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Ingolstadt

24.01.2019

Das neue Kunstmuseum in Ingolstadt wird immer teuerer

Das neue Museum für Konkrete Kunst in der Gießereihalle in Ingolstadt
2 Bilder
Das neue Museum für Konkrete Kunst in der Gießereihalle in Ingolstadt
Bild: Querkraft Architekten Wien

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt ist zu klein. Ein Neubau soll entstehen. Doch die Kosten sind explodiert. Wie geht es jetzt weiter?

Schon kurz, nachdem das Museum für Konkrete Kunst im Jahr 1992 in der Donaukaserne an der Tränktorstraße eröffnet hatte, wurde klar: Die Räume sind zu klein. Ein Ort für den Neubau wurde schließlich gefunden. Entstehen sollte das neue Museum für Konkrete Kunst und Design (MKKD) auf dem Gießereigelände. Doch dann begannen die Probleme. Und obwohl bereits seit zweieinhalben Jahren gebaut wird, ist die Zukunft des Neubaus erneut wieder ungewiss.

Einst war ein monumentaler Wolkenbügel zur Donau hin vorgesehen, der das Museum beherbergen sollte. Doch aus dem Entwurf aus dem Jahr 2000 wurde nichts. Jahrelang war darüber gestritten worden und 2010 kam dann das endgültige Aus: Architekt Stephan Braunfels hatte die Unterlagen zu spät eingereicht, für die anderen Vorschläge fand sich keine Mehrheit. Es wurde umgeplant. Das Museum sollte nun in die denkmalgeschützte alte Gießereihalle ziehen.

Der Neubau des Museums soll unter der Erde entstehen

Den Zuschlag erhielt schließlich ein Vorschlag, der unter dem Begriff „Wiener Entwurf“ des Architekturbüros Querkraft bekannt ist. Er sieht einen Museumsneubau tief unten in der Erde vor, auf 2000 Quadratmetern sollen künftige die Exponate des Museums zu sehen sein.

In der ebenerdigen Halle soll es Gastronomie, einen kleinen Laden und einen frei zugänglichen Ausstellungsbereich geben. So weit die Planungen, bei den Kosten ging man anfangs von rund 15 Millionen Euro aus. Doch diese Summe ist längst hinfällig. Da in dieser ersten Schätzung entscheidende Bereiche nicht abgedeckt waren, segnete der Stadtrat schließlich ein Budget von 25,3 Millionen ab. Mitte 2016 rückten die Bagger an und man merkte: Auch dieses Geld reicht nicht. So hatten die Arbeiter immer wieder mit Grundwasser zu kämpfen, außerdem waren die Archäologen im historischen Boden der Gießereihalle fündig geworden. Unter anderem verzögerte die Insolvenz einer der beteiligten Firmen die Arbeiten, was die Kosten weiter in die Höhe trieb. Genauso wie steigende Baupreise.

Die Ingolstädter CSU-Fraktion will die Kosten nicht weiter mittragen

Die CSU-Fraktion im Ingolstädter Stadtrat will nun auf die Bremse treten. „Es müssen dringend Wege der Kostenbegrenzung aufgezeigt werden“, heißt es in einem Schreiben. Denn die Fraktion will eine weitere Kostensteigerung auf aktuell 32,5 Millionen Euro nicht mehr mittragen. Nun hat die Bauverwaltung die Aufgabe herauszufinden, wo sich beim Bau noch Geld einsparen ließe. Von einer möglichen „Modifizierung der konkreten Bauausführung“ ist die Rede. Konkreter wird Fraktionsvorsitzende Patricia Klein in ihrem Schreiben nicht. Zu hören ist jedoch, dass die Gastronomie auf den Prüfstand kommen soll. Zusätzlich sollen alle Fördermöglichkeiten ausgelotet werden.

Inzwischen sind bereits 10,5 Millionen Euro verbaut worden

Doch was, wenn die Kosten nicht im Rahmen bleiben? Will die CSU das Projekt dann beerdigen? „Es steht für uns außer Frage: Wir wollen das neue MKKD“, heißt es gleich zu Beginn der CSU-Mitteilung und auch Oberbürgermeister Christian Lösel hat bei der Neujahrsansprache sein Bekenntnis zum Neubau deutlich gemacht. Immerhin sind mittlerweile laut Auskunft der Stadt bereits 10,5 Millionen Euro verbaut worden, ein Zurück wäre kaum noch möglich. Aktuell sind – soweit es das Wetter zulässt – Zimmerer und Spengler am Werk, außerdem wird an den Fenstern gearbeitet. Nach Auskunft von Stadtsprecher Michael Klarner soll die anvisierte Eröffnung des Kunstmuseums 2020 eingehalten werden.

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