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23.01.2015

Vorbilder für den Feuerwehrnachwuchs

Weil sie sich als Rentner immer noch aktiv für die Weicheringer Feuerwehr einsetzen, erhielten Georg Niedermeier sen. (rechts) sowie Martin Vollnhals (2. von rechts) von Kommandant Karl Beck eine Anerkennung.
Bild: Breuer

Bei der Weicheringer Wehr werden zwei Aktive für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet

In der Mitgliederversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weichering ergab sich ein durchweg positiver Eindruck von der Arbeit der Wehr. Kreisbrandrat Erwin Pfleger hatte nach den einzelnen Berichten „ein absolut rundes Bild“ von der Wehr, die eine gute Arbeit leiste. Bei den anstehenden Neuwahlen wurden Kommandant Karl Beck und der Vorsitzende Christian Lautner für weitere sechs Jahre in ihren Ämtern bestätigt.

Kommandant Karl Beck ließ vor 70 Anwesenden das vergangene Jahr Revue passieren. 15 Mal mussten die Weicheringer Feuerwehrleute ausrücken, um Brände zu löschen, Personen zu retten oder technische Hilfe zu leisten. So hatten die Einsatzkräfte bei sieben Verkehrsunfällen, darunter ein Frontalzusammenstoß auf der B16, anspruchsvolle und schwierige Rettungseinsätze zu meistern, um die eingeklemmten und teils schwer verletzten Personen aus den Unfallfahrzeugen zu bergen. Zudem musste ein in den Leitnerweiher gerolltes Fahrzeug mit der Seilwinde aus dem Wasser gezogen werden. Darüber hinaus hatte die Wehr vier Brände zu löschen. Beim Brand einer Holzhütte, die an ein Wohnhaus angrenzte, konnten die Weicheringer Einsatzkräfte das Feuer schnell löschen und ein Übergreifen der Flammen auf das Haus verhindern.

Bei den Einsätzen habe sich gezeigt, dass der an Bord des Weicheringer Feuerwehrfahrzeugs befindliche Rettungsrucksack immer wieder zum Einsatz kam. Die beiden Rettungssanitäter Joachim Gschrey und Sebastian Wittmann sowie die beiden Feuerwehrsanitäter Michael Wittmann und Peter Bormann haben die Verletzten jeweils bis zum Eintreffen des Notarztes optimal erstversorgen können, lobte der Kommandant. Bei den Einsätzen leisteten 167 Feuerwehrleute insgesamt 532 Einsatzstunden.

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Um für die anspruchsvollen Einsätze mit den Gerätschaften und der Einsatztaktik fit zu sein, fanden im vergangenen Jahr wiederum zahlreiche Übungen und Ausbildungen statt. Kommandant Karl Beck nannte unter anderem einen Motorsägenlehrgang, die alljährlich in Weichering stattfindende Truppmannausbildung des KBM-Bezirks 5, einen Truppführerlehrgang, die Maschinistenausbildung sowie die Atemschutzgeräteträgerausbildung. Die 24 Atemschutzgeräteträger bereiteten sich zusätzlich in der Atemschutzübungsanlage in Schrobenhausen sowie bei einem Lehrgang mit Heißausbildung und Strahlrohrführung bei der Firma Feurex auf die Brandeinsätze vor.

Im vergangenen Jahr hat die Feuerwehr Weichering an drei Großübungen teilgenommen. Dazu zählten die Katastrophenschutzübung des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen, eine Großübung bei der Feuerwehraktionswoche in Grasheim sowie eine Großübung im Tanklager. 25 Feuerwehrleute legten die Prüfung zum Leistungsabzeichen in THL ab. Insgesamt seien für Aus- und Weiterbildung sowie Wartung 2092 Stunden geleistet worden. Derzeit hat die Weicheringer Wehr 445 Mitglieder, von denen 80 aktiven Feuerwehrdienst leisten, darunter 13 Damen und elf Jugendliche. „Die Welt lebt von Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht“, so der Kommandant. Dieses Ehrenamt sei nur durch Idealismus und Begeisterung für die Feuerwehr möglich.

Vorsitzender Christian Lautner blickte ebenfalls auf ein aktives Vereinsjahr zurück. Wiederum erwiesen sich der Faschingsball, die Maibaumfeier und das Kindermaibaumfest als Besuchermagnete. Als Höhepunkt im vergangenen Jahr erwähnte der Vorsitzende das Sautrogrennen nebst Grillfest bei der 800-Jahr-Feier der Gemeinde, wo der Bär los und „a fetz’n Gaudi“ war. Außerdem gab es eine Brauereibesichtigung sowie Public Viewings während der Fußball-WM. Und die Besucherzahl beim Adventsmarkt am Feuerwehrgerätehaus habe alle Erwartungen übertroffen, resümierte Lautner.

Erfreut zeigte sich der Vorsitzende über die gute Kontaktpflege zu den Partner-Feuerwehren. Markus Laumer als „Auslandsbeauftragter“ nehme diese Aufgabe sehr ernst und habe erfolgreich alte Kontakte erhalten, so Lautner. Zum einen statteten die Weicheringer Feuerwehrler der Feuerwehr in Vimbuch einen Besuch ab zum anderen lud Markus Laumer die Freiwillige Feuerwehr aus Tepla nach Weichering ein.

Wenn aktive Feuerwehrleute auch noch im Alter von über 60 Jahren zu Einsätzen kämen, dem Feuerwehrdienst treu blieben und immer zur Stelle seien, dann sollte das viele Nachahmer finden, waren sich Kommandant Beck und Vorsitzender Lautner einig. Georg Niedermeier sen. sowie Martin Vollnhals dienen als gute Vorbilder für die Jüngeren. Für ihr unermüdliches Engagement überreichte ihnen Kommandant Karl Beck eine Anerkennung.

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