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Rennertshofen

17.01.2019

Polder: Kommt er doch oder nicht?

Die Menschen in Bertoldsheim haben die Worte von Ministerpräsident Markus Söder nicht vergessen.
Bild: Manfred Dittenhofer

Bürgermeister und Räte positionieren sich nochmals geschlossen gegen das Projekt. Was die Betroffenen trotz aller Zuversicht nervös macht.

Zuerst kämpften sie, dann freuten sie sich. Die Bertoldsheimer wollten keinen Flutpolder mit einem Damm direkt vor der eigenen Haustür. Dann war Wahlkampf und die neue schwarz-orange Regierung ließ das Projekt in der Schublade verschwinden. Doch nun befürchtet der Gemeinderat Rennertshofen, dass diese Planung wieder herausgeholt werden könnte. Deshalb bekräftigte das Gremium noch einmal seine Geschlossenheit im Kampf gegen dieses Rückhaltebecken im Hochwasserfall.

Peter von der Grün informierte das Gremium, dass er den neuen bayrischen Umweltminister Thorsten Glauber bereits angeschrieben und zu einem Ortstermin eingeladen habe. Die Bürgerinitiative, die sich so massiv gegen das geplante Rückhaltebecken gestellt hatte, sei noch nicht abgewickelt und könne jederzeit wieder aktiv werden, so von der Grün weiter. Und auch Bürgermeister Georg Hirschbeck bekräftigte die ablehnende Haltung der Marktgemeinde. Den Rückwärtssalto sieht der Rathauschef noch nicht vollzogen. „Aber wir müssen weiterhin wachsam sein.“ Nervös macht die Rennertshofener allerdings die Tatsache, dass die Grundwasserprüfung nun eventuell doch durchgezogen werden soll.

Menschen nehmen Söder beim Wort

Dabei sei die Gemeinde mit dem in Bau befindlichen Flutpolder bei Riedensheim genug belastet und habe damit auch ihre soziale Verantwortung gegenüber den Unterliegern erfüllt. Als andere noch darüber diskutiert hätten, hätten die Rennertshofener diesem derzeit in Bau befindlichen Polder keine Widersprüche in den Weg gelegt und das Projekt unterstützt. „In Riedensheim standen alle Bewirtschafter dahinter“, fand Ludwig Bayer, der vor allem im Verbund mit der Gemeinde Burgheim den Hochwasserschutz in der Region mehr als erfüllt sieht. Ein ganzes Dorf sei mit Moos abgesiedelt worden. Auch im Süden der Donau sei damit Retentionsraum geschaffen worden. Dagegen, so erinnerte Bayer, habe sich am Hochwasserschutz in den Ortsteilen Hatzenhofen und Stepperg bisher nichts getan. Das Projekt sei ganz weit hinten angestellt.

Rosa Maria Haag sagte, sie werde Ministerpräsidenten Markus Söder beim Wort nehmen. Der sei damals vor Ort gewesen und habe in Bertoldsheim erklärt, der Polder komme sicher nicht. „Ich verlasse mich auf das Wort unseres Ministerpräsidenten. Der wird sich daran halten.“

Mehr zum Thema Polder lesen Sie im Artikel "Aiwanger stärkt Donauanliegern den Rücken" von Norbert Eibel.

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