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Straße

18.03.2015

Minimal-Ausbau?

Die Staatsstraße zwischen Gabel und Irgertsheim. Abschnittweise soll sie dreispurig ausgebaut werden. Den meisten Ingolstädter Stadträten ist das zu wenig. Sie fordern einen vierspurigen Ausbau.

Was zwischen Irgertsheim und der Gabel geplant ist, reicht manchen Stadträten nicht

Bayerns Staatsstraßen sind im Schnitt mit 3850 Fahrzeugen pro Tag belastet. Auf dem Teilstück der Staatsstraße von Irgertsheim bis zur Gabel und weiter nach Ingolstadt rollen dagegen über 12000 Autos, Lastwagen und andere Fahrzeuge pro Tag.

Das ist eine ganz andere Hausnummer. Und viele Pendler aus der Region kennen das aus eigener leidvoller Erfahrung, denn zu den Hauptverkehrszeiten geht es nur langsam vorwärts. Also besteht akuter Handlungsbedarf und ein Ausbau ist ins Visier genommen. Aber jenes Konzept, das Lutz Mandel, der Chef des Staatlichen Bauamtes in Ingolstadt gestern dem Stadtentwicklungsausschuss vorstellte, erschien den meisten Stadträten zu minimalistisch.

In zwei Streckenabschnitten sind sogenannte Überholspuren vorgesehen. Das mache die Straße sicherer, aber eine höhere Leistungsfähigkeit werde dadurch nicht ermöglicht, räumte Mandel ein. Die Ingolstädter Stadträte stellen sich etwas anderes vor. Beispielsweise einen vierspurigen Ausbau auf voller Länge mit höhenfreier Anbindung der Orte wie Dünzlau oder Irgertsheim selbst. Denn gerade dort, sagte Hans Achhammer müssten viele Bauern mit ihren großen Fahrzeugen über die Staatsstraße hinweg und zu ihren Feldern. Wegen des hohen Verkehrsaufkommens kämen sie aber meist nur nach nervtötenden Wartezeiten rüber.

Favorisiert wird im Rathaus auch eine Verlegung der Straße im Bereich Irgertsheim weiter nach Süden, also zur Donau hin. Auch, damit der Ort besser vor Lärm geschützt ist. Aber die Trassenverlegung hält Mandel kaum für durchführbar. Da würde der Naturschutz wohl heftig protestieren, meint er.

Die Stadträte wollen eine nochmalige Überprüfung der Planung und Verbesserungen. Mit einem müden Lächeln nahmen manche von ihnen die Aussage von Mandel zur Kenntnis, dass ein aktuelles Gutachten nicht von einer weiter steigenden Verkehrsbelastung auf dieser Strecke ausgeht. Diese Darstellung dürfte sich auch kaum mit jenem Gefühl decken, das die Pendler tagtäglich haben.

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