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Rennertshofen

09.01.2020

Warum die Jugendarbeit in Bertoldsheim so gut läuft

Landrat Peter von der Grün, Vorstitzender Stefan Schiller (1. und 2. von links) sowie Bürgermeister Georg Hirschbeck und Kreisbrandmeister Gerhard Pichler (1. und 2. v.r.) gratulierten den Geehrten.
Bild: Michael Geyer

Der Bertoldsheimer Wehr hält Rückschau und stellt die Aktionen im laufenden Jahr vor. Nur ein einziger Einsatz im abgelaufenen Jahr.

„Die Feuerwehr ist aus dem Gemeindeleben nicht mehr wegzudenken. Junge Menschen erleben hier zum ersten Mal, wie sehr sie gebraucht werden und wie schön es ist, gebraucht zu werden. Es wachsen Generationen zusammen, in Verantwortung für die Nachbarschaft und das Gemeinwohl.“ So wohlwollend dankte Bürgermeister Georg Hirschbeck den Bertoldsheimer Kameraden bei der Jahresversammlung in der Schlossgaststätte für ihren Einsatz.

Die Feuerwehr in Bertoldsheim betreut zwölf Jugendliche

Der Rathauschef stellte ganz bewusst deren erfolgreiche Jugendarbeit in den Vordergrund. Denn gerade die Nachwuchsförderung wird bei der Bertoldsheimer Wehr groß geschrieben. Maßgeblichen Anteil daran haben Jugendleiter Kevin Müller und sein Stellvertreter Florian Eubel. Müller konnte von zahlreichen Aktivitäten der zwölf Jugendlichen – acht Mädchen und vier Burschen – berichten. 14 Übungen aus sämtlichen feuerwehrtechnischen Bereichen wurden durchgeführt. Darüber hinaus gab es weitere Termine, die sowohl den Zusammenhalt der jungen Truppe förderten als auch ihr Wissen und Können um die Brandbekämpfung erweiterten: Fackelwanderung, Besuch der Flughafenfeuerwehr in Manching, Kreisjugendfeuerwehrtag in Rennertshofen, Wissenstest und Hydrantenspülen mit anschließender Jahresabschlussfeier. Bei der Spritzwandaktion in der Maifeier warben die Jugendlichen drei weitere Anwärter. Drei Mitglieder der Feuerwehrjugend machten bereits bei der Modularen Truppausbildung (MTA) mit, was einem reibungslosen Übergang in die Aktivenmannschaft nur förderlich sein kann. Auch 2020 wird es nicht langweilig werden: Es sind ein Berufsfeuerwehrtag, weitere Freizeitaktivitäten mit der Feuerwehr Straß, die Abnahme der bayerischen Jugendleistungsprüfung und ein Ausflug geplant. Und was das Schönste ist: „Wie viel Spaß die Jugendfeuerwehr in Bernza macht, hat sich unter den Jugendlichen mittlerweile gut herumgesprochen“, resümierte Kevin Müller und warb für weitere Mitglieder: „Ab Jahrgang 2006 oder älter kann man bei uns mitmachen.“.

In Bertoldsheim gab es zahlreiche Übungen

Kommandant Helmut Kugler berichtete von zahlreichen Übungen, die sich jeweils einem bestimmten feuerwehrtechnischem Thema widmeten. Weiter gab es eine Gemeinschaftsübung mit den Wehren aus Erlbach, Trugenhofen, Neuhausen und Marxheim und eine Inspektionsübung zusammen mit den Kameraden aus Erlbach und Trugenhofen. Im Vergleich zum 2017 und 2018, wo 14 beziehungswiese sieben Mal Hilfe angefordert wurde, verblieb die Wehr 2019 von Einsätzen fast ganz verschont: Lediglich am 7. Januar musste man zu einem Verkehrsunfall in Bertoldsheim ausrücken. „Ich fahr’ lieber zu einer Übung, als zu einem Einsatz“, kommentierte Kugler diese Tatsache. Im Durchschnitt der letzten zehn Jahre wurden 8,3 Einsätze verzeichnet. Gut läuft es nach einer Flaute wieder bei den Atemschutzträgern, wie Stefan Brandl berichten konnte. Nachdem Kevin Munninger und Michael Weigl die Prüfung mit Bravour abgeschlossen haben, stehen jetzt elf Atemschutzträger zur Verfügung. Sie haben sich in fünf Übungen und im Brandübungscontainer fortgebildet und auch bei der Gemeinschaftsübung zusammen mit der Feuerwehr Rennertshofen mitgemacht, um zwei Verunglückte aus dem trockengelegten Wehr an der Staustufe Bertoldsheim herauszuholen.

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Vorsitzender Stefan Schiller erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen des vergangenen Jahres, angefangen vom Gedenkgottesdienst am Faschingsdienstag, von der Maifeier, wo man den ersten Preis im Unterbaarer Maibaumwettbewerb gewinnen konnte, von einem gelungenen Vereinsausflug nach Hohenschwangau und Füssen, dann weiter von Fronleichnam und dem Volkstrauertag, wo die Fahnenabordnung genauso ausrückte wie bei der Beerdigung der drei verstorbenen Mitglieder. Auch sportlich betätigte sich die Feuerwehr und schickte zwei Mannschaften ins örtliche Stockschützenturnier.

Für das neue Jahr 2020 ist neben den üblichen Veranstaltungen wieder ein Ausflug, dieses Mal nach Blaubeuren, und der Besuch des Feuerwehrfestes in Sallach geplant. Zum Schluss gab es zahlreiche Ehrungen: 15 Kameraden erhielten eine Urkunde für 40-jährige Mitgliedschaft, 13 für 25 Jahre Vereinstreue.

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