Versuchter Totschlag

18.06.2019

Messer in den Hals

Am Landgericht Ingolstadt muss sich ein 23-Jähriger verantworten.
Bild: haju

23-Jähriger vor Gericht

Am Landgericht Ingolstadt muss sich seit Montag ein 23-jähriger Manchinger wegen versuchten Totschlages und gefährlicher Körperverletzung verantworten. Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt wirft ihm vor, einen 29-Jährigen im August vergangenen Jahres in Manching mit einem Messer am Hals verletzt, ihn geschlagen und gegen den Kopf getreten zu haben. Der etwa sieben Zentimeter lange Schnitt habe laut Anklageschrift die Halsschlagader des 29-Jährigen nur knapp verfehlt.

Der Angeklagte entschuldigte sich beim Prozessauftakt am Montag vor der 1. Strafkammer bei dem 29-Jährigen. Was passiert sei, sei „wirklich keine Absicht gewesen.“ Der erwiderte: „Da habe ich wohl Glück, dass ich hier noch sitze.“ Beide stellen die Auseinandersetzung – es geht dabei wohl um Drogen und Familiäres – unterschiedlich dar: Der Angeklagte bestreitet, absichtlich mit dem Messer zugestochen zu haben. Er habe den anderen, als es bereits zu einer Schlägerei gekommen war, nicht absichtlich damit verletzt, sondern mit der Waffe nur vor dessen Gesicht herumgefuchtelt. Während des Kampfes sei der andere dann damit allerdings verletzt worden.

Der wiederum stellt das Geschehen ganz anders dar: Sein Kontrahent habe ihn ohne Vorwarnung mit dem Messer niedergestreckt und ihn dann, als er bereits auf dem Boden lag, geschlagen und getreten. Ein Urteil soll noch diese Woche fallen. (kuepp)

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