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Neuburg

06.02.2018

Neue Pläne für das Donau-Grundstück

Seit Jahren liegt die Fläche zwischen den beiden Bauten an der Oskar-Wittmann-Straße brach. Das ist auch kein Wunder: Die Fläche ist nur unter widrigsten Umständen mit einem Neubau zu füllen.
Bild: Bastian Sünkel

Es ist eine „schwierige Ecke“, hat aber eine exzellente Lage – und ist seit Jahren ein Schandfleck. Was mit dem Problem-Grundstück passieren soll.

Eine leere Packung Limo im Standbodenbeutel vergammelt hinter dem Bauzaun. Daneben liegt ein umgekipptes Grablicht, als müsste die Welt nun auch toten Grundstücken hinterhertrauern. Die Oskar-Wittmann–Straße 2 ist eines jener toten oder zumindest komatösen Grundstücke, das seit Jahren auf seine Wiedergeburt wartet. Mitten in der Stadt unmittelbar am Donaukai gelegen, hat die freie Fläche allerdings mit einigen Problemen zu kämpfen, die auch der unbedarfte Betrachter auf den ersten Blick erkennt: Eingekeilt zwischen zwei bewohnten Häusern, unübersichtlich in der Kurve gelegen, ist das Grundstück eine Herausforderung für alle Bauherrn. Bis jetzt.

Denn seit Kurzem gehört der Stadt wieder das Grundstück oder wie böse Stimmen meinen: Die Stadt hat es nun wieder am Hals. Dabei hatte man im Jahr 2013 Hoffnung in die neuen Eigentümer gesteckt, die die 94 Quadratmeter der Stadt abgekauft haben. Drei Architekten – zwei verheiratet, der dritte befreundet und mit Wurzeln nach Neuburg – planten, ein Doppelhaus an dieser Stelle hochzuziehen. Aus privatem Gründen sei das Projekt schließlich gescheitert, sagt die ehemalige Eigentümerin Bettina Sunder-Plassmann. Sie und ihr Mann sind am Ammersee heimisch geworden, Jan Koettgen lebt weiter in Berlin. Dass es sich um ein durch und durch kompliziertes Grundstück handelt, ist den drei Eigentümern mit besten Bau-Absichten sicher auch nicht entgangen.

Stadtjurist Ralf Rick erklärt die Problematik: Es gehe eng zu zwischen den beiden bewohnten Gebäuden. Die Lage ist für Bauprojekte vollkommen ungünstig, die Oskar-Wittmann-Straße könne nicht einfach gesperrt werden. Und schließlich vermutete das Landesamt für Denkmalpflege auch noch Bodendenkmäler unter der Erde. „Ein schwieriges Grundstück, ein schwieriges Eck“, fasst Ralf Rick zusammen.

Neue Pläne für das Donau-Grundstück

In den vergangenen fünf Jahren ist nichts passiert und schließlich hat die Stadt von ihrem Rückkaufsrecht Gebrauch gemacht. Der Kaufvertrag war an eine Bauverpflichtung geknüpft, erklärt der Stadtjurist. Das sei Standard, wenn die Stadt Bauland verkauft, erklärt er. Nun sind die kommunalen Gremien allerdings wieder unter Zugzwang, aus dem Schandfleck etwas Nützliches oder Ansehnliches zu formen.

Das Grundstück ist nun also wieder Eigentum der Stadt. Ursprünglich sollte der Finanzausschuss am Dienstagabend in der öffentlichen Sitzung darüber beraten, was mit der Freifläche passieren soll. Doch am Ende steht der Vorschlag von Oberbürgermeister Bernhard Gmehling (CSU) nicht zur Diskussion, der bereits auf dem Antrag vorgesehen war. Übergangsweise, lautet die Idee des Gmehlings, könne er sich einen Fahrradabstellplatz samt Aufladestation an der Stelle vorstellen, bis sich möglicherweise ein Interessent findet.

Doch wie Bürgermeister Rüdiger Vogt (CSU) zu Beginn der Sitzung erklärt, gäbe es bereits einen Interessenten. Der Antrag landet schließlich im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung. Wie es mit dem Grundstück weitergeht, wird sich erst noch entscheiden.

Schwaighölzl Am Jugendzeltplatz Schwaighölzl wird ausgebaut. Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings (KJR), Guido Büttner, hat dem Ausschuss seine Pläne vorgestellt. Die in die Jahre gekommene „Baracke“, wie die Architektin den Bau auf dem Zeltplatz nennt, soll einem Neubau mit sanitären Einrichtungen weichen. Der KJR ist bereit zu investieren und hat bereits einen Bauantrag eingereicht. Die Stadträte beschließen, dass der ebenso veraltete Pachtvertrag mit dem KJR erneuert und auf 25 Jahre festgelegt werden soll. Geschäftsführer Büttner verspricht sich davon einen 30-prozentigen Zuschuss vom Bayerischen Jugendring für die 100000 Euro teure Investition, die der Kreisjugendring eigenständig stemmen will.

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