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Hintergrund

16.06.2018

Wegweisender Tag für die Zukunft des Almarins

Im April war das Almarin in Mönchsdeggingen für eine Aktionswoche geöffnet. Am kommenden Dienstag berät der Kreistag über das Mönchsdegginger Hallenbad – und das Besucherzentrum für den Geopark Ries. Das soll nach dem Willen von Landrat Stefan Rößle daneben entstehen.

Der Kreistag spricht am Dienstag über das Almarin und über ein mögliches Besucherzentrum für den Geopark Ries – und entscheidet, wie es weiter geht.

Ein Blick ins Archiv der Rieser Nachrichten bringt eine erstaunliche Parallele zwischen Vergangenheit und Gegenwart ans Licht. Ziemlich genau sieben Jahre ist es her, dass unsere Zeitung „Warten auf Zahlen – Machbarkeitsstudie soll Klarheit beim Almarin bringen“ titelte.

Beim Mönchsdegginger Schwimmbad hat sich in der Zwischenzeit vieles getan, doch befinden sich Verantwortliche nun wieder am gleichen Punkt wie damals: Sie fragen sich, ob das Schwimmbad eine Zukunft hat und wie diese aussehen könnte. Am Dienstag beschäftigt sich der Kreistag in Donauwörth zum ersten Mal mit dem Almarin, bisher hat es lediglich Gespräche zwischen den Fraktionsführern und Landrat Stefan Rößle gegeben. Der hat das Thema auf Wunsch einiger Fraktionen aus der kleinen Runde, dem Kreisausschuss, in die Vollsitzung verschoben, wie er im Gespräch mit den Rieser Nachrichten bestätigt.

Das liege auch daran, dass das Besucherzentrum für den Geopark Ries auf der Tagesordnung stehen wird. Diese Einrichtung würde Rößle gerne neben dem Mönchsdegginger Schwimmbad errichten, wenn der Geopark das Unesco-Label erhält, um so mehr Touristen in die Gemeinde im Ries zu locken. „Über das Besucherzentrum haben wir bislang in keinem Gremium gesprochen. Wir wollen gerne präsentieren, wie wir uns das alles vorstellen“, sagt Rößle. Dass der Plan, das Millionenprojekt in Mönchsdeggingen zu realisieren, nicht bei allen Kreisräten auf Gegenliebe stoßen wird, ist dabei zu erwarten. „Ich glaube, dass wir eine spannende Diskussion führen werden“, meint der Landrat.

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Wie die Rieser Nachrichten erfahren haben, könnte es vor allem aus Nördlingen Protest gegen ein Infozentrum neben dem Almarin geben. Dem Vernehmen nach würden die Kritiker die Einrichtung lieber für ihre Stadt beanspruchen, im südlichen Landkreis soll ebenfalls nicht nur Begeisterung über den Vorschlag des Landrats herrschen. Stefan Rößle bezeichnet das geplante Gebäude als „große Chance“ für den ländlichen Raum. Man habe sich bewusst dafür ausgesprochen, auch mal etwas außerhalb der Städte zu realisieren. Es werde interessant, die Stimmung beim Besucherzentrum auszuloten, sagt Rößle.

Beim Thema Almarin ist dem Anschein nach weniger Gegenwind zu erwarten. In der Kreistagssitzung am Dienstag soll es vor allem darum gehen, eine genaue Leistungsbeschreibung für eine Machbarkeitsstudie aufzustellen und dann Angebote von Firmen einzuholen, die ein Gutachten erstellen können, erzählt der Landrat. Dazu hat es am Donnerstag ein Treffen der Arbeitsgruppe Almarin gegeben, bei dem die Mitglieder unter anderem darüber diskutiert haben, wie eine Machbarkeitsstudie aufgebaut sein müsste und welche Punkte diese enthalten sollte. Die Ergebnisse sollen den Kreistagsmitgliedern vorgestellt werden.

Die Kreistagsfraktion CSU/AL-JB wolle die Bemühungen um eine Wiedereröffnung des Almarins unterstützen, sagt der stellvertretende Vorsitzende Peter Schiele. Aus diesem Grund habe die Fraktion auch die Einsetzung der Arbeitsgruppe Almarin beantragt. Nun sei es wichtig, belastbare Zahlen zu ermitteln – sowohl für eine Sanierung, als auch für den Betrieb. Fakten brauche man auch für die Entscheidung über ein Infozentrum. So gelte es herauszufinden, welche Aufgaben dieses hätte und mit welchen Kosten es verbunden wäre. „Um diese offenen Fragen zu klären, wäre sicherlich eine Machbarkeitsstudie unter Beteiligung von Fachleuten hilfreich“, teilt Schiele mit.

Helmut Beyschlag (PWG/FDP) ist überzeugt davon, dass seine Fraktion eine Machbarkeitsstudie zum Almarin unterstützen wird. Festzustellen, wie teuer eine Renovierung würde und wie groß das Einzugsgebiet des Mönchsdegginger Schwimmbads sei, sei wichtig. Gerade um Schwimmmöglichkeiten für Schulen und Vereine zu gewährleisten, wäre das Almarin von Bedeutung. Das gelte jedoch auch für das Nördlinger Bad.

Die Kreistagsfraktion der SPD möchte die Förderung von Schwimmbädern im Landkreis grundsätzlich anders gestalten, wie der stellvertretende Vorsitzende Peter Moll erzählt. Die Partei stellt deshalb einen Antrag, in dem sie fordert, für die Schwimmbäder im Kreis freiwillige Zuschüsse im Rahmen der Sportförderung zur Verfügung zu stellen. So könne man bei den Betriebskosten, die viele Gemeinden vor Probleme stellten, besser Unterstützung leisten.

Die Frauen/ÖDP/FW-Fraktion hat sich zu den anstehenden Themen noch nicht abgestimmt, doch dass eine Machbarkeitsstudie zum Almarin sinnvoll sei, sei Konsens, sagt die Vorsitzende Regina Thum-Ziegler. In die Beratung zu einem Besucherzentrum für den Geopark Ries gehe sie ganz neutral. „Man muss schauen, was ein Infozentrum dem Landkreis bringen würde und welche Standorte in Frage kommen.“

Innerhalb der Grün-Sozialen Fraktion habe es noch keine Abstimmung zu den anstehenden Entscheidungen gegeben, teilt die stellvertretende Vorsitzende Andrea Eireiner mit. Generell unterstütze man das Almarin und die Tätigkeit der Arbeitsgruppe.

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