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Neuburg an der Donau

30.04.2015

Wird die Fahrbahn zu eng?

Mit dem umfangreichen Umbau vor dem Eingangsbereich zur Raiffeisen-Volksbank an der Luitpoldstraße fallen nicht nur die drei Stellplätze weg. Es ist auch noch nicht sicher, ob ein Schulbus dort dann noch halten kann, ohne den nachfolgenden Verkehr zu behindern.
Bild: Manfred Rinke

Angeregt diskutierten die Stadträte über den behindertengerechten Umbau der Eingangssituation der Raiffeisen-Volksbank an der Luitpoldstraße. Dafür gab es Gründe

Der Umzug der Raiffeisen-Volksbank mit dem Kundengeschäft in die Luitpoldstraße löste in der Stadtratssitzung am Dienstagabend eine längere Diskussion aus. Dabei ging es nicht um den Umzug an sich, sondern um den für die Bank erforderlichen behindertengerechten Umbau des Eingangsbereichs. Der kostet nicht nur Stellplätze. Stadträte befürchten wegen der notwendigen Verbreiterung des Gehwegbereichs auch enorme verkehrliche Behinderungen während der Mittagszeit.

Vorgesehen ist links und rechts des Eingangsbereichs eine 1,50 Meter breite Rampe mit einer Steigung unter sechs Prozent. Mittig ist zur Luitpoldstraße hin eine vierstufige Treppe geplant und im Anschluss noch ein zwei Meter breiter Gehweg. Dadurch, so die Kritik aus Reihen des Stadtrates, würde allerdings die Fahrbahn zu schmal.

Denn an dieser Stelle müssen mittags Busse halten, um Schulkinder einsteigen zu lassen. Da es die jetzige Stellfläche zum Anhalten nach dem Umbau nicht mehr geben werde, so Verkehrsreferent Bernhard Pfahler ( Freie Wähler), könnten dann keine Fahrzeuge mehr am Bus vorbeifahren. Weil mittags alle Bushalten besetzt sind, ist ein Ausweichen auf eine andere Haltestelle unmöglich. Die Konsequenz wäre, so Pfahler, dass zu den drei Stellplätzen vor der Bank, die wegen des Umbaus ohnehin wegfallen, zur Mittagszeit zeitlich begrenzt auch noch die drei Stellplätze vor dem Friseurgeschäft Kragler gestrichen werden müssten, damit der Bus dort anhalten kann. Nicht nur er konnte dem Bau deshalb so wie geplant nicht zustimmen. Um den Eingangsbereich erst gar nicht so breit werden zu lassen, forderten einige Stadträte, dass der Treppenbau gestrichen werden sollte. „Es gibt doch die Rampen“, meinte zum Beispiel Klaus Brems (FW). Er wehrte sich gegen weitere „Kunstgriffe mit dem Verkehr“ und verlor dann auch noch deutliche Worte: „Nach allem, was die Raiffeisenbank mit uns gemacht hat, ist es mir wurscht, was die wollen.“ Damit spielte er auf die Turbulenzen im Zusammenhang mit dem geplanten Bankneubau am Schrannenplatz und der darauf folgenden Entscheidung der Bank an, das neue Verwaltungsgebäude auf Oberhausener Grund in Kreut zu errichten.

Theo Walter (Grüne), Fritz Goschenhofer, Manfred Enzersberger (beide CSU) Christiane Heyne, Roland Harsch und Hans Habermeyer (alle Freie Wähler) sprachen sich dagegen für die Treppe als repräsentativ notwendiges Element für das Geldinstitut und das historische Gebäude aus. Aus ihren Reihen kam auch der Vorschlag, den geplanten zwei Meter breiten Gehwegstreifen nach der Treppe auf 1,50 Meter zu verschmälern. Mit der ebenfalls für alle nutzbaren Rampe sollte das Platzangebot für alle reichen, die den Weg nutzen. So wurde es gegen neun Stimmen auch beschlossen.

OB Bernhard Gmehling schlug danach vor, die Verkehrslage nach der Verschmälerung des Gehweges zunächst einmal zu beobachten. Weil in den zwei Mittagsstunden nur vier Busse an dieser Stelle halten müssten, glaube er, dass sich die Situation einpendeln werde. Nur die letzte Lösung sei es, mittags zeitlich befristet auch die Parkplätze vor dem Friseurgeschäft für den Schulbus zu nutzen.

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