1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Ein Meilenstein für mehr Kinderschutz

Vertrag

18.05.2019

Ein Meilenstein für mehr Kinderschutz

Vertreter der Kommunen und Landkreise unterzeichneten die interdisziplinäre Vereinbarung zum Kinderschutz im Dienstleistungszentrum des Landratsamts Eichstätt: Peter von der Grün (Neuburg-Schrobenhausen), Christian Lösel (Ingolstadt), Anton Knapp (Eichstätt) und Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf (v.l.).
Bild: Landratsamt

Landkreise und Stadt Ingolstadt beschließen Kooperation in der Region 10

Eine interdisziplinäre Vereinbarung zum Kinderschutz in der Region 10 unterzeichneten die Landräte Peter von der Grün (Neuburg-Schrobenhausen), Martin Wolf (Pfaffenhofen), Anton Knapp (Eichstätt), und Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel mit den Vertretern der regionalen Kliniken, um die Zusammenarbeit zwischen Jugendämtern und Krankenhäusern zu stärken. Dadurch soll nun ein schnelleres und abgestimmtes Handeln im Fall einer Gefährdung des Kindswohls möglich sein. „Das ist ein großer Fortschritt und ein wichtiger Meilenstein für noch mehr Kinderschutz“, betonte Landrat Martin Wolf. Und es sei ein Beweis für die gute und enge Zusammenarbeit in der Region.

Alle Beteiligten waren nach der Unterzeichnung der Vereinbarung sichtlich erfreut, dass die diversen vorbereitenden Gesprächsrunden zu einem guten Ergebnis geführt haben. 20 Gesprächspartner aus der gesamten Region hatten im Vorfeld in einer Arbeitsgruppe die Vereinbarung auf den Weg gebracht. Anlässlich der Vertragsunterzeichnung wurden die Ziele dieses Netzwerks nochmals vorgestellt. Gewalt an Kindern sei leider eine „gesellschaftliche Realität“, so Eichstätts Jugendamtsleiter Siegmund Hammel. Insgesamt gehen bei den vier Jugendämtern in Pfaffenhofen, Ingolstadt, Eichstätt und Neuburg jährlich rund 500 Mitteilungen über Kindeswohlgefährdungen ein. Gerade die Ämter, die täglich mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, sind aber bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Aufgaben auf die Zusammenarbeit mit Kliniken und Ärzten angewiesen. Die Ärzte haben diesbezüglich oft eine Schlüsselfunktion und können Gefährdungen der Kinder früh erkennen und Hinweise für Hilfestellungen geben.

Medizin und Jugendhilfe haben ein gemeinsames Interesse, Kinder und Jugendliche zu schützen. Im Zuge dieser Kooperation können die beiden Stellen, auch landkreisübergreifend, Hilfe und Lösungen bieten, wo der jeweils andere nicht mehr weiterkommt. Auf die Praxis bezogen heißt das zum Beispiel: Das Krankenhaus stellt eine Kindeswohlgefährdung fest. Das Jugendamt kann dann eine entsprechende schützende Maßnahme ergreifen, wenn zum Beispiel häusliche Gewalt im Spiel ist.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

Auf örtlicher Ebene habe die Zusammenarbeit „auf kurzem Weg“ oft schon recht gut funktioniert, jetzt werde die Kooperation durch die regionale Vereinbarung noch effizienter, verlautete es bei der Veranstaltung. Dies betrifft Fälle, in denen das Kind in einem Landkreis wohnt und in einem anderen behandelt wird.

Auf der Basis der jetzt unterzeichneten Vereinbarung soll im Herbst gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie auch die niedergelassenen Ärzte mit in die Kooperation aufgenommen werden können. (nr)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20Patrick-Cashin-photo-2018-002.tif

Mozart Klavierkonzert im Più Piano

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser Morgen-Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen