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Verkehr

12.01.2019

Oettingen will die Ampeln abschaffen

An den zwei Oettinger Kreuzungen entlang der Bundesstraße 466 sollen künftig keine Ampeln mehr das Verkehrsgeschehen regeln. Wird die Straße saniert, soll der Verkehr durch Kreisverkehrslösungen geführt werden.
Bild: Verena Mörzl

Im Zuge der Sanierung der Bundesstraße 466 in Oettingen sollen im Stadtgebiet zwei Kreisverkehre gebaut werden. So soll das Straßenprojekt aussehen.

Die Ampeln entlang der Bundesstraße 466 in Oettingen sollen spätestens ab 2020 der Vergangenheit angehören. Während das Staatliche Bauamt Augsburg die Sanierung der Ortsdurchfahrt plant, bemüht sich die Stadt derzeit um den Bau von je einem Kreisverkehr pro Ampel. Das betrifft zum einen die Kreuzung an der Nördlinger Straße und zum anderen die Kreuzung der Bahnhofsstraße mit der B466.

Stadtbaumeister Klaus Obermeyer führt den Bau eines Kreisverkehrs an der Abzweigung nach Munningen darauf zurück, dass sich dort der Verkehr oftmals lange stauen würde. Untersuchungen hätten ergeben, dass ein Kreisverkehr durchaus Sinn mache. Den Messungen zufolge passieren die Kreuzung zur Nördlinger Straße zwischen 16.30 und 17.30 Uhr 1038 Fahrzeuge, die Kreuzung Bahnhofsstraße ist mit 1262 Verkehrsteilnehmern noch etwas stärker frequentiert. Hier biegen nach Obermeyers Ausführungen in der jüngsten Bauausschusssitzung auch viele Fahrzeuge von Norden kommend Richtung Brauhaus ab und umgekehrt. Gerade hier sei die Wartezeit an der Ampel nicht optimal. Mit einem Kreisverkehr sei die „verkehrstechnische Abwicklung qualitativ besser zu bewerten“, sagte er weiter. Soll heißen: Mit dem Kreisverkehr sollen sich die Staus an den Verkehrsmagneten in Grenzen halten, die Autos also flüssig weitergeleitet werden. Im Zuge der Planungen, so Obermeyer, müssen auch Fußgängerüberwege mit einbezogen werden, sogenannte Querungshilfen. Aktuell gebe es dazu noch keine konkreten Planungen.

Die Stadt muss sich wegen der Einmündungen entlang der Bundesstraße an den Sanierungskosten beteiligen. Für den Haushalt 2019 werden allerdings erst einmal nur die anteiligen Planungskosten miteinbezogen. Eine Gesamtsumme wurde bislang nicht genannt.

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Der Wunsch, die Ampeln abzubauen, ist schon lange da

Oettingens Bürgermeisterin Petra Wagner sagte, dass die Stadt schon seit Langem den Wunsch habe, die Ampeln abzubauen, vor allem beim Bahnübergang. „Wir sind froh, dass die Anregungen vom Staatlichen Bauamt aufgenommen wurden. Für den Verkehrsfluss ist das eine gute Lösung.“ Bereits mit dem Kreisverkehr an der Wörnitzbrücke (30 Meter) habe man gute Erfahrungen gemacht. Wagner will noch nachfragen, ob die anvisierten 22 und 26 Meter Durchmesser der Kreisel auch für die Lastwagen ausreichen.

Bernhard Raab (SLO) befürwortete die Planungen und warf gleichzeitig einen Blick zurück. Der Kreisverkehr an der Wörnitz sei vor dessen Bau zweimal durch das Staatliche Bauamt abgelehnt worden. „Er ist aber ein Gewinn für die ganze Stadt“, sagte Raab. Der stehende Verkehr an der Munninger Straße sei außerdem für einen gewissen Lärmpegel verantwortlich. Mit einem Kreisverkehr könnte sich dieses Problem lösen. Bezüglich des Verkehrslärms von der Bundesstraße schlug Raab vor, den Bau einer Lärmschutzwand oder einer Lärmschutzplanke beim Bauamt anzuregen. Denkbar sei auch ein Straßenbelag, mit dem man noch einmal rund zwei bis drei Dezibel Lärm reduzieren könnte. Wagner entgegnet, dass sie das so weitergeben werde. Raab weist zudem darauf hin, dass der Kreisverkehr im Einzelnen nicht zu groß werden dürfe, weil sonst Autofahrer mehr oder weniger geradeaus durchfahren könnten.

Planungen 2019, Bau 2020

Der Bauausschuss empfiehlt dem Stadtrat einstimmig, die Planungen bezüglich der Kreisel wie besprochen zu übernehmen. Wie Obermeyer sagte, sollen die Bauarbeiten frühestens 2020 starten: 2019 wird das Jahr der Vorbereitungen und Planungen sein. Wie die Umleitung für diese Baustelle aussehen soll, war nicht Teil der Sitzung.

Im Zuge des Ausbaus der Bundesstraße soll auch im Norden Oettingens an der Abzweigung nach Megesheim ein Kreisverkehr entstehen. Dort kreuzen laut Obermeyer zu Stoßzeiten rund 1210 Autos die Straße. Dieses Projekt liegt rein im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Bauamts.

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