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29.10.2008

Ein Gedenkstein für Johann Peter Kling

Klingsmoos l ukü l Böllerschüsse krachten, die Bürgermeister Friedrich Kothmayr aus Karlskron (Sterbeort von Kling) und Martin Theis aus Hergenfeld (Geburtsort) enthüllten den Gedenkstein für Johann Peter Kling in dem nach ihm benannten Klingsmoos. Er steht unweit des von-Kling-Weges vor der katholischen Pfarrkirche St. Josef.

Zu dem Festakt, der musikalisch von der Königsmooser Musi umrahmt wurde, konnte Bürgermeister Heinrich Seißler zahlreichen Gäste, unter ihnen Landrat Roland Weigert, Altbürgermeister Johann Kober, die ehemalige Bürgermeisterin Auguste Schmid, Rosenkönigin Sabrina Centmayer, zahlreiche Gemeinderäte und viele Klingsmooser Bürgerinnen und Bürger begrüßen.

Obwohl der am 28. März 1749 in Hergenfeld geborene Johann Peter Kling für das Kurfürstentum Bayern viel geleistet hat, war er in seinem Geburtsort bis vor sieben Jahren nicht bekannt, berichtete Ortsbürgermeister Martin Theis, der mit einer Delegation mit dem Rüdesheimer Verbandsbürgermeister Wolfgang Ginz, der Nahe-Weinkönigin Christine Dautermann und der Soonwaldfee Daniele Groß an der Spitze zur Gedenksteinenthüllung angereist war. Friedrich Centmeier war es, der die Hergenfelder aufklärte und sich mit dem Besuch des Geburtsorts des vom Landesherrn nicht geadelten, von den Mösler aber wegen seines Einsatzes für das Donaumoos sehr wohl geadelten Kling einen Herzenswunsch erfüllt hat.

Mit dem Besuch Centmeiers ist eine freundschaftliche und herzliche Verbundenheit zwischen Hergenfeld und Klingsmoos entstanden, so Theis.

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Kling war auch für die Ansiedlung im Rosenheimer Moos zuständig, berichtete Heimatpfleger Heribert Greiner, der mit einer Delegation aus der Königsmooser Partnergemeinde Großkarolinenfeld mit Altbürgermeister Günther Schramm an der Spitze an dem Festakt teilnahm.

Vor Ort kümmerte sich zwar Matthias von Schilcher um die protestantischen Siedler und führte sie mit den alteingesessenen Katholiken zusammen, aber Kling bestimmte den Platz für die erste protestantische Kirche. Er schrieb in einem Bericht: "Das Moos ist von anderer Beschaffenheit als das Donaumoos, es ist das beste in Bayern." Zu Ehren Klings hat Großkarolinenfeld eine Straße nach ihm benannt.

Den Lebensweg vom Dorfschullehrerkind über Hofkammerrat und Reformer der Forsten in der Kurpfalz und Bayern bis hin zum Moorspezialisten mit eigenem Versuchsgut in Probfeld schilderte Museumsleiter Friedrich Koch vom Freilichtmuseum Donaumoos. Johann Peter Kling starb am 17. Dezember 1808 am Nervenfieber in Probfeld und wurde in Karlskron beerdigt. Sein Grab existiert allerdings nicht mehr.

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