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23.07.2010

Kleine Forscher in Kinderschuhen

Audi-Personalvorstand Werner Widuckel (links) und Wirtschaftsminister Martin Zeil lassen sich von einer Teilnehmerin des Technik-Camps ihr Wissen rund um's Auto erklären. Foto: Luzia Riedhammer
Bild: Luzia Riedhammer

Ingolstadt Bei dem einen hat's im Keller angefangen, beim Basteln mit seiner Modelleisenbahn. Ingenieur ist Martin Zeil zwar nicht geworden, dafür bayerischer Wirtschaftsminister. Bei Werner Widuckel waren es die Daniel Düsentrieb-Comics, die seine Begeisterung für die Technik weckten. So weiß der Audi-Personalvorstand aus eigener Erfahrung, dass die Techniker und Ingenieure von morgen schon von klein an die Möglichkeit haben müssen zum Experimentieren, zum Ausprobieren, zum Forschen.

Seit zehn Jahren nun gibt es die Initiative "Technik - Zukunft in Bayern?!" Sie hat sich genau dieses Ziel gesetzt: Jungen Menschen die Welt der Technik und Naturwissenschaften nahezubringen. Den Geburtstag feierten die Initiatoren gestern im Audi museum mobile.

Auf einem Erlebnisparcours konnten die Besucher die aktuell sieben Projekte der Initiative hautnah erleben. So ließen Kinder beim Projekt Miniphänomenta einen Luftballon über einem Verkehrshütchen schweben oder aber Mädchen zeigten, wie sie bei Technik-Camps die Faszination von Computern und Autos kennengelernt haben. Vertreter aus Wirtschaft und Politik wissen genau, weshalb sie diese Initiative, deren Träger das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) ist, unterstützen: Es droht ein massiver Fachkräftemangel, vor allem in Bayern, vor allem bei den Ingenieuren und Facharbeitern. Und wer dem entgegentreten will, der muss schon bei Kindern und Jugendlichen den Tüftlergeist wecken. So sollen bei einem Kindergartenwettbewerb bereits die Kleinsten von drei bis sechs Jahren für die Technik begeistert werden. In diesem Jahr haben sie wie wild geknipst in den Kindergärten und herausgefunden, dass man beim Fotografieren mit Licht richtig tolle Bilder malen kann.

Entscheidend für Widuckel jedenfalls ist es, dass der Nachwuchs etwas "für möglich denken soll, was keiner für möglich hält." Denn wie wusste schon Daniel Düsentrieb: "Dem Ingeniör ist nichts zu schwör."

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