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Politik

08.12.2018

Die letzte Amtszeit für einige Bürgermeister im Ries?

Im Mai 2020 werden die neuen oder auch alten Bürgermeister im Ries gewählt. Gerade in der Verwaltungsgemeinschaft Ries könnte sich dann einiges ändern. Zwei Bürgermeister haben bereits bekannt gegeben, ihr Amt abgeben zu wollen.

In der VG Ries könnte sich bei der Bürgermeister-Wahl 2020 einiges verändern. Zwei Rathauschefs stellen ihr Amt zur Verfügung. Drei weitere halten sich noch bedeckt.

Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul wird zum 1. Mai 2020 sein Amt abgeben müssen. Das hat Altersgründe, da ein hauptamtlicher Rathauschef nicht älter als 65 Jahre sein darf. Zur neuen Amtszeit gelte das Höchstalter von 67 Jahren. Faul wäre dann 71. Als ehrenamtlicher Bürgermeister sieht das zwar anders aus, dennoch treten einige Gemeindevorsteher der Verwaltungsgemeinschaft Ries wegen ihres Alters nicht mehr für die Wahl an. Nachfolger stehen allerdings noch nicht parat.

Dieses Szenario trifft auf die Gemeinde Hohenaltheim. Bürgermeister Wulf-Dietrich Kavasch kommuniziert seit einiger Zeit, dass er sein Amt zur Verfügung stellen will. „Ich werde bald 75 Jahre alt. Nach 40 Jahren als Gemeinderat und Bürgermeister will man irgendwann kürzer treten“, sagt er gegenüber unserer Zeitung. Er beklagt vor allem, „mit Papier zugeschüttet“ zu werden, außerdem sei er gesundheitlich angeschlagen. Hohenaltheim sei aber gut aufgestellt für die kommenden Jahre. Als Beispiel nennt er den Breitbandausbau oder die Sanierung der Ortsstraßen. Obwohl er bereits angekündigt hat sein Amt nach zwölf Jahren niederlegen zu wollen, gebe es bislang noch niemanden, der auf ihn folgen wolle. „Ich hoffe aber, dass in der letzten Minute noch jemand aufsteht und sich für den Job zu Verfügung stellt“, sagt der Ortsvorsteher von Hohenaltheim.

Karl Wiedenmann stellt Amt zur Verfügung

In Kavaschs Heimatgemeinde Mönchsdeggingen ist die Situation derzeit ähnlich. Karl Wiedenmann ist nun 62 Jahre alt und wird am 1. Mai 2020 nicht mehr zur Wahl stehen. „Ich wäre am Ende der nächsten Amtszeit 70 Jahre und die bisherige Zeit ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen“, sagt er. Zeitweise musste Wiedenmann aus gesundheitlichen Gründen vertreten werden. Er ist ehrenamtlich tätig. Ob das in Zukunft so bleibe, sei noch ungewiss, da sich die Suche nach einem Nachfolger immer schwieriger gestalte. Einen Schnellschuss wird es laut Wiedenmann weder bei der Suche nach seinem Nachfolger, noch beim Wechsel zu einem möglichen hauptamtlichen Bürgermeister geben.

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Wie die Rieser Nachrichten erfahren haben, solle auch Forheims Bürgermeister Werner Thum nicht mehr für eine weitere Amtszeit kandidieren. Seine endgültige Entscheidung wolle der 67-Jährige aber erst im April 2019 auf einer Bürgerversammlung mitteilen. „Dann heißt es eben Ja oder Nein“, sagt er. Thum ist seit 1990 Rathauschef in Forheim. Ebenfalls schon sehr lange im Amt, seit dem Jahr 1996, ist Amerdingens Bürgermeister Hermann Schmidt. Gegenüber unserer Zeitung will sich der 60-Jährige noch nicht zu seiner Zukunft äußern. „Mal abwarten, was passiert“, sagt er. Aber auch er spricht über kleinere gesundheitliche Probleme. „Das sind normale Dinge, wenn man älter wird.“ Die Sanierung der Mehrzweckhalle in der Gemeinde würde er jedenfalls nach eigener Aussage noch gerne zu Ende bringen.

In der VG Oettingen wird es Karl Kolb nicht so viel Bewegung geben

Einen neuen Rathauschef könnte es 2020 auch in Ederheim geben. Hinter vorgehaltener Hand heißt es, dass Caroline Zehnpfennig-Doleczik nicht mehr antreten will, allerdings nicht aus Altersgründen. Gegenüber den Rieser Nachrichten sagt die Bürgermeisterin, dass sie sich darüber noch keine Gedanken gemacht habe. Bei der anstehenden Wahl im übernächsten Jahr könnte sie in ihre dritte Amtszeit gehen. „Wie sagt man, aller guten Dinge sind drei.“ In der Verwaltungsgemeinschaft Oettingen ist bislang nur bekannt, dass Hainsfarths Bürgermeister Franz Bodenmüller aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten ist. Stellvertreter Klaus Engelhardt hat bereits angekündigt, sich bei der Wahl im Frühjahr 2019 zur Verfügung zu stellen (wir berichteten). Laut dem Vorsitzenden der VG Oettingen, Karl Kolb, gebe es jetzt keine Veränderungen, ebenso wenig wie in der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein. In Nördlingen hat bislang lediglich David Wittner auf die anstehende Bürgermeisterwahl reagiert und seinen Hut in den Ring geworfen (wir berichteten).

Den Kommentar zur Bürgermeisterwahl, lesen Sie hier: Eine gute Lösung braucht Zeit

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