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Benefiz

17.06.2015

Neuburg hilft in der Aids-Hochburg Mandeni

Gast aus Südafrika: Ab morgen bittet Pater Gerhard Lagleder in Gottesdiensten wieder um Beistand

Eine ganz aktuelle Zahl verdeutlicht, warum die aus Neuburg stark unterstützte „Brotherhood of Blessed Gérhard“ (Bruderschaft des Seligen Gerhard) in der Aids-Hochburg Mandeni im Zululand mittlerweile als die größte katholische Hilfsorganisation Südafrikas gilt: Die voraussichtlichen Betriebskosten im Jahr 2015 für die Einrichtungen des großen Care-Zentrums, das diese Bruderschaft unter Pater Gerhard Lagleder in über 20 Jahren mit riesiger Energie aufgebaut hat, werden auf 15,266 Millionen südafrikanische Rand (13 Rand=1 Euro) beziffert.

Darin sind 1,9 Mill. Rand (153000 Euro) für die Finanzierung heuer unvermeidbarer Sonderausgaben noch gar nicht enthalten. Dazu gehören 113000 Euro für ein von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft in München entwickeltes und großangelegtes Energiesparkonzept sowie unter anderem 20000 Euro zur Erneuerung eines der beiden Fahrzeuge für die Hausbesuche der AIDS-Therapie-Begleiter.

Der „private Verein von Gläubigen“ innerhalb der Katholischen Kirche, der offen ist für Menschen aller Glaubensgemeinschaften, stellt zugleich die südafrikanische Hilfsorganisation des Souveränen Malteser-Ritterordens dar. Die 1992 gegründete Bruderschaft bietet inzwischen ein umfassendes System ganzheitlicher Hilfe für ein Einzugsgebiet von einer Viertelmillion Menschen im Großraum von Mandeni, von denen ein Großteil unter der Armutsgrenze lebt.

Neuburg hilft in der Aids-Hochburg Mandeni

Im Mittelpunkt des Zentrums steht ein großes Hospitz zur ambulanten und stationären Behandlung und Pflege bedürftiger Kranker sowie zur Tagespflege und Häuslichen Pflege. Insbesondere hat sich hier ein großes AIDS-Behandlungszentrum mit einer ganz speziellen und sehr wirkungsvollen Therapie entwickelt. Derzeit sind es fast 1000 AIDS-Patienten. Doch auch dem Kinderheim, dem Kindergarten, der Klinik für unterernährte Kinder, den Krankenfonds und Stipendien-Fonds kommt ständig steigende Bedeutung zu. Nur weil den 80 hauptamtlichen Kräften rund 1100 ehrenamtliche Helfer zur Seite stehen, lässt sich das Angebot noch bewältigen. Und geradezu zwingend ist es, dass der Gründer und bis heute Präsident der Bruderschaft gebliebene Benediktinerpater Gerhard Lagleder, alljährlich drei Monate auf große „Europa- Bettelreise“ mit Schwerpunkt Bayern geht, um das Fließen der großherzigen Spenden von Einzelpersonen wie Organisationen aufrecht zu erhalten.

Im Rahmen der Tour 2015 war Lagleder schon zweimal in der Ottheinrichstadt, die aus dem Descartes-Gymnasium heraus zu einer besonderen Zelle der Förderung geworden ist. Ab Mittwoch, 17. Juni, folgen jetzt an sechs Tagen im Juni/Juli neun weitere Auftritte. „Hier fühle ich mich stets so richtig wohl“, sagt der gern als „halber Neuburger“ gesehene Missionar aus der Erzabtei St. Ottilien, ein gebürtiger Regensburger.

Kein Wunder, dass er Neuburg mag, denn dort leben auch seine Geschwister. Und von dort aus leitet sein Bruder Johannes, Studiendirektor am Descartes-Gymnasium, unermüdlich den deutschen Förderverein der Bruderschaft.

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