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Neuburg-Schrobenhausen

28.06.2020

Ferienspaß mit Maske – das geht!

Trotz Corona-Pandemie findet im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ein Ferienprogramm statt, wenngleich kleiner als sonst. Der Kreisjugendring will nicht nur die Gemeinden mit Spielmobilen besuchen, sondern plant auch Bootsfahrten auf der Donau und E-Mountainbike-Touren durch den Landkreis. 
Bild: Stephan Klingler (Symbolfoto)

Plus Im Sommer gibt es im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen wieder ein Ferienprogramm. Warum trotz Corona-Lockerungen weniger Veranstaltungen angeboten werden.

Eine Bootsfahrt auf der Donau, ein Nachmittag bei der Feuerwehr oder ein Blick in die Backstube – die Sommerferien bieten selbst ohne Strandurlaub große Abenteuer. Statt Schule und Hausaufgaben können Kinder und Jugendliche dank der Ferienprogramme der Gemeinden und des Landkreises viel erleben. Zumindest war es bisher so. In diesem Jahr sind die Auswirkungen der Corona-Pandemie aber am Umfang des Angebots deutlich zu bemerken. Am kommenden Mittwoch, 1. Juli, startet die Online-Anmeldung für das Freizeitprogramm im ganzen Landkreis.

Alle jungen Reiter und Pferdefreunde aufgepasst: In diesem Sommer wird ein Voltigier-Kurs angeboten. 
Bild: Diana Zapf-Deniz

Der Kreisjugendring Neuburg-Schrobenhausen (KJR) hat in diesem Jahr trotz Corona ein vielfältiges Angebot auf die Beine gestellt. Wenngleich deutlich reduzierter als sonst. „Wir haben massive Einbrüche“, sagt Geschäftsführer Guido Büttner. Statt über 200 verschiedene Veranstaltung seien derzeit lediglich 57 Angebote fix, weiß der KJR-Chef. „Es hat sich bestätigt, was ich bereits vor ein paar Monaten prognostiziert habe“, sagt Büttner auf telefonische Nachfrage. Wegen der Pandemie wurden Großveranstaltungen wie die Kinderspielstadt „Neusobpolis“ und die große Schulabschlussfeier „River-Beats“ gestrichen. Auslandsfahrten wurden vorsorglich auf das nächste Jahr verschoben.

KJR-Ferienprogramm: Die Betreuer gehören häufig zur Risikogruppe

Nicht nur die Hygienebestimmungen machen dem KJR bei der Planung des Ferienprogramms Schwierigkeiten. Viele ehrenamtliche Helfer zählen altersbedingt zur Risikogruppe und fallen aus. Bei den jüngeren Helfern sieht es nicht besser aus: Ein Großteil habe bereits während des Lockdowns den Urlaub aufgebraucht, erklärt Büttner. Erschwerend komme hinzu, dass dem KJR deutlich weniger Praktikanten zur Verfügung stehen, schildert der Geschäftsführer die schwierigen Bedingungen in diesem Corona-Sommer.

Ferienspaß mit Maske – das geht!

Welche Kurse und Aktionen in den großen Ferien geplant sind, wollte Büttner noch nicht verraten. Das Geheimnis werde mit dem Online-Ferienpass am kommenden Mittwoch, 1. Juli, gelüftet. Die Sicherheit stehe aber an erster Stelle, weshalb alle Veranstaltungen hinsichtlich der Corona-Regeln geprüft werden, betont Büttner. Bei der digitalen Anmeldung werden zudem noch genauere Informationen vermerkt, wie beispielsweise, ob die Kinder eine Maske mitbringen müssen oder nicht. Zu den Angeboten zählen ein Voltigier-Kurs und eine Donaubootsfahrt mit Kanadier. Außerdem wird ein Spielmobil die Gemeinden im Kreis besuchen. Mit der Aktion werde der Ausfall einiger Veranstaltungen im Kreis abgefedert, erklärt Büttner.

Manche Gemeinden in Neuburg-Schrobenhausen bieten ein Ferienprogramm an

Neben dem landkreisweiten Ferienprogramm haben viele Kommunen in der Vergangenheit noch eigene Ferienprogramme exklusiv für die Gemeindekinder ausgearbeitet. Aufgrund der Corona-Krise gibt es nicht in allen Kreisgemeinden ein extra Angebot. In Karlshuld werde heuer das Ferienprogramm aus Sicherheitsgründen leider ausfallen, sagt Beatrix Müller von der Gemeindeverwaltung. In der Gemeinde Ehekirchen müssen die Kinder und Jugendlichen ebenfalls auf das Ferienprogramm verzichten. Zwar seien die Corona-Beschränkungen inzwischen gelockert, aber das sei für die Vorbereitung eines Ferienprogramms viel zu kurzfristig, erklärt Ehekirchens Geschäftsleiter Stefan Fäustlin auf Nachfrage. In den Marktgemeinden Rennertshofen und Burgheim fällt der Ferienspaß in diesem Sommer ebenso ins Wasser. Ganz anders verhält es sich in der Gemeinde Waidhofen. „Wir wollen es probieren“, sagt Waidhofens Bürgermeister Josef Fuchs. Das Programm werde eine willkommene Abwechslung sein, sagt Fuchs zuversichtlich. Die Gemeinden Karlskron und Langenmosen seien ebenfalls in der Planung eines Ferienprogramms nur für Gemeindekinder, weiß Fuchs.

Unvergessliche Ferienwochen bietet die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt an. Genau das Richtige für junge Forscher und Entdecker. 
Bild: IRMA

Sogar auf regionaler Ebene wird für Kinder und Jugendliche ein Programm angeboten: Die Initiative Regionalmanagement Region Ingolstadt, kurz IRMA, veranstaltet wieder ihre Ferienwochen. Die Ferienwochen haben zum Ziel, interessierten Kindern und Jugendlichen Neues zu vermitteln. Die Themenwochen greifen die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik sowie Medien, Nachhaltigkeit, Natur, Kunst und Kultur auf. „Bis vor Kurzem hatten wir lediglich zwei MINT-Ferienwochen im Sommer geplant. Nachdem sich aber abgezeichnet hat, dass die Chancen auf Präsenz-Angebote besserstehen und auch der Bedarf an aktiver Feriengestaltung groß sein wird, wollten wir das Angebot ausweiten und weitere Möglichkeiten schaffen“, erklärt IRMA-Geschäftsstellenleiterin Iris Eberl in einer Pressemitteilung. Die Online-Anmeldung für die Erlebniswochen der IRMA hat bereits begonnen.

Weitere Informationen und die Anmeldung für die Veranstaltungen finden Sie im Internet unter ferienpass.kjr-neusob.de und www.irma-ferienwochen.de.

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