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Neujahrsempfang

15.01.2019

Eine Stadt für die nächste Generation

Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel begrüßte beim Neujahrsempfang im Stadttheater über 1200 geladene Gäste. Unter ihnen waren auch Polizeipräsident Günther Gietl (links) und der Audi-Werkleiter Albert Mayer (rechts).
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Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel begrüßte beim Neujahrsempfang im Stadttheater über 1200 geladene Gäste. Unter ihnen waren auch Polizeipräsident Günther Gietl (links) und der Audi-Werkleiter Albert Mayer (rechts).

Der Oberbürgermeister skizziert seine Vorstellungen, wie sich Ingolstadt in den kommenden Jahrzehnten entwickeln könnte. Sein Credo lautet: „Unseren Kindern das Beste!“

Am Anfang stand wie immer das große Defilee: Oberbürgermeister Christian Lösel schüttelte im Foyer des Stadttheaters Hände um Hände, immerhin gut 1200 Gäste waren in diesem Jahr zum Neujahrsempfang gekommen. Sie alle hörten eine Rede, die Lösel unter das Motto gestellt hatte „Den Kindern das Beste“.

Das Thema kam nicht von ungefähr. Immerhin sind im vergangenen Jahr so viele Ingolstädter Kinder geboren worden wie nie zuvor: genau 1641. In den vergangenen zehn Jahren waren es rund 13.500 Neugeborene – das entspricht der Einwohnerzahl Manchings. Viele von ihnen werden 90 oder gar 100 Jahre alt werden, glaubt man der Statistik. Und einige von ihnen werden wohl all diese Jahrzehnte in Ingolstadt verbringen. Wie wird diese Stadt dann aussehen, wie wird sie sich wandeln? All das skizzierte Lösel in seiner rund einstündigen Ansprache. Sein Fazit: Das Ingolstadt der Zukunft soll vor allen Dingen grün, intelligent und sozial sein. Und eine Heimat sein für all diejenigen, die in der Stadt leben. Ein neuer Image-Film, der zu Beginn der Veranstaltung gezeigt wurde und auf dem Youtube-Kanal der Stadt zu sehen ist, hatte genau das zum Thema. „Großstadt auf dem Papier, Kleinstadt im Herzen“, heißt es da. Doch die Stadt muss einen Spagat schaffen, so Lösel. Zwischen Heimat und Verwurzelung auf der einen Seite und Aufbruch und Modernität auf der anderen Seite.

Diese Heimat soll in Zukunft vor allen Dingen grün bleiben. Lösel verwies auf das Eine-Million-Bäume-Projekt der Stadt. Innerhalb einer Generation sollen vor allen Dingen im zweiten und dritten Grünring um die Stadt zahlreiche Bäume gepflanzt werden. Doch Ingolstadt soll gleichzeitig eine Stadt der Mobilität bleiben. Obwohl die Autoindustrie aktuell in einer tiefen Krise steckt. Lösel betonte: „Wir müssen in Deutschland deshalb umgehend aufhören, unsere Leitindustrie zu beschädigen.“

Für Lösel bedeutet Mobilität aber mehr als nur das Auto. Es gehört der öffentliche Nahverkehr für ihn genauso mit dazu wie neue Formen der Fortbewegung. Er selbst weiß, dass seine Vision von Ingolstadt als Stadt der Flugtaxis von vielen belächelt wurde und immer noch wird. Doch: „Viele haben inzwischen verstanden, dass es dabei um Entwicklung und Erforschung einer neuen Technologie – und um Arbeitsplätze von morgen geht.“ Einst war Ingolstadt eine bedeutende Universitätsstadt – und genau diese Bedeutung bei Wissenschaft und Forschung soll die Stadt wieder erlangen mit der THI und der KU. Lösel verwies auf Projekte wie das Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz. „Ingolstadt wird damit deutschlandweit in die erste Liga der Künstlichen Intelligenz aufsteigen“, prophezeite Lösel. Nicht zuletzt will sich Ingolstadt für die nächste Generation als soziale und familienfreundliche Stadt aufstellen. Dafür braucht es auch keine Vision mehr, da rücken bereits die Bagger an. Denn aktuell werden bereits hunderte von neuen Krippen- und Kindergartenplätzen geschaffen. Außerdem werden zahlreiche Schulen neu gebaut oder saniert. Dazu gehören die Emmi-Böck-Schule oder die FOS/BOS Auf der Schanz.

Dass es mit dem Bevölkerungswachstum ähnlich weitergehen könnte, zeigt die Zahl der Eheschließungen. So hoch wie im vergangenen Jahr war sie noch nie.

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