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Festkonzert

17.05.2016

Orgelkunst in allen Facetten

Virtuoser Meister der Tasten: Oliver Latry, Organist in der Kathedrale „Notre-Dame“, Paris, beim Eröffnungskonzert der neu errichteten Bach-Orgel im Ingolstädter Liebfrauenmünster.
Bild: Johannes Seifert

Wie glanzvoll Meisterorganist Oliver Latry die neue Bach-Orgel erklingen ließ

Nach langer Planungs- und Bauzeit konnte die neue Bach-Orgel im Ingolstädter Liebfrauenmünster am Pfingstsonntag eingeweiht werden. Die von Kristian Wegscheider aus Dresden hergestellte Chororgel ist auf der Nordempore des Münsters angebracht und fügt sich vom Prospekt her glänzend in den imposanten Kirchenraum ein.

Einer der weltweit renommiertesten Organisten, Oliver Latry – er ist seit 1985 in der begehrten Stellung eines „Organiste titulaire“ an der Kathedrale „Notre-Dame“ in Paris – verdeutlichte im Rahmen des Festkonzertes zur Orgelweihe mit Werken von Buxtehude, Bach, Brahms, Alain und Matter wie vielseitig und erlesen diese neu gebaute „Königin der Instrumente“ angelegt ist. Im Programm für die Festtage zur Orgelweihe ist im Zusammenhang mit der neuen Bach-Orgel von einem „geistlichen und kulturellen Jahrhundert-Ereignis“ die Rede. Und dies völlig zu Recht: Mit hochexpressiven, chromatischen Fugen, (Dietrich Buxtehude, Praeludium, Fuge et Ciaconia) rankenreichen „Cantus-firmus- Passagen“ (Johann Sebastian Bach, Fantasie und Fuge), schnell staccatierten Sätzen, leise trippelnden Achtelläufen und rauschenden „Zweiundreißigstelfiguren“ (Jehan Alain, Fantasmagorie, Litanies), linearen Bewegungen und choralartigen Zyklen (Bach, Komm Schöpfer, Heiliger Geist und Brahms, Choralvorspiele) sowie raschen, virtuosen „Arpeggien, versehen mit wohl dimensionierten Akkorden (Bert Matter, Fantasie) erfüllte der Ausnahmemusiker von der Nordempore aus das imposante Kirchenschiff der Münster-Kirche und brachte dieses wunderbar klingende, aus Hauptwerk, Oberwerk und Brustwerk bestehende Instrument mit den 45 Registern und unzähligen Pfeifen in wirklich allen Facetten zum Klingen.

Mit dem Zitat aus dem Psalm 150 „ Alles was atmet, lobe den Herren“ dankte Münsterpfarrer und Dekan Bernhard Oswald im Rahmen seines Grußwortes (Begleitband) vor allem auch den Münsterorganisten Dr. Franz Hauk und Martin Sokoll, für die großartige Initiative zur Errichtung dieses Meisterwerkes.

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