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Aktionstag

10.10.2016

Im Wald und um den Wald herum

Auch der 8. Waldtag war wieder eine Großveranstaltung, die diesmal im Megesheimer Sachsenhart stattfand. Auf unserem Foto zeigt Jochen Oßwald aus Oberringingen „Waldarbeit anno dazumal“ mit einer alten Zwei-Mann-Motorsäge. Die Veranstaltung zog wieder Tausende von Besuchern an.
Bild: Jim Benninger

Tausende Besucher kommen zur achten Auflage der Großveranstaltung in Megesheim. Für sie gibt es im Sachsenharter Forst viel zu entdecken

Was die Waldbesitzer- vereinigung Nordschwaben und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten lapidar als „Waldtag“ ankündigten, war erneut eine Großveranstaltung, die wieder Tausende von Besuchern anzog. Diesmal in den Sachsenharter Forst der Familie Steppich, zwischen Megesheim und Ursheim. Auf jeden Fall ein „Walderlebnistag für Groß und Klein“, sei er dann aber doch, lobte CSU-Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler bei der Eröffnung im Festzelt die Veranstaltung, die im Zwei-Jahres-Rhythmus, zuletzt in Wittesheim, stattfand.

Und damit hatte er recht, bot doch auch der achte Waldtag im schwäbisch-fränkischen Grenzgebiet wieder Vielfältiges rund um den Wald. So war das Festzelt bereits am Morgen gut besucht zum Gottesdienst mit Pfarrer Thomas Swat und musikalischer Umrahmung durch die Megesheimer Dorfmusikanten. Danach begrüßte WBV-Vorsitzender Alois Michel die vielen Besucher und Ehrengäste und dankte den örtlichen Vereinen, die zur guten Organisation der Veranstaltung beigetragen hatten. „Wir wollen Waldbesitzer, Firmen, aber auch Besucher bis hin zu Familien ansprechen und ihnen die Waldbewirtschaftung näherbringen“, sagte der Vorsitzende. Denn ohne die seit Generationen betriebene Bewirtschaftung wäre unser Wald nicht der Wirtschafts- und Erholungsraum, den er jetzt darstelle. Bei einer konsequenten Forst- und Jagdpolitik müsse gelten: „Wald vor Wild“, so Michel. Der darum auch eine konsequente Strategie gegen immer mehr Biberschäden forderte. Megesheims Bürgermeister Karl Kolb bemängelte die immer mehr aufkommenden Regelungen, die einer nachhaltigen Land- sowie Forstwirtschaft im Wege stünden und stellvertretender Landrat Reinhold Bittner sprach vom Spannungsfeld Wald zwischen Wirtschaft und Erholungsraum.

AELF-Direktor Manfred Faber zeigte auf, wie landschaftsprägend der Wald im Donau-Ries sei und warum man darum auch bei dessen Besuchern offen für ein Verständnis für die Bewirtschaftung werben müsse. Danach zogen die Mandatsträger in einer ersten größeren Gruppe durch den abwechslungsreichen Mischwald. Zunächst ging es an den Ständen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, des Bayerischen Bauernverbandes, der Waldbesitzervereinigung und der Zimmerer-Innung Donau-Ries vorbei. Dann eine Stunde tiefer hinein zu den vielen Ständen und Präsentationsflächen von nahezu 30 Firmen aus dem örtlichen Wald-, Baumschulen- und Holzmarkt. Dabei waren auf zwei Kilometern die Holzernte durch Harvester und Rückezug, die maschinelle Durchforstung, Heizen mit Holz, Pflanzverfahren oder Baumpflege Themen. Aber auch Holz-Kunstwerke des Wittesheimer Motorsägenkünstler Jan Rohr, „Waldarbeit anno dazumal“, ein Gewinnspiel sowie vielfältige Aktionen für Kinder gab es, wie Bogenschießen oder abgesichertes Baumklettern. Im Zelt gab es vielfältige Speisen, daneben zeigten örtliche Aussteller Großgeräte, die auch für die Waldarbeit gebraucht werden.

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