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Neuburg

22.04.2015

Statistik: Immer noch zu viele Tote und Verletzte

Bei der Jahresversammlung der Kreisverkehrswacht wurden langjährige Mitglieder sowie die Vertreter aus Neuburg, dem Landkreis und den Gemeinden für jahrzehntelange Unterstützung ausgezeichnet.
Bild: Xaver Habermeier

Die Kreisverkehrswacht zieht Bilanz: Die Anzahl der Unfälle im Straßenverkehr ist zwar gesunken, doch bleibt sie hoch. Bei einem bestimmten Verkehrsmittel ist sie sogar gestiegen.

Mit dem Fahrsicherheitstraining „Könner durch Erfahrung“, mit Schulweghelfern, Verkehrserziehung in Kindergärten, Schulen und für Senioren, mit Training zum Verhalten in Schulbussen, mit Aktionen für Fahrradfahrer und Präventivmaßnahmen – die Kreisverkehrswacht ist schon lange zu einem Garant für mehr Sicherheit im Straßenverkehr geworden. Unter anderem diese Aktionen waren Thema bei der Jahresmitgliederversammlung der Kreisverkehrswacht Neuburg-Schrobenhausen e.V im Großen Sitzungssaal des Landratsamts. Doch schockte Polizeihauptkommissar Werner Schade seine Zuhörer zunächst mit etwas anderem: mit den hohen Unfallzahlen – inklusive mehrerer Toter.

Zwar sei die Anzahl der Unfälle 2014 im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent zurückgegangen, sagte Schade, aber trotzdem sei sie mit 2370 immer noch sehr hoch. Bei den Unfällen waren auch drei Tote zu beklagen. Außerdem betonte der Polizeihauptkommissar: „Fahrradunfälle haben zugenommen und bedürfen der besonderen Kontrolle.“ Nach dieser Einleitung äußerte sich der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht Ingolf Süß: „Hat sich ein Unglück in der näheren Umgebung ereignet oder ist sogar noch eine bekannte Person beteiligt, wird unweigerlich der Ruf laut, die Verantwortlichen sollten unbedingt noch mehr für die Verkehrssicherheit tun.“ Dabei sei in den vergangenen Jahren viel für den Straßenzustand getan worden, Straßenabschnitte mit Gefahrenpunkten seien entschärft und Radwegnetze erheblich erweitert worden.

Mit einem Fingerzeig deutete Süß darauf hin, dass es allen Beteiligten trotz des ständigen Anstiegs der Kfz-Zulassungen gelungen sei, die Zahl der Unfälle, insbesondere der Getöteten, zu senken. Eine nachhaltige Resonanz erfährt beispielsweise das von Geschäftsführer Peter Schulz initiierte und geleitete Programm „Könner durch Erfahrung“, das auf dem Hubschrauberlandeplatz der Wilhelm-Frankl-Kaserne durchgeführt wird. Auch für Senioren werden Projekte durchgeführt. Die Verkehrswacht klassifiziert und definiert die Verkehrsteilnehmer nach ihrem Alter und der Art ihrer Teilnahme im Straßenverkehr. So gibt es beispielsweise Verkehrsaktionstage für zehnte Klassen. Daneben führen Fahrschulen ein Schulbustraining durch. Dabei geht es um korrektes Verhalten an der Haltestelle, um den toten Winkel und auch um richtiges Verhalten bei Notfällen. Zusammengerechnet arbeitete das Team der Kreisverkehrswacht mit ihren Projektleitern im Vorjahr über 12700 Stunden. Positiv bewertete Ingolf Süß die Unterstützung durch die Kommunen, negativ den Rückgang der Mitgliederzahl auf derzeit 122 Frauen und Männer. Auch die Polizei schult jährlich zahlreiche Kinder. Laut Jugendverkehrserzieher Winfried Schwarz wurden 2014 in 23 Kindergärten 554 Vorschulkinder über das richtige Verhalten im Straßenverkehr aufgeklärt. Weiter wurden in 13 Schulen 558 Schulkinder bei der Radfahrausbildung eingewiesen.

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Abgerundet wurde das Treffen mit den obligatorischen Tagesordnungspunkten sowie der Neuwahl des Schriftführers: Auf Detlef Reith folgt Bernd Walter. Geehrt für ihre 30-jährige Mitgliedschaft wurden Johann Bayer, Matthias Brendel, Günter Hiermaier, Martin und Horst Sander sowie Henry Wojner. Darüber hinaus wurden Vertreter aus Neuburg, dem Landkreis und den Gemeinden für die Unterstützung seit 50 Jahren ausgezeichnet.

Kontakt Informationen über die Kreisverkehrswacht gibt jetzt auf der neuen Homepage unter http://verkehrswacht-nd-sob.de/

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