Landesliga Südwest

30.08.2019

Der erste Schritt ist gemacht

Im siebten Anlauf ist der Knoten endlich geplatzt: Max Jahner (rechts) und der FC Ehekirchen feierten am vergangenen Wochenende in Kaufbeuren den ersehnten ersten Saisonsieg. Am Sonntag geht es gegen den VfB Durach.
Bild: Dirk Sing

Nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende in Kaufbeuren möchte der FC Ehekirchen im Heimspiel gegen den VfB Durach nachlegen

Die Steine, die den Verantwortlichen und Spielern des Landesliga-Aufsteigers FC Ehekirchen am vergangenen Samstag vom Herzen purzelten, dürften gleich mehrere Zentner schwer gewesen sein. Nach zuvor sieben erfolglosen Anläufen, endlich den ersten „Dreier“ in der Landesliga-Saison 2019/2020 einzufahren, platzte der Knoten nun ausgerechnet im „Kellerduell“ bei der bis dato punktgleichen SpVgg Kaufbeuren. Mit einem hochverdienten 3:1-Erfolg verbesserte sich der Aufsteiger auf den drittletzten Tabellenplatz der Landesliga Südwest und tankte dabei – was letztlich wohl die wichtigste Erkenntnis dieser Partie war – dringend benötigtes Selbstvertrauen für den weiteren Saisonverlauf.

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„Ich muss zugeben, dass ich selbst als Trainer mit meinen Mannschaften eine solche Durstrecke noch nie erlebt habe“, sagt FCE-Trainer Gerhard Hildmann. Dementsprechend groß sei sowohl bei ihm als auch seinen Schützlingen die Erleichterung nach dem Schlusspfiff gewesen. „Das Krasse an unserer Situation war ja, dass wir in den vorangegangenen sieben Begegnungen mit unseren Kontrahenten stets auf Augenhöhe waren, um dann schließlich zumeist mit leeren Händen dazustehen. Irgendwann verlierst du dann fast schon den Glauben beziehungsweise fragst dich, in welchem Film du gerade bist“, so Hildmann.

Auch in Kaufbeuren dürfte sich der Ehekirchener Coach zunächst jedoch erneut wie in einem „Grusel-Schocker“ gefühlt haben. Trotz der Tatsache, dass sein Team die erste halbe Stunde dieser Begegnung beherrschte, gingen die Hausherren in Führung – und wie! Nach einem Zusammenprall zwischen Torhüter Simon Lenk und Innenverteidiger Lucas Labus landete der Ball vor den Füßen eines SpVgg-Akteurs, der diesen nur noch ins leere FCE-Gehäuse einschieben musste. „Ich habe nach dieser unglaublichen Situatuion meine Mappe derart gefrustet auf den Boden gepfeffert, dass sie kaputtgegangen ist“, verrät Hildmann, dem zu diesem Zeitpunkt schon Schlimmes schwante. Doch anders als in den zurückliegenden Partien hatte seine Truppe nun endlich auch einmal das Glück auf ihrer Seite. Zunächst gelang dem wenige Minuten zuvor eingewechselten Christoph Hollinger, der extra einen Tag früher aus seinem Urlaub zurückgekehrt war, der 1:1-Ausgleich, ehe Matthias Rutkowski kurz vor Schluss (86.) und Julian Mayr mit einem Schuss von der Mittellinie, der über den Umweg Innenpfosten in den SpVgg-Kasten sprang (90.), den „eminent wichtigen Sieg“ (Hildmann) letztlich perfekt machten.

Auch wenn der langersehnte erste Erfolg nun eingefahren ist – ausruhen auf ihren Lohrbeeren können und dürfen sich die Ehekirchener freilich nicht. „Wir haben einen ersten wichtigen Schritt gemacht. Mehr aber auch nicht“, so Hildmann, der weiß, „dass wir jetzt am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen den Mitaufsteiger VfB Durach unbedingt nachlesen müssen“. Der nächste Kontrahent aus dem Allgäu hat aktuell mit den gleichen Problemen wie der FCE zu kämpfen und weist lediglich einen Zähler mehr als das Hildmann-Team auf. „Wir haben immer gesagt, dass wir unbedingt unseren ersten ’Dreier’ einfahren wollen, um in dieser Liga endgültig anzukommen. Jetzt müssen wir diesen Worten auch Taten folgen lassen“, fordert Hildmann. Personell kann der 54-Jährige nahezu aus dem Vollen schöpfen. Die zuletzt fehlenden Michael Panknin und Sebastian Rutkowski stehen wieder im Kader. Lediglich Torjäger Simon Schmaus ist nach seinem Platzverweis in Geretsried noch eine Begegnung gesperrt.

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