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Klausur

13.02.2015

Barrierefreiheit: SPD sieht Handlungsbedarf

Stadtratsfraktion befasst sich mit dem demografischen Wandel

Die Nördlinger SPD-Stadtratsfraktion hat sich zu einer zweitägigen Fraktionsklausur in Randersacker bei Würzburg getroffen. Auf der Tagesordnung standen laut einer Pressemitteilung die Haushaltsberatungen, das Verkehrskonzept der Stadt und die Entwicklung von Eckpunkten für ein allgemeines Leitbild für Nördlingen.

Einen besonderen Schwerpunkt räumte die Fraktion dabei den Fragen ein: Wie gehen wir mit dem demografischen Wandel um? Wie machen wir unsere Stadt fit für die anstehenden Aufgaben und Veränderungen? „Nicht nur senioren- und behindertengerechte Wohnung gehören dazu“, so die Fraktionssprecherin Rita Ortler, „auch die entsprechende Infrastruktur wie Ärzte, Altenwohnungen, ambulante Betreuungsmöglichkeiten, entsprechende Einkaufsmöglichkeiten und Freizeitangebote müssen vorhanden sein.“ Hier seien Sanitätshäuser fundierte Ansprechpartner. Deshalb vermittelte Stadtrat Erich Geike einen Besuch bei der Sanitätsfirma Haas in Estenfeld, verbunden mit einer Führung von Constantin Carl, ehemaliger Nördlinger, durch das neu gebaute Gesundheitszentrum. Carl erläuterte in einem interessanten Vortrag die Säulen des neuen, ganzheitlichen Konzeptes.

Im Schulungszentrum wird nicht nur Stammpersonal fortgebildet, in diesen Räumlichkeiten werden Vorträge für Firmen, Kommunen, Einrichtungen und auch Bildungsinstitute aus der Region angeboten, um diese Partner für die Bedürfnisse der Senioren und Behinderten zu sensibilisieren. Hier steht Information und Vernetzung dieser wichtigen Partnern im Vordergrund, denn mit vorherigem Wissen um die Bedarfe werden viele Fehler in Planung und Ausführung vermieden, so die Pressemitteilung. Gerade hier sehen die SPD-Stadträte Handlungsbedarf in Nördlingen.

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Die oft fehlende Vernetzung und Lücken in Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen machten es den Hilfesuchenden schwer, die notwendigen Hilfsmittel zu finden, so die SPD weiter. Hier könnte die Stadt analog zum Würzburger Modell beispielsweise gemeinsam mit dem TCW oder anderen Einrichtungen Verbindungen zur Uni Augsburg und zu regionalen Firmen schaffen.

Erkenntnisse könnten im Hinblick auf die großen anstehenden Baumaßnahmen am BayWa- oder Döderleingelände schon bei Planungen mit eingebracht werden. Die Stadt als Partner im Inklusionsprojekt könnte wichtige Impulse einbringen und zur Umsetzung führen, so die SPD weiter.„Auch die Barrierefreiheit in unserer Stadt muss im möglichen Maße in naher Zukunft realisiert werden“, so Paul Schneele. Die Fraktion kann sich in Zusammenarbeit mit den ansässigen Anbietern auch die Einrichtung eines Rollstuhlparcours vorstellen. So kann den Menschen mit Handicap beim Finden der richtigen Heilmittel geholfen werden, aber kann auch genutzt werden, um für deren Bedürfnisse im Alltag zu sensibilisieren. (pm)

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