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Arbeitsagentur

07.01.2021

Die Zahl der Arbeitslosen steigt

Die Arbeitslosenquote in der Region liegt bei 2,7 Prozent. Die offenen Stellen werden weniger

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind zum Jahresausklang weiter zu spüren – neben saisonalen und witterungsbedingten Einflüssen. Das sagt Johannes Kolb, Leiter der Arbeitsagentur in Ingolstadt, die zuständig ist für die gesamte Region 10. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen liegt deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Zugang und Bestand an offenen Stellen weisen ein klares Defizit im Vergleich zu Dezember 2019 auf und die aktuellen Beschäftigungszahlen belegen den rückläufigen Trend. Dass diese Bilanz, angesichts der derzeitigen Rahmenbedingungen, vergleichsweise moderat ausfalle, sei vor allem ein Verdienst der umfangreichen Stabilisierungsmaßnahmen, bilanziert Kolb die Entwicklung für den letzten Monat des Jahres 2020.

Im Dezember waren im Bereich der Agentur für Arbeit Ingolstadt insgesamt 7842 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vorjahresvergleich eine Zunahme um 2177, gegenüber dem Vormonat November ein Anstieg um 217 Bürger. Dies hat einen leichten Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent zur Folge (Vorjahr: 2,0 Prozent). Insbesondere für Langzeitarbeitslose wird es zunehmend schwieriger, eine adäquate Tätigkeit zu finden. Mehr als 1500 Betroffene sind aktuell länger als ein Jahr ohne Beschäftigung.

Mit Sorge verfolgt Johannes Kolb den Rückgang bei Zugang und Bestand an offenen Stellen: „Dies ist zum Teil jahreszeitlich bedingt, allerdings herrscht bei den Betrieben Vorsicht und Zurückhaltung bei Neueinstellungen vor.“ 525 Vakanzen wurden den Vermittlungsfachkräften der Agentur für Arbeit Ingolstadt im Dezember neu gemeldet, 126 weniger als ein Jahr zuvor. Der Stellenbestand belief sich zum Jahresende 2020 auf 3011, 1205 Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr.

Die Situation im Bereich der Kurzarbeit ist nach wie vor angespannt. Seit Beginn der Pandemie im März des vergangenen Jahres zeigten insgesamt knapp 5800 Betriebe einen Arbeitsausfall an.

„Neben dem Abfedern der Pandemiefolgen wird es für den Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt in unserem Agenturbezirk von großer Bedeutung sein, Strukturwandel und Strukturentwicklung zukunftsorientiert fortzuführen. Mit einem erweiterten und vielseitigen Angebot zu Beratung und Qualifizierung werden wir als Agentur für Arbeit Ingolstadt hierzu unseren Beitrag leisten“, erklärt der Agenturleiter. Eine detaillierte Jahresbilanz 2020 stellt die Agentur für Arbeit Ingolstadt im Laufe des Januars vor.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit im Dezember witterungs- und pandemiebedingt angestiegen. Zum Ende des Berichtsmonats wurden 1472 Personen als arbeitslos gezählt, 94 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Landkreisbürger um 346 (30,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber November um 0,2 Punkte auf 2,6 Prozent (Vorjahr: 2,0 Prozent). Der Bestand an vakanten Stellen beträgt 546, was gegenüber dem Vormonat eine Zunahme um vier, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 259 bedeutet.

Im Stadtgebiet Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen im Berichtsmonat Dezember geringfügig verringert. Sie sank um 43 Personen auf 3040, was im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 711 (30,5 Prozent) bedeutet. Dies ergibt eine aktuelle Arbeitslosenquote von 3,7 Prozent (Vormonat: 3,8 Prozent, Dezember 2019: 2,9 Prozent). Aktuell gibt es 1053 unbesetzte Stellen, 73 weniger als im Vormonat, 382 weniger als im Vorjahr.

Im Landkreis Eichstätt nahm die Zahl der Beschäftigungssuchenden – auch jahreszeitlich bedingt – zu. Zum Stichtag waren insgesamt 1531 Personen arbeitslos gemeldet, 90 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um 479 Arbeitslose (45,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Dezember 2,0 Prozent (Vormonat: 1,9 Prozent, Vorjahr: 1,4 Prozent). 608 Arbeitsstellen, und damit drei mehr als im November, allerdings 256 weniger als vor Jahresfrist, sind den Vermittlungsfachkräften als vakant gemeldet.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Pfaffenhofen verspürt ebenfalls den ersten kalten Atem von Väterchen Frost. Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten hat sich zum Jahresausklang um 76 Personen auf 1799 erhöht. Gegenüber Dezember 2019 bedeutet dies einen Anstieg um 641 (55,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,4 Prozent (Vormonat: 2,3 Prozent, Vorjahr: 1,5 Prozent). Das Arbeitsplatzangebot umfasst 804 offene Stellen, 17 weniger als im Vormonat, 308 weniger als vor einem Jahr. (nr)

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