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Jubiläum

20.03.2019

50 Jahre Spiel ohne Grenzen: Auf Tarzans Spuren

Im Lauf der Jahre mussten sich die Teilnehmer beim Mönchsdegginger „Spiel ohne Grenzen“ in den unterschiedlichsten Wettkämpfen messen. Das Foto zeigt eine Szene aus den 1970er-Jahren.
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Im Lauf der Jahre mussten sich die Teilnehmer beim Mönchsdegginger „Spiel ohne Grenzen“ in den unterschiedlichsten Wettkämpfen messen. Das Foto zeigt eine Szene aus den 1970er-Jahren.
Bild: Foto Hirsch

Plus Das Mönchsdegginger „Spiel ohne Grenzen“ feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Eine Ausstellung zeigt die Höhepunkte der Veranstaltung.

Sie melken Kühe, müssen über Hindernisse laufen, wie Tarzan von Liane zu Liane schwingen und für Asterix Essen zubereiten: Alle zwei Jahre messen Teams ihr Können beim Mönchsdegginger „Spiel ohne Grenzen“. In diesem Jahr feiert die Veranstaltung ihr 50-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben Beteiligte und Organisatoren Fotoalben gesichtet, alte Gastgeschenke wiederentdeckt und Videos herausgekramt. Herausgekommen ist eine Ausstellung über ein halbes Jahrhundert „Spiel ohne Grenzen“ in Mönchsdeggingen. „Wir wollen, dass die Leute in Erinnerungen schwelgen können“, sagt Jessica Spielberger. Sie ist im Organisationsteam der Veranstaltung. Die drei Frauen erzählen, dass es für jedes Jahrzehnt einen eigenen Raum mit Bildern und Filmen der Wettkämpfe geben werde.

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Viele Mönchsdegginger Familien machen schon seit mehreren Generationen beim „Spiel ohne Grenzen“ mit. So auch die Familien von Corina Hertle-Doley und Alexandra Bekiesch. „Ich war noch nicht auf der Welt, da war ich schon dabei“, sagt Bekiesch und lacht. Bei der Organisation, dem Aufbau und der Veranstaltung selbst helfe immer der Großteil des Ortes mit. Das „Spiel ohne Grenzen“ wurde 1969 vom damaligen evangelischen Ortspfarrer Hans-Gerhard Reutner gegründet. Vorlage sei eine gleichnamige Fernsehsendung des WDR gewesen, erklären die drei Frauen. Bei dem Sportereignis müssen sich die Mannschaften in fünf bis sechs Wettkämpfen behaupten.

Zu Beginn fand die Veranstaltung jedes Jahr statt, inzwischen jedes zweite. Die Spiele denken sich die Organisatoren selbst aus. Dafür haben die Mönchsdegginger schon die unterschiedlichsten Requisiten gebaut: Immer wieder komme ein 25 Meter langer Pool zum Einsatz, genauso wie eine überdimensionale Kuh. Mehr als 432 Mannschaften aus rund 80 Vereinen haben nach Angaben der Veranstalter im Laufe der Jahre teilgenommen. Die weiteste Anreise hatte ein Team aus dem französischen Lille. Es kamen auch schon Mannschaften aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Eine Mannschaft aus Kempten ist seit Beginn ununterbrochen in Mönchsdeggingen dabei.

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Bei den Veranstaltungen bringen die Mannschaften immer Gastgeschenke mit, von denen einige auch in der Ausstellung zu sehen sein werden. Der Ort habe zum 30-jährigen Jubiläum zum Beispiel eine bedruckte Holzplatte bekommen. Das schönste an „Spiel ohne Grenzen“ ist für Bekiesch, dass mit einigen Mannschaften Freundschaften entstanden sind. Sie erzählt, dass Mönchsdegginger zum Beispiel zum Fasching zu einem Team in die Schweiz gefahren sind.

Man habe immer wieder erreicht, dass Menschen von überall „in unser kleines Kaff“ kommen, sagt Spielberger. Die Mönchsdeggingerin hat in den Ort „eingeheiratet“. Sie findet es besonders beeindruckend, wer alles schon beim „Spiel ohne Grenzen“ war – unter anderem der Kunstturner und Olympia-Bronzemedaillengewinner Eberhard Gienger. Der Schirmherr für die diesjährige Veranstaltung vom 7. bis 9. Juni ist Markus Söder. Die drei Frauen hoffen deshalb, dass der Ministerpräsident zur Veranstaltung nach Mönchsdeggingen reist. Ein ehemaliger Ministerpräsident habe bereits zugesagt: Günther Beckstein kommt zum Festgottesdienst. Die Wettkämpfe für dieses Jahr stehen auch schon fest: Aus jedem Jahrzehnt wird ein Spiel wieder aufgegriffen.

Info Die Ausstellung zu 50 Jahre „Spiel ohne Grenzen“ ist am Samstag, 23. März, ab 18 Uhr im Gasthaus Zur Rose in Mönchsdeggingen zu sehen.

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