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Schleppertour

12.06.2019

Landwirte-Aktion: „Bayern blüht auf“

BBV-Geschäftsführer Michael Stiller (links), BBV-Kreisobmann Karlheinz Götz (Mitte) mit Familie sowie viele Blühpaten stellten auf einem Feld bei Wallerstein jetzt die BBV-Schleppertour sowie die Aktion „Bayern blüht auf“ vor. Dabei soll auf die Arbeit der Landwirte sowie deren Engagement für die Artenvielfalt aufmerksam gemacht werden.
Bild: Benninger

Plus Die Aktion des Bayerischen Bauernverbandes soll auf das Engagement der Landwirte für die Artenvielfalt aufmerksam machen. Jeder kann sich als Pate beteiligen.

Der große Traktor den die Deutz-Fahr AG für die Schleppertour von „Bayern blüht auf“ zur Verfügung stellt, ist genauso bunt mit Blüten beklebt, wie die Wiese von Karlheinz Götz, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) spätestens ab Juli einmal blühen soll. Dort traf sich seine Familie jetzt mit BBV-Geschäftsführer Stiller, sowie etlichen „Blühpaten“, die etwas gegeben hatten, damit man das Projekt auch hier im Landkreis starten konnte. Denn obwohl nicht Jeder die Möglichkeit hat, eine eigene Blühfläche anzulegen, ist bei vielen das Interesse groß, die Artenvielfalt zu erhalten. Deshalb bietet der BBV-Kreisverband Patenschaften für solche Blühflächen an. Für 20 Cent kann jeder einen Quadratmeter erwerben, dem Bienen und Artenvielfalt wichtig sind. Der Mindestanteil sind 25 Quadratmeter. 180 Paten gibt es bereits im Donau-Ries, so jetzt Götz auf seinem Feld am Wallersteiner Recyclinghof. Für das Engagement erhält man eine Blühflächen-Patenschaftsurkunde, auf der auch die genaue Lage der Fläche vermerkt ist. So kann man selbst beobachten, wie sich diese im Laufe des Jahres entwickelt.

Mit der Aktion und der Schleppertour möchte der Bayerische Bauernverband auf das Engagement der Landwirtschaft für die Artenvielfalt aufmerksam machen. Nach der Abholung des Deutz-Fahr in Lauingen fuhr man diesen zunächst nach Schabringen und jetzt nach Wallerstein. Von dort geht er weiter in den Landkreis Neustadt-Aisch, dann auf die Bauernmarktmeile Nürnberg. Über Kelheim, Landshut, Dingolfing, Eggenfelden und Straubing geht es für den 130-PS-Schlepper wieder zurück. An verschiedenen Stationen und Blühflächen macht der 6130 TTV dabei auf die Bereitschaft von Landwirten und Paten aufmerksam, sich für Bienen, Insekten oder weiter bedrohte Arten wie Lerchen oder Feldhamster sowie alte Nutztierrassen oder Obst- und Gemüsesorten einzusetzen.

30 Bauern haben sich im Kreis bereit erklärt, Flächen dafür zur Verfügung zu stellen. Sie zeigen damit ihr Herzblut für die Landwirtschaft und die Natur, so jetzt Götz vor Ort. Bereits seit langem helfen die Bauern mit ihrer täglichen Arbeit und verantwortungsvollen Wirtschaftsweise, die Kulturlandschaft und Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten, sagt Michael Stiller. Da aber keine Branche so sehr auf die tierischen Bestäuber angewiesen ist, wie die Landwirtschaft, möchte man im Bereich der Artenvielfalt Teil der Lösung sein. Spätestens seit 2011 legen Bauern freiwillig Blühstreifen an, darauf aufbauend wurde „Bayern blüht auf“ Mitte vergangenen Jahres gestartet, dem jetzt die Schleppertour folgt.

Überweisungen sind auf das Treuhandkonto BBV-Blühflächenpatenschaft DE 61 7229 0100 0103 0042 01 mit Name, Adresse und Telefon möglich. Eingänge bis 30. November werden für eine Fläche im kommenden Jahr vorgemerkt, spätere für das folgende.

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