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Nördlingen

28.04.2015

Noch mehr Tiere für Nördlingen?

Das Tierheim in Nördlingen darf sich möglicherweise auf größeren Zulauf einstellen: Die Städte Harburg und Wemding haben angekündigt, nicht mehr mit dem Tierschutzverein Donauwörth, sondern dem Tierheim in Nördlingen zusammenzuarbeiten.
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Das Tierheim in Nördlingen darf sich möglicherweise auf größeren Zulauf einstellen: Die Städte Harburg und Wemding haben angekündigt, nicht mehr mit dem Tierschutzverein Donauwörth, sondern dem Tierheim in Nördlingen zusammenzuarbeiten.

Der Tierschutzverein hat finanziell keine Sorgen. Nun haben Harburg und Wemding angekündigt, mit ihm zusammenzuarbeiten. Es könnten nicht die letzten Kommunen sein

Die Entscheidung der Städte Harburg und Wemding, künftig nicht mehr mit dem Tierschutzverein Donauwörth und Umgebung, sondern mit dem Tierheim in Nördlingen zusammenzuarbeiten, stößt bei den Verantwortlichen an der Donau auf wenig Verständnis. Man habe die Kostensituation bei der Dienstbesprechung der Bürgermeister aus dem Landkreis offengelegt, schreibt der Vorstand auf Anfrage unserer Zeitung: „Diese Zahlen decken sich auch mit den Berechnungen des Deutschen Tierschutzbunds, der zum dauerhaften Überleben seiner angeschlossenen Tierschutzvereine sogar 1,50 Euro pro Einwohner fordert.“

Die Vereine leisteten eine kommunale Aufgabe im Rahmen der öffentlichen Sicherheit, betont das Führungsteam um Vorsitzende Brigitte Scherb: „Wenn diese Arbeit einige Kommunen mit einem Supermarkt verwechseln – unter dem Motto ,Zum billigsten gehen wir‘ –, dann ist solch eine Vorgehensweise respektlos gegenüber all den in Not geratenen Tieren und den Menschen, die sich darum kümmern.“

Zwischenzeitlich hätten folgende Kommunen, die sich im Einzugsbereich des Donauwörther Vereins befinden, mindestens 50 Cent pro Einwohner zugesagt: Asbach-Bäumenheim, Buchdorf, Daiting, Genderkingen, Holzheim, Marxheim, Mertingen, Monheim, Münster, Oberndorf und Tapfheim.

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Dass neben Harburg und Wemding weitere Kommunen einen Wechsel ins Ries in Betracht ziehen, deutet Wulf-Dietrich Kavasch, Vorsitzender des Tierschutzvereins Nördlingen und Umgebung an: „Es wird noch was kommen.“

Kavasch betont, dass „die Initiative nicht von uns ausgegangen ist“. Aus dem Raum Harburg und Wemding nehme man in Nördlingen bereits jetzt immer wieder Tiere auf. Dies geschehe, wenn es in Hamlar heiße, das dortige Heim wäre überfüllt.

Die Aufnahme der genannten Städte stelle für den Verein in Nördlingen mit seinen 1200 Mitgliedern überhaupt kein Problem dar, so Kavasch. Der würde nach eigenen Angaben als Bürgermeister der Gemeinde Hohenaltheim niemals eine Fundtierpauschale von 1,50 Euro pro Einwohner zahlen: „50 Cent könnte ich noch ertragen.“

Grundsätzlich könne man über diese Pauschale ohnehin kein Tierheim finanzieren, erklärt der Vorsitzende: „Das Geld muss aus anderen Quellen kommen.“ Als Beispiele nennt Kavasch eine starke Öffentlichkeitsarbeit und das Sammeln von Spenden. Der Verein in Nördlingen veranstalte auch einen monatlichen Flohmarkt, bei dem jedes Mal ein Erlös von über 3000 Euro bleibe. Für den Markt habe man eigens eine Halle gebaut. Kosten: 130000 Euro. Der Verein sei finanziell auch deshalb so gut gestellt, weil ihm Bürger zwei Wohnungen vermacht haben (eine davon in Stuttgart), die monatliche Mieteinnahmen bringen.

Noch heuer will Kavasch eine Katzenquarantänestation in Nördlingen errichten. Die werde wohl rund eine halbe Million Euro kosten. „Wir brauchen dafür keine Fremdmittel“, so der Vorsitzende. Der erklärt: „Wir wären durchaus bereit, mit dem Donauwörther Verein zusammenzuarbeiten.“

Ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines Tierheims sei eine erfolgreiche Vermittlung der Fundtiere. Darauf lege man in Nördlingen großen Wert. Die Abnehmer kämen bis aus der Schweiz. (wwi)

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