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Neuburg/Donau

18.07.2018

Parkhaus: Gibt es wieder eine böse Überraschung?

Das geplante Parkhaus beim Neuburger Hallenbad soll zum Schuljahresbeginn 2019 stehen. Rund 240 Stellplätze auf acht versetzt angeordneten Halbebenen soll es dann geben und im Außenbereich zusätzlich rund 30 Parkplätze.
Bild: Rebecca Lang

Im September 2019 soll das Parkhaus beim Neuburger Hallenbad stehen. Jetzt geht es um die konkrete Kostenberechnung. Das wird spannend.

Die Frage von Alfred Hornung im Werkausschuss war nicht unbegründet. „Müssen wir wieder mit einer großen Überraschung rechnen“, fragte der CSU-Stadtrat Planer Reinhard Seitz, nachdem dieser verkündet hatte, dass man sich nun an eine detaillierte Kostenaufstellung fürs Parkhaus am Hallenbad macht. Denn schon einmal fiel die Stadt bei diesem Vorhaben auf die Nase.

Schon einmal ist die Stadt bei diesem Vorhaben auf die Nase gefallen

Mittlerweile schießen Parkhäuser in Windeseile wie Pilze aus dem Boden. In Neuburg dauert der Versuch, eines zu errichten, nun schon über drei Jahre. Nachdem eigentlich alles wie am Schnürchen zu laufen schien und das Vorhaben nach dem Vorbild desjenigen am Neuburger Krankenhaus zwei Jahre mehrmals die zuständigen Ausschüsse durchwandert hatte, zog die Stadt Ende 2016 die Reißleine. Völlig unerwartet hatten sich die Kosten auf knapp vier Millionen Euro nahezu verdoppelt. Ausgegangen war man von rund zwei Millionen Euro. Nachdem sich im Anschluss daran aus rechtlichen Gründen die Idee zerschlagen hatte, das Vorhaben mit einem privaten Investor durchzuziehen, hat die Stadt das Projekt wieder selbst in die Hand genommen. Geplant und betreut wird es nun im Auftrag der Stadtwerke vom Büro Seitz+Müller aus Martinsried.

240 Stellplätze werden auf acht versetzt angeordneten Halbebenen entstehen

Noch Heuer im Herbst soll die Ausschreibung beginnen, im Frühjahr 2019 soll es mit dem Bau losgehen und pünktlich zum Schulbeginn im September soll das Parkhaus fertig sein. Es soll 240 Stellplätze auf acht versetzt angeordneten Halbebenen erhalten. Weil Stahlbetonträger und Betonfertigteile im Vorfeld gefertigt werden können, braucht es eine relativ kurze Montagezeit vor Ort. Dennoch werden die großen Ferien im nächsten Jahr allein nicht dafür ausreichen. Begonnen werden muss bereits im Juli. „Da hat das Freibad schon auf, das ist also halb so schlimm“, meinte OB Bernhard Gmehling dazu.

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Oberbürgermeister lässt erneute Diskussion über einen Aufzug nicht zu

Weniger erfreut zeigte er sich dagegen von einer erneut aufkeimenden Debatte über den Einbau eines Aufzuges (40 bis 60000 Euro), den stellvertretender Stadtwerkeleiter Andreas Bichler und Stadträtin Doris Stöckl durchaus für sinnvoll hielten. Gerade für Familien mit kleinen Kindern, ältere oder behinderte Menschen wäre es nützlich, mit dem Aufzug nach oben und unten fahren zu können. „Da stehen mir die Nackenhaare zu Berge“, sagte Gmehling und ließ „über Dinge, die wir bereits beschlossen haben“ keine Diskussion mehr zu.

Und zum Ende hin dann noch der dezente Hinweis von Planer Reinhard Seitz zur Kostenberechnung. Eine Schätzung lehnte er ab, weil sie aufgrund der derzeitigen Baupreisentwicklung schlichtweg unseriös wäre. 2,1 Millionen Euro sind der Ansatz, der Herbst als Zeitpunkt für die Ausschreibung wurde allgemein als günstig befunden. Aber letztlich werden sich Alfred Hornung und seine Kollegen trotzdem überraschen lassen müssen, ob es – was die Kosten angeht – eine böse Überraschung gibt oder nicht.

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