Newsticker
Kassenärzte erwarten Aufhebung der Impf-Priorisierungen im Mai
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Zuschuss in Corona-Zeiten: Stadt unterstützt Neuburger Kammeroper

Neuburg

29.01.2021

Zuschuss in Corona-Zeiten: Stadt unterstützt Neuburger Kammeroper

Im Neuburger Stadttheater waren im vergangenen Jahr viele Sitzplätze gesperrt, damit die coronabedingten Abstandsregeln eingehalten werden konnten. Auch heuer sind die Bedingungen für die Neuburger Kammeroper schwierig.
Foto: Pfaffel (Archiv)

Plus Die Bedingungen für die Neuburger Kammeroper sind weiter schwierig. Trotzdem oder gerade deswegen zahlt die Stadt einen Zuschuss - was nicht jedem gefällt.

Die Neuburger Kammeroper wollte eigentlich schon im vergangenen Jahr das Stück „Die Rosskur“ aufführen. Aus bekannten Corona-Gründen wurde daraus nichts. Auch in diesem Jahr sind die Bedingungen nicht besser. Deshalb kann das Stück heuer ebenfalls nicht aufgeführt werden. Um den Corona-Bedingungen gerecht zu werden, entschieden sich die Verantwortlichen der Kammeroper nun dafür, statt einer großen Oper zwei Einakter ohne Chor auf die Bühne bringen zu wollen. Das spart der Stadt Geld.

Neuburger Kammeroper: Stadt spart sich bei Zuschüssen Geld

Die hatte einen Zuschuss von 60.000 Euro eingeplant. Die coronabedingte Reduzierung des Programms bringt wohl rund 5000 Euro Kostenersparnis. Die Mitglieder des Stadtrats diskutierten nun über den Zuschuss von 55.000 Euro.

Kulturamtsleiterin Marieluise Kühnl appellierte an die Ratsmitglieder, diese Finanzhilfe zu gewähren. Es handle sich um die einzige Eigeninszenierung der Stadt Neuburg, die überregionale Resonanz hervorrufe. Kulturreferentin Gabriele Kaps (CSU) sprach von einer Marke mit Strahlkraft nach ganz Bayern und Süddeutschland. „Das ist Werbung für Neuburg“, so Kaps.

Kammeroper: "Ein wichtiges Kulturgut für Neuburg"

Auch Florian Herold (FW) sprach von einem „wichtigen Kulturgut für Neuburg“. Man müsse sich jedoch auf eine Summe einigen. Sollten sich wegen der Pandemie die Zahl der Zuschauer und damit auch die Einnahmen verringern, würde man die Zahlungen nachjustieren. Herold sprach sich dafür aus, einen festen Betrag von 50.000 Euro zu zahlen und es, unabhängig von der Besucherzahl, bei diesem Betrag zu lassen. Die Kosten für die Aufführung würden so oder so anfallen. Diesem Vorschlag schlossen sich die Ratsmitglieder mit 22:6 Stimmen an. Sollte es Beschränkungen für Zuschauer vor Ort geben, ist ein Livestream angedacht.

Dagegen war unter anderem Doris Stöckl (CSU). „Wir haben Corona, viele Menschen sind in Not“, sagte sie. Unter diesen Vorzeichen einen solchen Zuschuss zu gewähren, könne sie mit ihrem politischen Gewissen nicht vereinbaren.

Lesen Sie auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren