Bundeswehr

29.03.2014

Hoffnung in Manching

Verteidigungsministerium verlagert das Waffensystemunterstützungszentrum 1 dorthin. Das bringt 280 neue Arbeitsplätze im militärischen Bereich. Aber das reicht noch nicht

Jede Krise ist auch eine Chance und die muss man nützen. Manching hat jetzt so eine Krise nutzen können. Während „Airbus Defence & Space“ (vormals Cassidian) vom angesagten Stellenabbau gebeutelt ist, gibt es aus dem ebenfalls in Manching angesiedelten militärischen Luftfahrtbereich sehr gute Nachrichten.

Auslöser ist eine Krise, in diesem Fall aber eine in Erding. Von dort werden Dienststellen abgezogen. Davon profitiert jetzt Manching. Denn das Verteidigungsministerium hat zugesagt, dass das sogenannte Waffenunterstützungszentrum1 von Erding nach Manching verlegt wird. Damit verbunden sind immerhin 280 Dienstposten.

Aber es geht im Hintergrund um mehr als nur Stellen, denn diese Entscheidung fördert die strategische Ausrichtung des Militärflughafens in Manching enorm. Damit verbunden sind nämlich nicht nur die Wartung, sondern auch Tests, Abnahmeverfahren und die Nachrüstung von Militärmaschinen. „Der Standort Manching wird somit nachhaltig gestärkt, weil dort eine Konzentration stattfindet“, sagt der Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl, der sich in den vergangenen Wochen in Berlin intensiv für die Verlagerung nach Manching eingesetzt hat. Aus den Gesprächen schöpft Brandl auch Zuversicht für „Airbus Defence & Space“: „Ich hoffe, dass wir mit Airbus eine Lösung finden werden, die zumindest teilweise eine Auslastung der Produktion auch nach dem Jahr 2017 bringen wird“, sagte Brandl gestern zur Neuburger Rundschau.

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Die jüngste Entscheidung für den militärischen Bereich in Manching freut auch Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf. In Manching würden jetzt ideale Voraussetzungen geschaffen für eine Zusammenführung von Produktion, Forschung und Abnahme, sagt Wolf über die Entscheidung des Ministeriums. Er betont aber auch: „Wir sind damit zufrieden, aber wir sind noch nicht am Ziel.“ Denn der angekündigte Abbau von 1000 Stellen bei Airbus hängt wie ein Damoklesschwert über dem gesamten Standort. Wolf fordert von der Bundesregierung eine baldige positive Entscheidung zum Kauf weiterer Eurofighter sowie was die Entwicklung der unbemannten Luftfahrt anbelangt.

Auch Manchings Bürgermeister Herbert Nerb vergisst bei aller Freude über die Verlagerung des Waffensystemunterstützungszentrums 1 nicht den drohenden Stellenabbau im zivilen Bereich: „Das ist zwar sehr erfreulich, denn das gleicht natürlich was aus und da sind wir schon sehr froh darüber. Nichtsdestotrotz müssen bald die weiteren Entscheidungen fallen, was Airbus betrifft“, sagte Nerb gestern auf Anfrage unserer Zeitung.

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