Soziales

17.05.2018

Neubau oder Altbau?

Bild: babimu - Fotolia.com

In Ehekirchen müssen immer mehr Kinder betreut werden. Wie nun ausreichend Plätze für die Kleinen geschaffen werden sollen

Erst kürzlich wurde im Pfarrhof in Walda die neue Kinderkrippe eingeweiht (wir berichteten). Sandra Artner von der Kindergartenverwaltung machte in der Sitzung des Ehekirchener Gemeinderats am Dienstagabend allerdings deutlich, dass die Plätze für 2018/2019 trotzdem nicht ausreichen könnten. Sie stellte verschiedene Szenarien dar – und ein Lösungsvorschlag setzte sich am Ende durch.

Nach den aktuellen Anmeldezahlen brauchen 2018/2019 35 Regelkinder und 19 Krippenkinder einen Betreuungsplatz in Ehekirchen. Für Regelkinder sind maximal 56 Plätze frei und für Krippenkinder 24. Allerdings geht Sandra Artner aufgrund von Erfahrungswerten davon aus, dass noch einige Anmeldungen nachkommen. Damit es keinen Engpass gibt, könnte entweder ein Container neben dem Pfarrhof in Walda aufgestellt werden oder 2,5-jährige Kinder werden nicht länger in einer Krippe, sondern im Kindergarten Walda betreut. Die Gemeinderäte entschieden sich einstimmig für letztere Lösung, die aber noch mit dem Landratsamt abgeklärt werden muss. Sollte diese Änderung der Betriebserlaubnis genehmigt werden, würden in Ehekirchen selbst 22 Regelkinder und 14 Krippenkinder aufgenommen werden, sieben Regelkinder würden nach Walda weitergeleitet werden. In Walda würde man somit circa 13 Regelkinder plus fünf Krippenkinder betreuen. Insgesamt noch frei für spätere Anmeldungen wären dann 13 Kindergarten- und neun Krippenplätze. Allerdings bekäme nicht jedes Kind den gewünschten Platz im Kernort.

Anschließend präsentierte Ingenieur Martin Käser eine mögliche Lösung für einen Erweiterungsbau des Pfarrhofs in Walda, in dem in Zukunft zwei zusätzliche Gruppen untergebracht werden sollen. Doch nicht allen Räten gefiel Käsers Idee, das alte Bauwerk zu nutzen. „Ich werbe dafür, den alten Pfarrhof zu erhalten. Das Gebäude ist ortsprägend“, sagte der Ingenieur. Folglich präsentierte er einen Neubau, der mit dem alten Pfarrhof verbunden ist. Gemeinderat und dritter Bürgermeister Otto Plath sowie Ortssprecherin Margit Schmidhofer fanden diese Lösung gelungen. Aber einige Räte waren da ganz anderer Meinung: Thomas Braun und Paul Strixner sagten zum Beispiel, dass der Pfarrhof für sie nicht historisch bedeutend und eine Sanierung bestimmt teuer sei. Der Ortsbeauftragte für Walda, Gerd Kaufmann, konnte spontan nicht einschätzen, wie die Waldaer zu ihrem Pfarrhof stehen.

Nach einiger Diskussion beschlossen die Gemeinderäte schließlich, dass der Ingenieur in der nächsten Sitzung auch einen Alternativvorschlag mit komplettem Neubau vorstellen solle. Außerdem soll er für beide Varianten die Kosten schätzen.

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