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Oettingen

05.04.2019

Knapp 10 Millionen vom Bund für Gasthaus und Hotel Krone

Das Hotel Krone in Oettingen liegt stadtprägend direkt neben dem Rathaus.
Bild: Verena Mörzl

Oettingen bekommt im Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus die zweithöchste Fördersumme. Was dieser Zuschlag nun bedeutet.

Die Bewerbung ist geglückt: Oettingen gehört zu 35 Städten in Deutschland, die einen Zuschlag im Förderprogramm Nationale Projekte des Städtebaus bekommen haben. Für die Krone steht mit 9,76 Millionen Euro sogar der zweithöchste Förderbetrag zur Verfügung – das sind 86,95 Prozent der förderfähigen Kosten. Diesmal ist es nicht Markus Söder, der die frohe Botschaft wie bei der Jakobi-Kirchweih verkündete. Er sicherte damals die Finanzierung der Notsicherung der Krone zu, die aktuell durchgeführt wird. Diesmal verkündete Innenminister Horst Seehofer die Nachricht. Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, der das Förderprogramm entdeckt und die Bewerbung Oettingens stark unterstützt hat, sagte: „Es ist geschafft: Die Jury des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ hat entschieden, die Sanierung des Hotels Krone zu fördern.“

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Nationale Projekte des Städtebaus: Zuschlag für Oettinger Krone

Die interdisziplinär besetzte Jury unter Vorsitz des Parlamentarischen Staatssekretärs Marco Wanderwitz begründet die extrem hohe Förderung für die Krone damit, dass der hohe Denkmalwert des Objekts und die Bedeutung des Gasthofs ihn als Ortsmittelpunkt Oettingens zu einem guten Beispiel der erhaltenswerten Fachwerkarchitektur der Residenzstadt im Ries machten. Lange sagt außerdem: „Auch wenn es noch etliche Konkurrenzvorhaben gab, die ebenfalls gute Gründe für eine Förderung vorgelegt haben, hat sich das Oettinger Projekt durchgesetzt. Deshalb freue ich mich sehr, dass die zahlreichen Gespräche, die ich mit Vertretern des Innenministeriums aber auch mit den Jury-Mitgliedern geführt habe, dieses positive Votum zur Folge haben.“

In diesem Zusammenhang weist der Abgeordnete auch auf die Zusammenarbeit mit Vertretern des Bayerischen Bauministeriums und der Regierung von Schwaben hin, ohne die es nicht möglich gewesen wäre, eine solche hohe Förderung zu erreichen. „Jetzt müssen die Stadt Oettingen und der Stadtrat die Weichen dafür stellen, dass die weiteren entsprechenden Maßnahmen beschlossen werden, damit die Sanierung der Krone beginnen und die Gelder auch abfließen können. Der Bund hat seine Hausaufgaben gemacht“, betont Lange.

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Der CSU-Bundestagsabgeordnete verdeutlicht außerdem, dass die Fördermittel nicht für den Kauf der Krone durch die Stadt eingesetzt werden dürfen. Die Zahlungen würden in gewissen Tranchen vom Bund direkt an die Stadt Oettingen als für die Sanierung zuständigen Ansprechpartner fließen. Deshalb geht Lange davon aus, dass die Stadt Oettingen und der Besitzer der Krone sich schnell zu Gesprächen treffen und zu einer Einigung im Rahmen der Verkaufsverhandlungen kommen werden. Hier stehe sowohl die Stadt Oettingen als auch der Besitzer gegenüber der Stadt in der Verantwortung. Für private Spekulationen sei kein Platz, so Lange weiter.

Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner freute sich über die guten Nachrichten aus Berlin und bezeichnete die Aufnahme in das Programm als „einmalige Chance“. „Es ist eine großartige Leistung von allen am Bewerbungsverfahren beteiligten Stellen, dass wir uns im nationalen Vergleich durchsetzen konnten“, sagte Wagner.

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