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Karlskron

16.03.2020

Stefan Kumpf holt Mehrheit

Stefan Kumpf (li.) bleibt Bürgermeister in Karlskron. Seine vier Herausforderer gratulierten ihm noch am Sonntagabend im Rathaus.
Bild: Manfred Dittenhofer

Der CSU-Amtsinhaber wird mit einer Zweidrittel-Mehrheit und damit im ersten Wahlgang wieder zum Bürgermeister gewählt

Ein lachender Sieger und betretene Mienen bei den anderen vier Bürgermeisterkandidaten: Nachdem alle 13 Stimmbezirke ausgezählt waren, war nicht nur klar, dass Stefan Kumpf Bürgermeister von Karlskron bleibt. Er hatte mit 66,67 Prozent der Stimmen auch einen deutlichen Sieg gegenüber seinen Herausforderern erzielt.

Martin Wendl, angetreten für die Grünen, meinte nur: „Das ist schon krass. Bei fünf Kandidaten hatten wir uns eigentlich schon eine Stichwahl ausgerechnet.“ Scheinbar habe der Bürgermeister nicht so viel falsch gemacht. Wendl erhielt 8,04 Prozent der Stimmen, Kurt Bachhuber von den Freien Wählern 12,21 Prozent. Bachhuber zeigte sich sehr enttäuscht über dieses Ergebnis. „Bei der letzten Wahl hatten wir weit über 20 Prozent – und jetzt so was.“

Weniger überrascht von seinem Ergebnis war Thomas Krammer. Er erhielt 6,48 Prozent der Stimmen. Der SPD-Kandidat meinte mit Blick auf die Gemeinderatswahl: „Die Bürgermeisterwahl wäre die Kür gewesen, nun kommt die Pflicht.“ Gerhard Hagl schließlich, angetreten für die Compact-Liste Karlskron (CLK), erreichte 6,6 Prozent der Stimmen. Auch er hatte auf eine Stichwahl gehofft und wünschte sich für die Gemeinderatsbesetzung, „dass dort die CSU nicht auch eine solche Zweidrittel-Mehrheit erhält“. Das sei schlecht für die Demokratie.

Stefan Kumpf holt Mehrheit

Stefan Kumpf nahm nach Ende der Auszählung die Glückwünsche der kleinen Schar entgegen, die ins Rathaus gekommen war. Auch er hatte mit einer Stichwahl gerechnet und war von dem Ergebnis nicht minder überrascht. Er habe sich selbst bei „49 Komma irgendetwas Prozent“ gesehen. Zu dieser Überraschung gesellte sich schnell „große Dankbarkeit“ gegenüber den Wählern, wie er nach der ersten Gratulationskur sagte. Das klare Statement gebe ihm Rückenwind für seine Arbeit im Rathaus.

Die vergangenen beiden Jahre bezeichnete Kumpf als hart. „Vier gegen einen“ habe es oft geheißen, und alle Fraktionen hätten sich oft gegen die CSU verbrüdert. Nun hofft er auf einen starken Gemeinderat und dass die Arbeit möglichst fraktionsübergreifend aufgenommen werde. „Dabei geht es gar nicht um viel Neues. Wir haben so viele Projekte, die wir begonnen haben und die ich erfolgreich weiterführen möchte.“ Dafür wünscht sich Stefan Kumpf ruhigere Fahrwasser als in Zeiten des Wahlkampfs. Die Glückwünsche der Gegenkandidaten kamen prompt nach der Auszählung. Und unisono war deren Meinung, dass Kumpf so verkehrt nicht gearbeitet haben konnte.

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