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Neuburg

25.10.2016

Jetzt tut sich was beim Neuburger Nadelöhr

So könnte die zweite Donaubrücke aussehen.
Bild: Stadt Neuburg

Die Stadtbewohner haben mit ihrem Votum den Weg frei gemacht für die Planungen einer zweiten Donaubrücke. Doch wie sind die Reaktionen aus den Umlandgemeinden?

Die Neuburger haben entschieden: Fast 70 Prozent wünschen sich weitere Planungen für eine Ostumgehung mit zweiter Donaubrücke. 22853 Wahlberechtigte aus dem Stadtgebiet durften bei einer Bürgerbefragung abstimmen. Doch diese Verkehrsplanung betrifft nicht nur die Städter, sondern auch die Autofahrer aus dem Umland, die nicht mitstimmen durften. Die Neuburger Rundschau hat sich in den Rathäusern im Neuburger Umland umgehört.

Fridolin Gößl, Bürgermeister der westlichen Nachbargemeinde Oberhausen, hält das Votum pro Brücke für eine sehr gute Entscheidung. „Es ist wichtig, dass in Sachen Verkehrsplanung etwas in Gang gesetzt wird. Wo die Brücke am besten hinkommen soll, ob 100 Meter weiter rauf oder runter, das kann ich nicht beurteilen.“ Für die Oberhausener gehe es dabei um den Weg nach Ingolstadt. Gößl erinnert sich an vergangenen Mittwoch. „Da war der Unfall auf der Donaubrücke und ich hab’ einen Termin in Ingolstadt gehabt. Das war der reine Wahnsinn.“ Man habe da gut gesehen, wie wichtig es sei, sich Gedanken zu machen. „Wenn Stadt und Landkreis sich weiterentwickeln wollen, müssen die Verkehrsströme geleitet werden. Es geht darum, die weitere Entwicklung positiv zu gestalten.“

Tobias Gensberger befindet sich im Zwiespalt. Einerseits sagt das Gemeindeoberhaupt von Bergheim, „wir brauchen diese Brücke egal wie.“ Die Unterstaller Bürger und ein Großteil der Bergheimer sähen das genauso, ist er sich sicher. Allerdings sei zu befürchten, dass sich das Verkehrsaufkommen auf der Staatsstraße 2214 durch Bergheim erhöhen werde. „Und deshalb werden wir aktiv werden in den nächsten zwei bis drei Jahren.“ Das Straßenbauamt Ingolstadt habe der Gemeinde keine Hoffnung auf Unterstützung gemacht, deshalb werde man selbst über die Verkehrsführung nachdenken und ein Lärm- und Schallschutzkonzept erarbeiten. Eine Umgehungsstraße hält Gensberger für problematisch, da man sich jeder Entwicklungsmöglichkeit beraube. Den Süden brauche man fürs Gewerbe, der Norden sei der einzige Ort, um weitere Baugebiete auszuweisen.

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Wigbert Kramer, Bürgermeister von Rohrenfels, beglückwünscht erst einmal die Befürworter der Brücke. „Sie ist zwingend notwendig, Neuburg braucht die Brücke und die Landbevölkerung sowieso.“ Von Süden kommend müsse zwingend jeder in die Stadt, ober er hinein oder nur durch müsse. „Nach dem Bau der Osttangente können wir außen rum fahren und auch von Norden wieder rein.“ Ganz deutlich vor Augen geführt worden sei ihm das Neuburger Nadelöhr beim jüngsten Unfall auf der Donaubrücke. Wegen des Rückstaus sei er, obwohl zeitig losgefahren, zu spät zum Amtsgericht gekommen. „Ich bin Schöffe und das ist mir noch nie passiert. Zum Glück ist es allen anderen genauso gegangen.“

Heinrich Seißler, Bürgermeister von Königsmoos, gibt unumwunden zu, dass er eine zweite Donaubrücke für die weitere Stadtentwicklung für zwingend notwendig hält. „Nur so kann man die Verkehrssituation im Griff behalten. Und selbst wenn es momentan noch nichts bringt, wird es für die Zukunft wichtig sein, nur um den Status Quo zu erhalten.“

Johannes Schneider, Rathauschef in Egweil, sieht seine Gemeinde zwar nicht direkt betroffen, doch sind es nur neun Kilometer bis in die Stadt. „Ich krieg’ es von denen mit, die täglich nach Süden fahren und über die Donau müssen. Eine zweite Brücke ist für den Verkehr sicher vorteilhaft.“ Doch es gebe keine Vor- ohne Nachteile, weiß er, und nennt den Naturschutz oder eine erhöhte Lärmbelastung. „Allerdings bin ich zu weit weg und kann das nicht abschließend beurteilen.“

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26.10.2016

Da ich ja in der Englisch-Garten-Siedlung wohne werde ich in 8 Jahren mit dem surren des Verkehrslärms auf der neuen Donaubrücke leben müssen. Und dann kommen ja die neuen Industriegebiete dazu die sich an der neuen Umgehung ansiedeln werden. Schönen Gruß nach Herrenwörth.

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