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AGRO-Neubau

08.04.2013

Riesenbohrer sorgt für Aufsehen

Ein riesiger Spezialbohrer hob das Erdreich für den Einbau von 87 Stahlbetonpfählen aus. Sie tragen die Bodenplatten, auf denen neue Getreidesilos der AGRO Donau-Ries im Gewerbegebiet „An der Lach“ stehen werden.
Bild: Robert Milde

87 Gründungspfähle sollen ein zweites Ostumgehung-Waterloo verhindern

Nördlingen Ein spektakuläres Baugerät hat auf der Baustelle der AGRO Donau-Ries GmbH im Gewerbegebiet „An der Lach“ für Aufsehen gesorgt. Ein riesiger Spezialbohrer wurde eingesetzt, um Erdreich für den Einbau von 87 sogenannten „Gründungspfählen“ aus Stahlbeton auszuheben, die später acht weitere Getreidesilos auf dem Gelände der neu entstehenden Hauptniederlassung des größten genossenschaftlichen Agrarhandelsunternehmen im Landkreis tragen sollen. Auf die Pfähle, die bis zu 16,5 Meter lang sind, werden Bodenplatten aufgesetzt.

Der Untergrund am östlichen Nördlinger Stadtrand gilt als schwierig, weshalb die AGRO eine Bodenuntersuchung zur Überprüfung der Tragfähigkeit hat machen lassen, bevor sie mit dem Bau begann. Der Rat des Gutachters lautete schließlich, die neuen Silos auf Pfähle zu setzen, um auf Nummer sicher zu gehen. Man wollte schließlich nicht das gleiche Schicksal erleiden, wie die Stadt Nördlingen bei der nahen Nord-Ost-Umgehung im Zuge der B 25, die bekanntlich mehrmals abgesackt ist, weil der Untergrund nicht stabil war.

Erneuter Bodenaustausch als Alternative verworfen

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Eine Alternative wäre nach Angaben von AGRO-Geschäftsführer Frank Ruf ein kompletter Bodenaustausch gewesen, der bereits beim Bau der bestehenden Silos erfolgt sei. Dies habe man nach gründlichen Überlegungen jedoch wieder verworfen. Das neue Betriebsmittel- und Verwaltungsgebäude steht hingegen auf einem normalen Fundament. Mit den bestehenden sieben Alu-Silos und den acht weiteren verfügt die AGRO in Zukunft über eine Fassungskapazität von 10000 Tonnen. Neben den silbernen Riesen werden im künftigen Betriebsmittelgebäude auch rund 2000 Tonnen Dünger in Boxen lagern. Dessen Anlieferung erfolgt zu zwei Dritteln umweltfreundlich über den vorhandenen Gleisanschluss der BayernBahn. Darüber hinaus werden auch Futtermittel, Pflanzenschutz und Saatgut zu haben sein.

Der neue Standort, so Geschäftsführer Ruf, sei eine konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen Unternehmens, das mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro und 50 Mitarbeitern zu den zehn größten genossenschaftlichen Agrarhändlern in Bayern gehöre. Rund fünf Millionen Euro lasse sich die AGRO die Großinvestition kosten. Bereits in diesem Sommer will das Unternehmen die Getreideanlieferung ermöglichen. Der endgültige Umzug vom derzeitigen provisorischen Firmensitz am Nördlinger Bahnhof an die Lach ist für den Herbst geplant. „Der neue Standort wird ein hochmoderner Umschlagsplatz für die Landwirtschaft im württembergischen und bayerischen Ries“, betont Frank Ruf.

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