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Retter

12.02.2015

So funktioniert ein Defibrillator

40 Gäste waren zur Übung in Bühl gekommen.
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40 Gäste waren zur Übung in Bühl gekommen.

Dank einer Initiative gibt es in Bühl jetzt solch ein Gerät. Warum es so wichtig ist

Bereits seit Jahren macht sich das Bayerische Roten Kreuz für Defibrillatoren auf dem Land stark. Im Donau-Ries gibt es mittlerweile mehr als 120 der lebensrettenden Geräte, seit neuestem auch in Bühl. Für dessen Anschaffung hatte die örtliche Feuerwehr die Initiative ergriffen. „Die Neuanschaffung ist ein weiterer Baustein für die Sicherheit der Mitbürger und kann bei beherzter Anwendung Leben retten“, ist Stefan Sachsenmaier, stellvertretender Kommandant der Bühler Wehr, überzeugt.

Beim ersten Defi-Schulungsabend im Bühler Gemeindehaus führte Andreas Markmüller vom Bayerischen Roten Kreuz Donauwörth rund 40 Gästen den Schockgeber vor, der durch gezielte Stromstöße beispielsweise Herzrhythmusstörungen bekämpfen kann. Jeder, der es sich zutraut, kann das Gerät bedienen und „nur wer nicht hilft, macht etwas verkehrt“, so der BRKler. Er zeigte anhand von bestürzenden Beispielen aus der Praxis auch, dass zu den Betroffenen bereits Jugendliche gehören können. Immerhin müssten in Deutschland jährlich rund 100000 Menschen reanimiert werden.

100 solcher Einsätze im Jahr

Dabei sei schnelle Hilfe von Nöten, denn ganze fünf Prozent der Betroffenen überleben ohne Hirnschäden, so Markmüller. Auch im Landkreis gebe es über 100 solcher Einsätze im Jahr, wobei man im normalen bundesweiten Durchschnitt von rund einem Prozent der Bevölkerung liege.

Das beste Zeitfenster für eine Reanimierung liege zwischen drei und fünf Minuten, pro Minute steige die Überlebenschance um zehn Prozent, so der EDV-Leiter beim BRK Donauwörth. Wenn man mit der Wiederbelebung beginne, solle man nach Möglichkeit einen Notruf absetzen und um Hilfe rufen, denn zu zweit lasse sich eine Reanimierung besser durchführen, so Markmüller. Dann könne der an der Brust angeschlossene Defi hilfreiche Dienste leisten. Dieses ausprobieren konnten die Anwesenden abschließend umfangreich an drei Dummys. Und für alle die diesen Schulungsabend nicht wahrnehmen konnten, es gibt einen weiteren am 27. Februar, wieder im Bühler Dorfzentrum.

Finanziell unterstützt wurde die Feuerwehr bei der Neuanschaffung von örtlichen Vereinen – den Heideschützen, den Veteranen und Kriegern, der Jagdgenossenschaft – sowie den Unternehmen von Doppelbauer-Energie und Pfister-Anhängervertrieb, der Sparkasse Nördlingen, der Raiffeisen-Volksbank Ries und der Gemeinde Alerheim.

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