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Rennertshofen

14.11.2019

Kommunalwahl: CSU und Aktive Bürger setzen auf Hirschbeck

Bürgermeister Georg Hirschbeck tritt mit diesem Kandidatenteam zur Kommunalwahl an. Mit im Bild der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Stefan Kumpf und Bezirksrätin Martina Keßler (von links). 
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Bürgermeister Georg Hirschbeck tritt mit diesem Kandidatenteam zur Kommunalwahl an. Mit im Bild der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Stefan Kumpf und Bezirksrätin Martina Keßler (von links). 
Foto: Michael Geyer

Die Kandidaten für den Gemeinderat in Rennertshofen wurden nominiert. Warum es eine gemeinsame Liste von CSU und Aktive Bürger gibt.

Georg Hirschbeck will es wieder packen. Bei der Nominierungsversammlung im Trugenhofener Schützenheim ernannten ihn 21 Unterstützer aus den Reihen der CSU und 14 von den Aktiven Bürgern (AB) mit einem einstimmigen Votum zum Bürgermeisterkandidaten. Fast ebenso deutlich fiel die Wahl der Listenkandidaten aus, wo eine einzige Namensstreichung lediglich als Schönheitsfehler angesehen werden darf.

Wie kam es zu dieser Listenvereinigung? Sie sei ebenso eine Liebesehe wie eine Zweckbeziehung, so der stellvertretende Kreisvorsitzende Stefan Kumpf, der als Wahlleiter fungierte. CSU-Ortsvorsitzender Thomas Hager ließ noch mehr hinter die Kulissen blicken: Weil es wohl nicht mehr üblich sei, dass jemand sich ein- oder gar zwei Ehrenämter aufbürden wolle, hätte sich die Kandidatensuche sowohl in der CSU als auch bei den AB als sehr schwierig erwiesen. Nachdem Alexander Weigl und Hans-Josef Landes von den AB die Chancen einer Listenvereinigung sondiert und sehr viele Gemeinsamkeiten entdeckt hatten – unter anderem hatten die AB bereits bei der Wahl 2014 die Kandidatur Hirschbecks unterstützt – stand nach einer Klausurtagung beider Gruppierungen einer gemeinsamen Liste nichts mehr im Wege. Das Ziel, aus jedem Ortsteil einen Kandidaten zu benennen, konnte zwar nicht erreicht werden, trotzdem werteten Hager und auch Bezirksrätin Martina Keßler die Liste als eine sehr gute Mischung.

Was sich Hirschbeck für die nächste Amtsperiode vorgenommen hat

Hirschbeck ist mit fast 60 der Älteste der Listenkandidaten, Karolina Heimhilger mit 23 die Jüngste. Der Altersdurchschnitt beträgt 42 Jahre. Jeder der Kandidaten stellte sich vor und nannte auch die Beweggründe seiner Kandidatur: „Nicht nur meckern, sondern anpacken.“ – „Ich will den Laden aufmischen.“ – „Junge Leute gehören in den Gemeinderat.“ – „Die Arbeit im Gemeinderat macht Spaß“, war da etwa zu hören.

Auch Georg Hirschbeck sah in den Listenkandidaten ein „ganz tolles, kompetentes Team“, auf das er stolz sei und das er sehr gerne in der nächsten Wahlperiode führen würde. Es dankte auch seiner Frau Sofie, die ihn in seinem Amt unterstütze: „Ohne dich hätte ich das nicht geschafft.“ Bürgermeister zu sein, sei für ihn nicht nur Beruf, sondern auch Berufung. Er zählte sehr viele Projekte auf, die auf seiner To-do-Liste bei seinem Amtsantritt 2014 gestanden hätten und inzwischen abgeschlossen oder auf den Weg gebracht wurden: flächendeckendes Internet, interkommunale Zusammenarbeit, Erweiterung des Gewerbegebiets, Flächenmanagement, Neubau der Schule, Fortsetzung der Kanalsanierungen, Erweiterung der Kinderkrippe. Als künftige Schwerpunkte der Kommunalarbeit nannte er stichpunktartig: digitales Rathaus, Zentralkläranlage, Energiewende in der Gemeinde, Schaffung von Wohnraum und sozial gerechtes Wohnen für Senioren. Bürgermeister und Gemeinderäte säßen in einem Boot, denn letztlich gehe es nur um die Gemeinde. „Mit voller Tatkraft werde ich meine Erfahrung aus der freien Wirtschaft und meine Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung wirkungsvoll für meine Heimat einsetzen und die Gemeinde vorwärts bringen. Ich bitte deshalb um ihre Stimme. Ich kann es und ich bin bereit“, warb er für seine Nominierung. Das Ergebnis der Abstimmung wertete er als überragenden Beweis, dass er seine Arbeit richtig gemacht habe. „Ich kann euch versprechen, ich setz noch eins drauf.“

Sie machen Jüngeren Platz im Gemeinderat: Alfred Ehrnstraßer, Rosemarie Haag und Theo Rehm (von links).
Foto: Michael Geyer

Vier Gemeinderäte in Rennertshofen hören auf

Vier noch aktive CSU-Gemeinderatsmitglieder finden sich nicht mehr auf der Liste: Alfred Ehrnstraßer, Rosemarie Haag, Michael Müller und Theo Rehm. Am Ende dieser Wahlperiode kann Theo Rehm auf 36 Jahre im Gemeinderat zurückblicken. „Länger als ich verheiratet bin“, meinte er scherzhaft. Jetzt sei es Zeit, den Jüngeren eine Chance zu geben. Hirschbeck habe es geschafft, viele Gräben zu schließen und alle Gruppierungen zusammenzubringen. Die letzten Jahre seien die interessantesten und schönsten gewesen, sagte er. Rosemarie Haag pflichtete ihm bei und sprach Hirschbeck höchstes Lob aus. „Rennertshofen kann stolz auf dich sein.“

Und das sind die Kandidaten für den Gemeinderat:

  1. Georg Hirschbeck aus Bertoldsheim, 59 Jahre, Bürgermeister, Kreisrat
  2. Thomas Hager aus Rennertshofen, 38 Jahre; Maschinenbautechniker
  3. Alexander Weigl aus Bertoldsheim, 46 Jahre, Industriefachwirt
  4. Bernhard Weigl aus Ammerfeld, 48 J., Fachkraft für Lagerlogistik
  5. Roland Engelhard aus Emskeim, 35 Jahre, Schreiner
  6. Magdalena Pfister aus Mauern, 32 Jahre, Studienrätin
  7. Jürgen Schlamp aus Bertoldsheim, 44 Jahre, Vertriebsmanager
  8. Andrea Herbinger aus Stepperg, 52 Jahre, Bankangestellte
  9. Alexander Blei aus Rennertshofen, 49 Jahre, Gärtnermeister
  10. Andreas Leinfelder aus Rohrbach, 41 Jahre, Metall-Konstruktionstechnik Meister
  11. Peter Koller aus Hatzenhofen, 23 Jahre, Landwirtschaftsmeister
  12. Karolina Heimhilger aus Rennertshofen, 23 Jahre, Elektronikerin für BT
  13. Markus Martin aus Rennertshofen, 37 Jahre, Bautechniker
  14. Michael Engelhard aus Rennertshofen, 40 Jahre, Versuchskoordinator und Kfz-Meister
  15. Franz Freiherr von Redwitz aus Hütting, 51 Jahre, Land- und Forstwirt

  16. Hans-Josef Landes aus Ammerfeld, 54 Jahre, Landwirt

Ersatzkandidaten:

  1. Sandra Schneider aus Stepperg, 43 Jahre, Steuerberaterin
  2. Tabea Landes aus Ammerfeld, 22 Jahre, Chemielaborantin
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