09.01.2010

"Im grünen Wald ..."

Die einstigen fürstlichen Forstämter Mönchsdeggingen (später Harburg), Hohenaltheim, Bissingen, Härtsfeldhausen, Baldern und Uttenstetten gibt es nicht mehr, sie wurden in der Vergangenheit aufgelöst. Leiter der Forstämter waren die Forstmeister, die im Forstamt mit ihrer Familie wohnten. Jedem Forstamt unterstanden mehrere Forstbezirke. Verantwortlich für den jeweiligen Bezirk war der (Revier-)Förster, landläufig "Jäger" genannt, weil die Jagdaufsicht zu einer seiner Hauptaufgaben zählte. Jeder Forstbezirk besaß ein Forsthaus. Auch für den Förster bestand sogenannte Residenzpflicht, das heißt, er musste im Forsthaus wohnen. Zum Forstamt Hohenaltheim gehörten die Forsthäuser Christgarten, Hochdorf, Karlshof, Parkhaus, Sumpf und Sägmühle; die Forsthäuser Thurneck, Harburg, Eisbrunn, Plossen und Mönchsdeggingen waren dem Forstamt Mönchsdeggingen und nach dessen Auflösung dem Forstamt Harburg unterstellt.

Von den genannten Forsthäusern, die ihre Funktion alle eingebüßt haben, sind noch etliche vorhanden, nämlich Christgarten, Thurneck, Eisbrunn und Karlshof. Sie werden anderweitig genutzt. Alle anderen Jägerhäuser wurden abgerissen. Nachfolgend eine kurze Standortbeschreibung dieser verschwundenen Forsthäuser.

Forsthaus Parkhaus (abgerissen 1970), errichtet für den Parkförster im ehemaligen Tiergarten (Hirschpark). 1,5 Kilometer von Hohenaltheim entfernt, gelegen an der Staatsstraße 2212 Nördlingen-Höchstädt, unmittelbar am Waldrand, Abteilung "Franzensruh", nach der Abzweigung der Kreisstraße Bollstadt-Amerdingen.

Forsthaus Sumpf, 1,5 Kilometer von Niederaltheim entfernt, an der Gemeindeverbindungsstraße nach Bollstadt gelegen, in der Waldabteilung "Frohnmüllersbirk". Der Name "Sumpf" soll von einem sumpfigen Waldgebiet in der Nähe des Forsthauses herrühren.

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Forsthaus Plossen (1969 abgebrochen) mit der Anschrift "Mönchsdeggingen Hs.Nr. 150" an der Staatsstraße 2221 Möttingen-Bissingen gelegen, ziemlich genau in der Mitte zwischen Mönchsdeggingen und Untermagerbein, etwas abseits rechts am Waldrand, Abteilung "Waldhaus".

Forsthaus Hochdorf. An der Staatsstraße 2212 Nördlingen-Höchstädt gelegen, etwa einen halben Kilometer nach der Landkreisgrenze zu Dillingen, rechts am Waldrand, Abteilung "Guckelöcher", am Eingang zum Kesseltal.

Forsthaus Sägmühle /1799-1972) gelegen am Forstweg Hohenaltheim-Mönchsdeggingen (1,5 Kilometer bis Hohenaltheim, 2,5 Kilometer bis Mönchsdeggingen), als Rodung am Waldrand, auf einer Wiese mit alten Kastanienbäumen, am Bautenbach (bzw. Kreuzlesbach), Abteilung Sägmühle. - 1799 als Schneidmühle errichtet, ab 1869 in fürstlichem Besitz, 1889 wird aus der Sägmühle ein Forsthaus inmitten des sogenannten Hirschparks - später dient es nur noch als Wohnhaus für einen fürstlichen Beschäftigten und dessen Familie. (gss)

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