Newsticker
Zahl der Neuinfektionen steigt im Vergleich zur Vorwoche leicht an
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Betrüger locken Anleger mit Traumrenditen

Ingolstadt

10.01.2019

Betrüger locken Anleger mit Traumrenditen

Von großen Renditeversprechungen hat sich mancher Anleger locken lassen. Oft stecken Betrüger dahinter, warnt die Polizei.
Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Auf fingierten Internetseiten werden binäre Optionen angeboten. Rund um Ingolstadt sind bereits zahlreiche Anleger zum Opfer geworden.

Sie versprechen Traumrenditen, doch die Investition in sogenannte binäre Optionen endet für viele Anleger in einem Albtraum. Seit einem knappen Jahr darf eine solche hoch riskante Anlageform deshalb nicht mehr an Kleinanleger vermittelt werden, die Angebote sind mittlerweile also illegal. Dennoch sind etliche Privatpersonen auf die Gewinnversprechen hereingefallen, der Schaden liegt bei rund 70.000 Euro. Die Kriminalpolizei Ingolstadt warnt deshalb vor Angeboten dieser Anlageform.

Bei binären Optionen handelt es sich grundsätzlich um eine am Finanzmarkt zulässige Anlageform. Jedoch hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) im März 2018 ein Verbot der Vermarktung und des Vertriebs an Kleinanleger zu deren Schutz erlassen. Seitdem dürfen Privatpersonen solche Optionen nicht mehr erwerben.

Oft werden die Anlegern von den Betrügern angerufen

Trotzdem bieten betrügerische Anbieter weiterhin binäre Optionen Kleinanlegern im Internet an. Wie die Polizei mitteilte, stellen die Täter dabei Internetseiten online, die den Eindruck von Handelsplattformern vermitteln. Den Opfern, die sich von den offerierten hohen Gewinnspannen zunächst zu kleineren Geldüberweisungen verleiten lassen, werden anfangs virtuell hohe Gewinne suggeriert, sodass diese in der Folge häufig höhere Summen für den angeblichen Optionshandel überweisen. Zum Teil erfolgen sogar Telefonanrufe von angeblichen Brokern, die ihre Opfer überzeugen wollen, höhere Beträge anzulegen. Tatsächlich werden die überwiesenen Geldbeträge aber nie für eine derartige Anlage verwendet. Dasselbe gilt für Aktien, Devisen und Kryptowährungen, die ebenfalls auf den Internetseiten angeboten werden, aber keinen realen Hintergrund haben. Die Vorgehensweise der Betrüger ist damit vergleichbar mit sogenannten Fakeshops, in denen nicht existente Waren angeboten werden.

Im Raum Ingolstadt haben die Anleger rund 70.000 Euro verloren

Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat in ihrem Zuständigkeitsbereich, vor allem während des zweiten Halbjahres 2018 eine Zunahme derartiger Betrugsfälle festgestellt. Knapp 70.000 Euro verloren die dabei betrogenen Anleger. Die Ermittler des Betrugsdezernats schließen nicht aus, dass es weitere Fälle gibt, die von den Geschädigten gar nicht angezeigt wurden.

Die Kriminalpolizei gibt deshalb folgende Tipps:

 - Beachten Sie, dass der Verkauf, die Vermarktung und der Vertrieb von binären Optionen an Kleinanleger nicht zulässig ist!

- Seien Sie misstrauisch bei Angeboten im Internet, die hohe Gewinne mit der Geldanlage in binäre Optionen versprechen!

- Bevor Sie Geld über Internetplattformen anlegen, informieren Sie sich bei unabhängigen Quellen über die Seriosität der Anbieter und das angebotene Produkt!

Informationsquellen hierfür können beispielsweise die Verbraucherzentralen (www.verbraucherzentrale.de) oder die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (www.bafin.de) sein. (nr)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren