferenzgebäude der Bauer AG den musikalischen Reisen des blauen Kurfürsten nach. Der umstrittene bayerische Herrscher, der unter anderem die Schlösser Nymphenburg und Schleißheim errichtete, hielt engen Kontakt zur französischen Musikszene und besucht sogar Konzerte in Paris und Versailles und brachte diese Einflüsse zurück in seine Heimat.

Eine besondere Forschungsarbeit über die Gambe in Bayern stellt Musikwissenschaftlerin Dr. Margret Scharrer, eine Spezialistin für die Musik am Hofe Max Emanuels, am Sonntag, 16. September, um 10.30 Uhr beim Künstlergespräch mit Intendant Jakob Rattinger im Spiegelsaal der Stadtsparkasse Schrobenhausen vor. Die Wissenschaftlerin beleuchtete im Auftrag des Vereins Freunde der Alten Musik die Epoche in Bayern und stellt ihre spannenden Erkenntnisse im ungezwungenen Gespräch vor.

Am Sonntagabend um 19.30 Uhr verabschieden sich die Barocktage Schrobenhausen mit dem beim Publikum beliebtesten Events der vergangenen Jahre, dem Wandelkonzert durch das historische Pflegschloss. Die Zuhörer lustwandeln durch die verschiedenen Räume, hinter jeder Tür erwarten sie musikalische Höhepunkte, kleine Theatereinlagen und üppige Dekorationen, die das Wandelkonzert zu einem Erlebnis für alle Sinne machen. Dabei werden verschiedene barocke Musikschätze aus Bayern und Entdeckungen der Reisen des Blauen Kurfürsten Max Emanuel zu erleben sein. (nr)

Karten für die Barocktage sind bei allen regionalen Ticket-Vorverkaufsstellen und über www.ticket-regional.de erhältlich.

www.barockmusik.info

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