1. Startseite
  2. Lokales (Nördlingen)
  3. Grundschule in Nördlingen sucht einen Bufdi

Nördlingen

11.04.2019

Grundschule in Nördlingen sucht einen Bufdi

Pauline Aumann absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst an der Grundschule an der Schillerstraße. Doch noch gibt es keinen Nachfolger für die 18-Jährige im kommenden Schuljahr.
Bild: Grundschule Schillerstraße

Pauline Aumann macht ihren Bundesfreiwilligendienst in Nördlingen. Doch es fehlt ein Nachfolger für das neue Schuljahr – dabei ist die 18-Jährige eine wichtige Stütze.

Kinder testen gerne ihre Grenzen aus, diese Erfahrung hat Pauline Aumann machen dürfen. Der Lehrer war kurz aus dem Klassenzimmer gegangen, die 18-Jährige sollte auf die erste Klasse aufpassen. „Auf einmal fängt eine ganz brave Schülerin an, ein Lied von Andreas Gabalier zu singen. Und alle anderen Schüler machen mit“, erzählt Pauline Aumann. Sie habe ihnen aber gesagt, dass sie ruhig sein sollten.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Pauline Aumann absolviert ihren Bundesfreiwilligendienst in der Grundschule an der Schillerstraße in Nördlingen. Der Bundesfreiwilligendienst, kurz Bufdi genannt, wurde 2011 eingeführt, nachdem der Wehr- und somit auch der Zivildienst ausgesetzt wurden. Der Dienst bietet Bürgern die Möglichkeit, sich zu engagieren. Derzeit sucht die Schule einen Nachfolger für die 18-Jährige zum neuen Schuljahr. Noch gibt es niemanden, der ihre Aufgaben nach dem Sommer übernimmt. „Die Bufdis sind eine echte Unterstützung für uns“, sagt Schulleiterin Cornelia Dambacher. Sie hofft auf Bewerbungen für den Bundesfreiwilligendienst.

Sie unterstützt die Schüler bei ihren Hausaufgaben

Die Aufgaben von Pauline Aumann an der Schule sind vielfältig. Morgens macht sie Telefondienst im Sekretariat. Zudem ist sie bei der Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag vor Ort und unterstützt die Schüler bei ihren Aufgaben. „Manche Kinder bekommen zu Hause keine Hilfe, andere machen ihre Hausaufgaben schlampig. Ich helfe ihnen dann dabei.“ Pauline Aumann sitzt vormittags in den Klassen und hilft einzelnen Schülern. Grundsätzlich arbeitet sie viel mit den Kindern und ist zu einer wichtigen Stütze für die Lehrer geworden. „Die sind froh, wenn ich helfen kann.“ Zum Beispiel kann sie auf Klassenausflügen, die die Lehrer sonst alleine leiten, darauf achten, dass kein Schüler am Ende der Gruppe wegläuft.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Pauline Aumann hat Spaß an der Arbeit mit den Kindern, das ist ihr anzumerken. Sie ist froh über ihre Entscheidung. „Ich bin selbstbewusster und erwachsener geworden.“ Auch hinsichtlich ihres Berufs hat der Bundesfreiwilligendienst Pauline bestärkt: Sie will Grundschullehrerin werden.

Schulleiterin Dambacher betont: „Wir sind ausgesprochen zufrieden, dass wir jemanden haben, der aktiv am Schulleben teilnimmt und einen sehr guten Umgang mit den Kindern pflegt.“ Junge Erwachsene, die den Bundesfreiwilligendienst an der Schule absolvieren wollen, sollten laut der Leiterin erste Erfahrungen mit Kindern im Grundschulalter sowie Spaß an Schule haben und 18 Jahre alt sein. Zudem hat der Bundesfreiwilligendienst einen Vorteil für zukünftige Lehrer: Der Dienst werde als Orientierungspraktikum angerechnet.

Die Bufdis absolvieren Seminarwochen

Pauline Aumann erzählt, dass sie im Bundesfreiwilligendienst mehrere Seminarwochen absolviert. Dort beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie Stressbewältigung oder Teamarbeit.

In ihrer bisherigen Zeit an der Schule habe sie viel gelernt, erzählt Pauline Aumann: „Es macht viel Spaß mit den Kindern. Und es ist schön, dass sie die Arbeit zu schätzen wissen“, sagt die 18-Jährige.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren