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Nördlingen

30.11.2017

Neuer Leiter für die Intensivabteilung

Neuer Leiter für die Intensivabteilung am Stift ist aus dem Saarland.
Bild: dwo

GkU-Vorstand Jürgen Busse referiert beim Freundes- und Förderkreis des Stiftungskrankenhauses. Ein Pathologe könnte seinen Sitz nach Nördlingen verlegen.

Die wirtschaftliche Lage an den drei Krankenhäusern des gkU Donau-Ries ist stabil – das berichtete dessen Vorstand Jürgen Busse in der Mitgliederversammlung des Freundes- und Förderkreises Stiftungskrankenhaus Nördlingen. Somit sei auch in diesem Jahr ein positiver Abschluss zu erwarten. Besonders erfreulich sei das Ergebnis im Krankenhaus Oettingen. Die Weaning-Abteilung sei von sechs auf acht Betten erweitert worden, die Belegung sei garantiert. Im Stiftungskrankenhaus könne das Herzzentrum weiter steigende Fallzahlen vorweisen, wird Busse in der Pressemitteilung des Freundes- und Förderkreises zitiert. Auch die Palliativabteilung werde sehr gut angenommen, die übrigen Abteilungen lägen im Plan; die Innere sei durch neue Oberärzte gestärkt worden. Ärgerlich sei, dass der medizinische Dienst immer wieder Erlöse streiche und damit die großartige Leistung der Häuser nicht anerkenne.

Ausführlich beschäftigte sich Busse mit der Pflege in den Häusern. Der Pflegekräftemangel in Deutschland gehe zum einen darauf zurück, dass zu wenig ausgebildet werde; zum andern leide das Berufsbild darunter, dass mittlerweile die Belastung in der Pflege sehr hoch sei, da die Verweildauer der Patienten von ehedem 20 Tagen auf durchschnittlich sieben Tage gedrückt worden sei.

In Donauwörth sei die Pflegesituation im April/Mai gekippt, da eine Reihe junget Pflegerinnen in den Mutterschutz beziehungsweise die Elternzeit gegangen sei; außerdem sei die Verteilung der Pflegekräfte auf die einzelnen Stationen unausgeglichen, eine Abordnung aber sehr schwierig. Ausdrücklich lobte Busse laut der Pressemitteilung in diesem Zusammenhang den Beschluss des Verwaltungsrates des gkU, eine Million Euro bereitzustellen, um zusätzliche Pflegekräfte einzustellen. Ärgerlich sei allerdings der Umstand, dass die Lohnsteigerungen in der Pflege nicht durch die Fallpauschalen ausgeglichen würden.

MRT für die stationäre und ambulante Behandlung

Schließlich teilte der Vorstand noch mit, dass die Verhandlungen um die Einrichtung eines MRT am Stiftungskrankenhaus vor dem Abschluss ständen. Das MRT sei für alle Fachbereiche ausgerichtet und für die stationäre und ambulante Behandlung vorgesehen. Auch für die Niederlassung eines Rheumatologen am Stiftungskrankenhaus bestehe eine Zusage der BKV (Bayerische Kassenärztliche Vereinigung). Zunächst werde ihm die Ermächtigung erteilt, bei genügender Patientenzahl eine Sonderzulassung. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass ein Münchner Pathologe seinen Sitz nach Nördlingen verlege.

Anschließend stellte sich Oberarzt Dr. Dirk Spoerhase-Eiselt als neuer Leiter der Intensivabteilung vor. Er stamme aus dem Saarland und sei durch die Vermittlung von Prof. Dr. Bernhard Kuch ans Stiftungskrankenhaus gekommen. Die neue Abteilung sei aufs modernste ausgestattet, das Personal sehr aufgeschlossen. Erfreulich sei auch, dass durch die Einstellung einer neuen Assistentin das Ärzteteam erweitert worden sei.

Abschließend fasst die Versammlung den einstimmigen Beschluss, auch heuer wieder die Mitarbeiter und ehrenamtlich Tätigen am Stiftungskrankenhaus an Weihnachten zu beschenken und damit ihr hohes Engagement im abgelaufenen Jahr zu honorieren. (pm)

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