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Corona: Jetzt zählen Worte und Taten

Corona: Jetzt zählen Worte und Taten
Kommentar Von Norbert Eibel
19.03.2020

Plus Kommunalpolitiker melden sich jetzt zu Wort und fordern die Menschen auf, in Pandemiezeiten vernünftig zu sein.

Führungsqualität – das war bis eben in unserer Spaßgesellschaft eine beinahe obsolete Charaktereigenschaft. Doch Corona ändert alles. Seit das unheimliche Virus unseren Alltag komplett auf den Kopf gestellt hat, sind Taten gefragt. Man muss kein CSU-Wähler sein und erst recht nicht zum Markus-Söder-Fanklub gehören, um dem Ministerpräsidenten Respekt zu zollen. In der Krise geht er voran, übernimmt Verantwortung und überzeugt ob seines unaufgeregten aber bestimmten Auftretens. Auf ähnliche Worte hat man aus Berlin bislang warten müssen.

Die Corona-Pandemie überrollt uns in Zeitlupe

Fairerweise muss man sagen, die Corona-Pandemie überrollt uns wie eine Naturkatastrophe in Zeitlupe. Es gibt keine Blaupause für das richtige Verhalten in Zeiten wie diesen. Zu lange war das Virus für uns weit weg, fühlten wir uns wenig betroffen. Das galt bis zum Wochenende auch für Neuburg-Schrobenhausen. Mittlerweile gibt es zehn Fälle im Landkreis. Wer am Donnerstag die Regierungserklärung von Markus Söder gehört hat, weiß, warum in Mitterteich Corona grassiert. In der Stadt in der Oberpfalz wurde als erstes eine Ausgangssperre verhängt, die Menschen dort sollen sich auf einem Starkbierfest angesteckt haben. Auch bei uns wurde bis vor Kurzem noch derbleckt, gelacht und getrunken.

Ob wir mehr Glück als Verstand hatten, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Umso wichtiger ist es, dass sich Landrat Peter von der Grün jetzt zu Wort gemeldet hat und öffentlich kommuniziert, was die ständig tagenden Krisenstäbe am Landratsamt in den vergangenen Tagen in die Wege geleitet haben. Wichtig ist im Moment zu handeln, aber auch unmissverständlich darüber zu sprechen. Damit noch der Letzte kapiert, was die Stunde geschlagen hat!

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